Partnerschaft für Demokratie - Innenminister Roman Poseck überreicht Förderbescheid persönlich

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Kreisentwicklung

Förderbescheid über 12.000 Euro für die Partnerschaft für Demokratie im Rheingau-Taunus-Kreis / Förderung als Kofinanzierung zum Bundesprogramm "Demokratie leben!" aus dem Landesprogramm "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" / Seit 2025 wurden 16 Projekte umgesetzt und rund 1.600 Menschen im Landkreis erreicht

 

Der Hessische Innenminister Roman Poseck hat bei seinem Besuch im Rheingau-Taunus-Kreis persönlich einen Förderbescheid in Höhe von 12.000 Euro an Landrat Sandro Zehner überreicht. Die Förderung stammt aus dem Landesprogramm "Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" und dient als Kofinanzierung zum Bundesprogramm "Demokratie leben!". Mit den Mitteln wird die Weiterentwicklung der Partnerschaft für Demokratie im Rheingau-Taunus-Kreis unterstützt.

"Die Partnerschaft für Demokratie im Rheingau-Taunus-Kreis bringt kommunale Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft zusammen - Vereine und Verbände, Kirchen und bürgerschaftlich Engagierte. Gemeinsam entwickeln sie eine passgenaue Strategie zur Förderung von Demokratie und Vielfalt. Das ist gelebte Demokratie von unten, aus der Mitte der Gesellschaft heraus. Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie muss gelebt, verteidigt und immer wieder neugestaltet werden.", so Innenminister Roman Poseck.

"Demokratie lebt davon, dass Menschen mitmachen - in der Schule, im Verein, in der Nachbarschaft. Der Förderbescheid ist eine Anerkennung für das große Engagement vieler Menschen im Rheingau-Taunus-Kreis und ein klares Signal: Demokratiearbeit vor Ort ist wichtig, sie wirkt, sie braucht aber auch Unterstützung. Ich bin dem Land Hessen sehr dankbar, dass diese Förderung auch in dieser Höhe erfolgt. Auch die persönliche Übergabe des Förderbescheids durch unseren Hessischen Innenminister zeigt, welchen Stellenwert die Demokratieförderung hat.", so Landrat Sandro Zehner.

Der Erste Kreisbeigeordnete Klaus-Peter Willsch ergänzt: „Der Kampf gegen Extremisten jeder Couleur und der entschlossene Einsatz für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gelingen nur im engen Schulterschluss von Bund, Land und Kommunen. Die Förderung ist deshalb auch ein starkes Zeichen der guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Landrat Sandro Zehner und Landesinnenminister Roman Poseck, um diesen wichtigen Einsatz gemeinsam konsequent fortzusetzen.“

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die Stärkung demokratischer Selbstwirksamkeit: Menschen sollen erleben, dass ihre Ideen und ihr Engagement etwas bewegen können, insbesondere auch diejenigen, die demokratischen Prozessen bisher eher skeptisch gegenüberstehen. Daneben fördert die Partnerschaft Konfliktbearbeitungskompetenzen, vermittelt Handlungssicherheit im Umgang mit lokalen Herausforderungen und arbeitet an einem Schutzkonzept für zivilgesellschaftliche Akteure.

Bereits heute zeigt sich, wie vielfältig das Engagement im Landkreis ist: Seit Januar 2025 wurden 16 Projekte gefördert - darunter zehn Projekte an Grund- und weiterführenden Schulen zu Themen wie Demokratiebildung, Konfliktlösung und Vielfalt sowie sechs außerschulische Projekte. Dazu zählen Formate wie "Pimp your Landkreis" oder Veranstaltungen von Idstein bleibt bunt e.V. im Rahmen der Interkulturellen Woche. Insgesamt konnten durch die geförderten Maßnahmen rund 1.600 Menschen erreicht werden.

Auch junge Menschen gestalten die Demokratie im Landkreis aktiv mit: Das Jugendforum trifft sich regelmäßig, organisiert eigene Aktionen und führte unter anderem Pub-Quiz-Formate zur Bundestagswahl und zu den Kommunalwahlen durch. Im Oktober 2025 fand eine Demokratiekonferenz mit rund 150 Teilnehmenden zum Thema "Demokratie im Netz" statt. 

Das Thema digitaler Raum und soziale Medien bleibt auch künftig ein Schwerpunkt, da demokratiefeindliche Inhalte dort zunehmend Einfluss auf gesellschaftliche Debatten nehmen.

Die Partnerschaft wächst kontinuierlich: Neu eingebunden wurden die Kreisjugendfeuerwehren sowie Heimbeirate einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Sechs neue Kooperationspartner konnten gewonnen werden. Wissenschaftlich begleitet wird die Arbeit aktuell durch die Philipps-Universität Marburg, die eine Situations- und Ressourcenanalyse erstellt, die Ende Juni 2026 abgeschlossen sein soll.

Hintergrund: Das Hessische Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus koordiniert seit 2013 die landesweiten präventiven Aktivitäten für Demokratie und Toleranz. Das Landesprogramm befindet sich heute in seiner dritten Förderperiode. Mit einem Gesamtbudget von rund 11 Millionen Euro werden derzeit rund 100 Projekte in ganz Hessen unterstützt. In Hessen werden derzeit 31 Partnerschaften für Demokratie aus dem Bundesprogramm finanziert.

Mehr Informationen zum Landesprogramm "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus": https://hke.hessen.de/foerderprojekte