Gemeinsam für die Zukunft: Fachtag zur frühen Sprachförderung in Erbach
News Gutversorgt Frühe Hilfen
Der Rheingau-Taunus-Kreis will Unterstützungsangebote für Kinder und Familien weiter ausbauen und initiiert interdisziplinären Austausch zur frühkindlichen Sprachförderung
Wie können wir unsere Kinder beim Erwerb ihrer Sprache bestmöglich unterstützen? Diese Frage stand am 6. Mai 2026 im Mittelpunkt eines lebendigen Austauschs im Pfarrzentrum St. Markus, wo rund 90 Fachkräfte gemeinsam daran arbeiteten, die Grundlagen für eine gelungene Sprachentwicklung zu legen. Unter dem Motto „Sprachentwicklung von Anfang an" luden die Frühen Hilfen des Rheingau-Taunus-Kreises sowie die Präventionsketten Hessen zu einem umfassenden Fachtag nach Eltville-Erbach ein. Mit rund 90 Teilnehmenden war die Veranstaltung ein voller Erfolg und bot einen lebendigen Raum für den interdisziplinären Austausch.
Das Interesse an der Thematik war groß: Neben pädagogischen Fachkräften aus zahlreichen Kindertagesstätten waren auch Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Frühförderstellen, Förderschulen, der Logopädie sowie verschiedene Fachdienste des Kreises vor Ort. Gemeinsam stand das Ziel im Mittelpunkt, aktuelle Ansätze der Sprachförderung zu diskutieren und neue Wege für die praktische Arbeit mit Kindern und Familien zu finden.
Die Koordinatorinnen Alexandra Kunz und Hannah Bulak von den Frühen Hilfen des Kreises sowie der Präventionsketten Hessen begrüßten die Gäste und unterstrichen in ihrer Eröffnung die zentrale Rolle der Sprache als Schlüssel zu Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Integration. Der Fachtag sollte nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern vor allem Impulse setzen, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Disziplinen zu stärken und die Perspektive für die tägliche Arbeit zu erweitern.
Den fachlichen Auftakt gestaltete Prof. Dr. Buschmann vom Zentrum für Entwicklung und Lernen (ZEL) in Heidelberg. In ihrem Vortrag „Auf den Anfang kommt es an – Die Rolle der Bezugspersonen im frühen Spracherwerb" machte sie deutlich, dass Eltern und enge Bezugspersonen in den ersten Lebensjahren die wichtigsten Begleiter für die sprachliche Entwicklung sind. Ihre Ausführungen bildeten das Fundament für die folgenden praxisnahen Beiträge.
Den Alltag in der Frühförderung beleuchteten Denise Bartsch von der Frühförderstelle der Lebenshilfe Untertaunus sowie Stephanie Schwerdt vom Verein Pädagogische Perspektiven e.V. In ihrem gemeinsamen Beitrag „Kommunikation verstehen und fördern" gaben sie wertvolle Einblicke, wie heilpädagogische Frühförderung Familien im täglichen Miteinander unterstützen kann. Ergänzt wurde das Programm durch Impulse der Interdisziplinären Frühberatungsstelle Hören und Kommunikation des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen aus Bad Camberg. Isabella Sofka, leitende Logopädin des Therapiezentrums Gutal, und ihre Kollegin Verena Schön rundeten das Angebot ab, indem sie spezifische Aspekte der logopädischen Praxis und deren Bedeutung für die Sprachentwicklung aufzeigten.
Die Veranstalterinnen zeigten sich über die große Resonanz und das hohe Engagement der Teilnehmenden außerordentlich erfreut. Der Fachtag hat eindrücklich bestätigt, dass nur durch eine eng verzahnte, interdisziplinäre Zusammenarbeit sichergestellt werden kann, dass jedes Kind seine sprachlichen Potenziale frühzeitig und bestmöglich entfalten kann.
Die Förderung der Sprachentwicklung bleibt ein zentrales Anliegen des Rheingau-Taunus-Kreises. Die gewonnenen Erkenntnisse und die geknüpften Netzwerke werden genutzt, um bestehende Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln und neue, bedarfsgerechte Lösungen für Kinder und Familien im Kreis zu schaffen. Damit setzt der Rheingau-Taunus-Kreis sein Engagement für eine chancengerechte Bildung von Anfang an konsequent fort.
Weitere Informationen zu den Frühen Hilfen des Rheingau-Taunus-Kreises:
https://gutversorgt.rheingau-taunus.de/fuer-werdende-eltern-junge-familien-fachkraefte/
