Digitale Angebote für alle nutzbar machen: Kreisweites Netzwerk setzt sich für flächendeckende Förderung digitaler Teilhabe ein
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Kompetenzzentrum Pflege des Rheingau-Taunus-Kreises macht sich mit weiteren Akteuren stark für mehr digitale Kompetenz in der Gesellschaft
Auf Initiative des Kompetenzzentrums Pflege Rheingau-Taunus wurde bereits Ende 2023 ein Netzwerk aus haupt- und ehrenamtlichen Akteuren zusammengeschlossen, die den Umgang mit digitalen Medien an verschiedenen Orten im Rheingau-Taunus-Kreis konkret fördern oder zukünftig fördern möchten. Denn: Digitalisierung ist eine der zentralen Entwicklungen unserer Zeit. Die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen betreffen nicht nur eine Teilgruppe, sondern alle Mitglieder der Gesellschaft. Für die meisten Menschen, auch für viele Ältere, ist es zu einem selbstverständlichen Teil ihres Alltags geworden, immer wieder neue digitale Technologien und entsprechende Geräte und Anwendungen kennenzulernen, sie zu nutzen und das eigene Leben damit zu gestalten. Etwa 80 Prozent der Menschen rund um den Ruhestand nutzen einen Internetzugang.
Zudem sind viele Informationen ohne Zugang zum Internet nicht mehr verfügbar - immer mehr Dienstleistungen können nur digital in Anspruch genommen werden. Was für die Einen eine zeitsparende Erleichterung sein mag, birgt für Andere enorme Hürden. Damit keine Bevölkerungsgruppe ausgeschlossen wird, sind sowohl digitale wie analoge Zugänge zu Angeboten und Dienstleistungen für die Allgemeinheit besonders wichtig. „Wer sich digitale Kompetenzen nicht selbst aneignen kann, sollte darüber hinaus die passende Unterstützung und Beratung bekommen“, lautet das Ziel des Netzwerkes, das sich Ende April getroffen hat, um die Förderung der digitalen Kompetenzen voranzutreiben.
Gemeinsam wurde festgehalten, welche Angebote vor Ort bereits umgesetzt werden, wie diese genutzt werden und welche Herausforderungen es dabei gibt. So gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Informationsveranstaltungen, Kursen und Sprechstunden für weniger technikaffine Menschen, die z.B. Grundlagenwissen zum Umgang mit PC, Handy und Tablet vermitteln, über aktuelle Entwicklungen (KI, Cybersecurity etc.) informieren oder praktisch anleiten, um den Alltag digital zu unterstützen (Online-Banking, Nutzung der elektronischen Patientenakte – ePA, Online-Supermarkt-Einkauf etc.). Die Angebote werden von ganz unterschiedlichen Institutionen koordiniert und werden mithilfe zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer (auch Di@-Lotsinnen und -Lotsen genannt) mit Leben gefüllt.
„Für eine unserer Ehrenamtlichen war ich direkt die erste Kundin“, gibt eine der Teilnehmenden beim vergangenen Treffen lächelnd in die Runde. Denn auch der tägliche Umgang mit digitalen Medien führt nicht automatisch zu nachhaltigem Wissen, auf dem man sich dauerhaft ausruhen kann. Beim Thema Digitales ist für Alle „dran bleiben“, also lebenslanges Lernen, angesagt. In gemeinsamen Arbeitstreffen teilen die Mitwirkenden daher regelmäßig ihre Erfahrungen, lernen hilfreiche Praxisbeispiele kennen und unterstützen sich gegenseitig bei der Ausgestaltung. Vernetzt lassen sich eigene Ideen weiterentwickeln und Vorhaben zur Förderung der digitalen Teilhabe in möglichst allen Kreisteilen umsetzen – sodass Bürgerinnen und Bürger in jedem Lebensalter von den digitalen Entwicklungen profitieren können.
Weitere Informationen zum „Netzwerk Digitale Teilhabe im Rheingau-Taunus-Kreis“, konkrete Ansprechpersonen vor Ort sowie hilfreiche Hinweise und Links unter:
https://gutversorgt.rheingau-taunus.de/fuer-das-leben-im-alter/digitale-hilfsmittel-und-technik/
