Kommunale Vernetzung für passgenaue Unterstützung von Kindern und Familien
News Gutversorgt Prävention
RTK will erfolgreiches Landesprogramm „Präventionsketten Hessen“ fortsetzen / Projekt vernetzt Jugendhilfe, Schulen, Kitas, Ärzteschaft, Kommunen und soziale Einrichtungen für schnelle und passgenaue Hilfe / Finanzierung erfolgt zu 50 Prozent durch das Land Hessen gemeinsam mit der Auridis-Stiftung
Kinder, Jugendliche und Familien sollen im Rheingau-Taunus-Kreis schnell, unkompliziert und passgenau Unterstützung erhalten – genau dort, wo sie gebraucht wird. Damit das gelingt, braucht es starke Netzwerke zwischen Jugendhilfe, Schulen, Kitas, Ärzteschaft, Kommunen und sozialen Einrichtungen. Genau hier setzt das Landesprogramm „Präventionsketten Hessen“ an, dessen Verlängerung der Kreisausschuss des Rheingau-Taunus-Kreises nun bis zum 31. Dezember 2026 auf den Weg gebracht hat.
Das hessische Landesprogramm verfolgt das Ziel, bestehende Unterstützungsangebote besser miteinander zu verknüpfen, Versorgungslücken und Risiken frühzeitig zu erkennen und Hilfen für Familien transparenter und leichter zugänglich zu machen. Der Rheingau-Taunus-Kreis beteiligt sich bereits seit 2023 an dem Programm. Die Finanzierung erfolgt weiterhin zu 50 Prozent durch das Land Hessen gemeinsam mit der Auridis-Stiftung, die sich für ein gutes und gesundes Aufwachsen von Kindern – insbesondere in den ersten zehn Lebensjahren – in Deutschland engagiert. Den verbleibenden Eigenanteil übernimmt der Landkreis.
Landrat Sandro Zehner sieht in der Verlängerung einen wichtigen Schritt: „Prävention funktioniert nur gemeinsam. Mit den Präventionsketten schaffen wir tragfähige Netzwerke und bringen die relevanten Akteure enger zusammen. Damit zahlen wir ganz konkret auf unser Leitmotiv ‚Gemeinsam vernetzt‘ ein und verbessern die Unterstützung für Familien im gesamten Kreisgebiet.“
Im bisherigen Projektverlauf konnten bereits zahlreiche Maßnahmen angestoßen und weiterentwickelt werden. Dazu gehören unter anderem:
- die gezielte Unterstützung von Sozialräumen mit besonderem Handlungsbedarf (Hotspots),
- der Aufbau eines digitalen Ärztenetzwerks, insbesondere mit Kinderärzten und Gynäkologen,
- Maßnahmen zur Förderung familienfreundlicher Kommunen,
- sowie die Entwicklung der digitalen Plattform „gutversorgt“, die Familienangebote im Kreis transparent und leicht auffindbar macht.
Viele dieser Maßnahmen befinden sich derzeit noch im Aufbau oder in der Verstetigungsphase. Die Verlängerung des Programms schafft daher die Möglichkeit, begonnene Prozesse nachhaltig zu sichern und weitere wichtige Umsetzungsschritte abzuschließen. Mit der Fortführung des Programms unterstreicht der Rheingau-Taunus-Kreis seinen Anspruch, Familien frühzeitig zu stärken, Teilhabechancen zu verbessern und soziale Unterstützungsstrukturen langfristig zukunftsfähig aufzustellen.