Präventionsarbeit zahlt sich aus: Rheingau-Taunus-Kreis gehört weiterhin zu den sichersten Regionen in Hessen
Allgemeine Polizeiangelegenheiten
RTK liegt auch 2025 auf einem der Spitzenplätze im hessenweiten Vergleich / Aufklärungsquote ist im RTK bei über 59 Prozent – überdurchschnittlich in Westhessen / Sicherheitsinitiative KOMPASS stärkt die Prävention im Kreis und ganz Hessen
Der Rheingau-Taunus-Kreis gehört, gemeinsam mit dem Hochtaunuskreis, weiterhin zu den sichersten Landkreisen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westessen. Auch im hessenweiten Vergleich nimmt der Kreis weiterhin eine Spitzenposition ein und liegt in der Kriminalitätsstatistik auf Platz vier.
Wie wird die Kriminalitätsstatistik errechnet?
Bei der Kriminalitätsstatistik wird die Anzahl der angezeigten Straftaten auf die Bevölkerung umgerechnet. Pro einhunderttausend Einwohner lässt sich so ein entsprechender Wert festlegen:
- Das Polizeipräsidium Westhessen (PP) liegt hier insgesamt bei 5.037 Straftaten auf 100.000 Einwohner.
- Das ist deutlich unter dem hessenweiten Wert, der bei 6.002 Straftaten auf 100.000 Einwohner kommt.
- Im Zuständigkeitsbereich des PP Westhessen erreicht der Rheingau-Taunus-Kreis den mit Abstand niedrigsten Wert von 3.036.
- Darauf folgt der Hochtaunuskreis mit einem Wert von 3.686.
- Das Polizeipräsidium Westhessen ist zuständig für: Wiesbaden, den RTK, den Main-Taunus-Kreis, den Hochtaunuskreis und Limburg-Weilburg.
Insgesamt zeigt die Kriminalitätsstatistik einen leichten Anstieg der Straftaten. Laut PP Westhessen ist dies vor allem auf eine Nacherfassung von Fällen aus 2022 und 2023 zurückzuführen. Im Detail weist die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 insgesamt 5.636 Straftaten im Rheingau-Taunus-Kreis aus. Dies entspricht einem leichten Anstieg um 213 Fälle im Vergleich zum Vorjahr.
Henning Schwethelm, Leiter der Polizeidirektion Rheingau-Taunus, erläutert: „Diese leicht angestiegenen Zahlen sind auch wegen eines verstärktes Anzeigeverhaltens der Menschen in der Region zustande kommen. Dies liegt vor allem an der intensiven Präventionsarbeit, die wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort leisten. Gerade in Schulen und gemeinsam mit Senioren wird stark am Thema Prävention gearbeitet und viel von uns für und mit der Bevölkerung getan.“
Aufklärungsquote steigt – RTK belegt auch hier Spitzenplatz
58,1 Prozent der erfassten Straftaten wurden durch die Polizei in Westhessen aufgeklärt. Das entspricht 2,7 Prozent mehr als im Jahr 2024. Im Rheingau-Taunus-Kreis ergibt sich sogar ein noch besserer Wert: 59,1 Prozent. Der hessenweite Durchschnitt liegt noch knapp darüber mit 61,1 Prozent.
Präventionsarbeit im RTK – Landkreis hat die meisten KOMPASS-Kommunen in Westhessen
KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die hessischen Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. Durch diese Sicherheitsinitiative des Landes, wird auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger gestärkt. Zwölf Kommunen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis sind bereits Teil von KOMPASS – der höchste Wert im Zuständigkeitsbereich des PP Westhessen.
Die Polizeidirektion des RTK setzt konsequent auf eine enge Verzahnung von Polizei, Kommunen und Bürgerschaft. Ziel ist es, Kriminalität frühzeitig zu erkennen und wirksam zu verhindern. Die kontinuierliche Stärkung von Präventionsmaßnahmen zeigt dabei Wirkung und trägt maßgeblich zur hohen Lebensqualität in der Region bei. Der Leiter der Polizeidirektion Rheingau-Taunus, Kriminaldirektor Henning Schwethelm, betont daher: „Präventions- und Ermittlungsarbeit im engen Schulterschluss mit der Bevölkerung zeigen Wirkung – der Rheingau-Taunus-Kreis bleibt auch weiterhin einer der sichersten Landkreise in Hessen.“
Es gibt eine Entwicklung, die Sorge bereitet – Landrat Zehner appelliert an die Bevölkerung
Straftaten gegen Einsatzkräfte sind leider keine isolierten Vorfälle mehr. Im Jahr 2025 wurden im Bereich des PP Westhessen 19 Personen aus dem Bereich Feuerwehr und Rettungsdienst sowie 630 Polizistinnen und Polizisten Opfer von Widerstand oder tätlichen Angriffen. Landrat Sandro Zehner sieht unsere Gesellschaft hier gefordert: „Es kann und es darf nicht sein, dass ausgerechnet die Menschen Angriffen ausgesetzt sind, die für unsere Gemeinschaft, für unser Miteinander und das Gemeinwohl hart arbeiten. Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste verdienen Lob, Anerkennung und Respekt. Hier müssen wir als Gesellschaft ganz genau hinschauen und dürfen nicht zulassen, dass solche Straftaten auch nur im Ansatz als hinnehmbar oder normal eingestuft werden. Das darf niemals Normalität sein, dafür müssen wir Alle uns gemeinsam einsetzen.“
Weiterführende Informationen zur Kriminalitätsstatistik:
Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für das Polizeipräsidium Westhessen | Polizei.hessen.de