Gemeinsam die Schulen von morgen gestalten

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Schule

Schülerinnen, Schüler, Eltern, Schulleitungen, staatliche Schulamt, politische Verantwortliche im RTK und die Kreisverwaltung entwickeln gemeinsam den neuen Schulentwicklungsplan / Alle Beteiligten bringen ihre Erfahrungen, Ideen und Erwartungen in einem World Café für die Schulen der Zukunft ein / Der Plan soll Anfang 2027 vorliegen und ein wohnortnahes Bildungsangebot im gesamten Landkreis sichern

 

Wie sollen sich die Schulen im Rheingau-Taunus-Kreis in den kommenden Jahren entwickeln? Wo werden zusätzliche Räume gebraucht? Wie gelingt Inklusion? Und wie setzen wir den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung um? Antworten auf diese und viele weitere Fragen soll der neue Schulentwicklungsplan geben. Er steht unter dem Leitsatz: Im Rheingau-Taunus-Kreis wachsen alle Kinder, unabhängig des sozialen Kontexts und der sozialen Herkunft, gesund und bildungsgerecht auf. Bei der Erarbeitung seines neuen Plans setzt der RTK bewusst auf eine breite Beteiligung: In einem World Café haben Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulleitungen, das Staatliche Schulamt, Politik und Kreisverwaltung jetzt ihre Erfahrungen, Ideen und Perspektiven eingebracht und aktuelle Herausforderungen diskutiert.

„Gute Bildung entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Deshalb setzen wir bei der Schulentwicklungsplanung auf einen offenen Dialog mit allen Beteiligten. Wer die Schulen von morgen gestalten will, muss die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler, der Eltern, der Lehrkräfte und der Schulträger zusammenbringen. Unser Ziel ist es, jedem Kind im Rheingau-Taunus-Kreis die bestmöglichen Bildungs- und Entwicklungschancen zu eröffnen – heute und in Zukunft“, sagt Landrat und Schuldezernent Sandro Zehner.

Ein Schulentwicklungsplan zeigt auf, welche Schulen, Räume und Angebote benötigt werden und ist somit ein strategisches Planungsinstrument. Die regionale Schulentwicklung soll ein möglichst vollständiges und wohnortnahes Bildungsangebot sichern und gewährleisten, dass die personelle Ausstattung der Schulen im Rahmen der Planungen des Landes möglichst ist. Die Schulentwicklungspläne sind dem Hessischen Kultusministerium zur Genehmigung vorzulegen.

Bei der Planung spielen viele Faktoren eine Rolle: die Entwicklung der Schülerzahlen, ausreichende Schulplätze, Inklusion, Ganztagsangebote und die langfristige Entwicklung der Schulstandorte. Im RTK werden die drei Planungsregionen Rheingau, Untertaunus und Idsteiner Land getrennt betrachtet. Die Städte und Gemeinden werden bei Bedarf eng in die Beratungen eingebunden. 

„Der Schulentwicklungsplan hilft uns, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren und die Schulen im Kreis verlässlich weiterzuentwickeln. Besonders wichtig ist uns, die Erfahrungen und Ideen aus den Schulen – von Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräften und multiprofessionellen Teams aufzunehmen. Nur so entsteht ein Plan, der die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort berücksichtigt“, erklärt Liane Schmidt, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Familie und Gesundheit. 

Bereits in den vergangenen Jahren hat der Rheingau-Taunus-Kreis wichtige Weichenstellungen vorgenommen. So wurden die Standorte der Vorklassen neu geordnet, die Erweiterung der Lindenschule in Hohenstein-Breithardt beschlossen und die Beteiligung an der Gesamtsanierung der Vincenzschule in Rüdesheim-Aulhausen auf den Weg gebracht. Darüber hinaus hat der Kreistag einen Medienentwicklungsplan sowie ein neues Rahmenkonzept zur Umsetzung des Ganztagsanspruchs verabschiedet.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass Eltern, Schülerinnen und Schüler frühzeitig in die Planungen einbezogen werden. Gute Schulen entstehen dort, wo die Menschen mitreden können, die Schule jeden Tag erleben. Die breite Beteiligung schafft Vertrauen und hilft dabei, tragfähige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen“, sagt Katrin Husung, Vorsitzende des Kreiselternbeirats des Rheingau-Taunus-Kreises.

Die Ergebnisse des World Cafés und weitere Anregungen aus dem Beteiligungsprozess werden ausgewertet und in die weitere Arbeit einbezogen. Der neue Schulentwicklungsplan soll Anfang 2027 vorliegen und die Grundlage dafür schaffen, dass der Rheingau-Taunus-Kreis auch künftig ein leistungsfähiges, wohnortnahes und zukunftsfestes Bildungsangebot für alle Kinder und Jugendlichen bereithält.