„Nah versorgen – gut für morgen“: Tag der Regionen in Aarbergen-Rückershausen

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Kreisentwicklung

Rund 31 Stände von Direktvermarktern, Handwerksbetrieben, Vereinen und Initiativen präsentierten die Stärke der Region /

Landrat Sandro Zehner überreichte Leader-Bescheide für sieben Projekte im Kreisgebiet / Gesamtfördersumme des Tages: nahezu 650.000 Euro

 

Unter dem Motto „Nah versorgen – gut für morgen" verwandelte sich das Gelände rund um das Bürgerhaus in Aarbergen-Rückershausen am 6. September 2026 in einen lebendigen Regionalmarkt. Der „Tag der Regionen", der in eine bundesweite Aktion eingebettet ist, lockte bei gutem Wetter zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

Insgesamt 31 Stände fanden sich unter dem Dach des Bürgerhauses und auf dem Freigelände, mit einem Angebot von Blumen und Schmuck über Keramik, Seifen und Dienstleistungen bis hin zu Lebensmitteln aus regionaler Direktvermarktung. Standgebühren mussten die Ausstellenden im Sinne der lokalen Wirtschaftsförderung nicht zahlen. Organisiert wurde das Fest von den Gemeinden Aarbergen und Heidenrod gemeinsam. Heidenrod veranstaltet den „Tag der Regionen" bereits seit 2017, zuletzt dreimal zusammen mit Aarbergen, für Rückershausen war es die Premiere als Schauplatz.

Regionalität als Signal

Für Aarbergens Bürgermeisterin Marion Janßen geht es beim „Tag der Regionen" um mehr als um Verkaufsstände: Im Mittelpunkt stünden die Menschen, die Produkte, die Vereine und das Ehrenamt. Jede und jeder könne mit den eigenen Aufträgen ein kleines Signal setzen und zeigen, dass ihm oder ihr die Region nicht egal sei.

Neben den Ständen sorgte ein buntes Rahmenprogramm für Unterhaltung. Der Singkreis aus Aarbergen trat auf, die Kulturvereinigung Heidenrod stimmte auf ihr 30-jähriges Bestehen im Jahr 2027 ein, das mit einem Open-Air-Konzert am Barockhaus gefeiert werden soll. Ein soziales Thema brachte das „Netzwerk Wohnen" ein: Kerstin Andußies (Heidenrod) und Wilfried Schneider (Aarbergen) bieten gemeinsam mit einem Architekten Beratung für Menschen an, die in ihrer Wohnung an Grenzen stoßen, oft lassen sich Einschränkungen mit einfachen, praktischen Lösungen ausgleichen. Auch handwerkliches Können war zu bestaunen. Erwin Naujokat aus Hausen über Aar zeigte seine Modellschiffe in Glühbirnen und Flaschen. In seinem Modell der „Sovereign", einem englischen Schiff von 1637, stecken nach eigenen Angaben rund 3.000 Arbeitsstunden.

Landrat Sandro Zehner nutzte den Anlass, um Leader-Bescheide zu überreichen. Gefördert werden das Golfhaus in Bad Schwalbach, ein Radweg zwischen Esch und der Hammermühle, ein Lernort auf dem Wertstoffhof in Orlen, das Familienzentrum der evangelischen Kirche in Niedernhausen, Radtourismus im Untertaunus, der Dorfladen in Ramschied sowie die Rad-„Taunusrunde" in Hünstetten.

Heidenrods Bürgermeister Volker Diefenbach schloss sich mit Förderbescheiden für 17 kleinere Projekte an, die über das Leader-Regionalbudget unterstützt werden. Darunter der TuS Rückershausen, der nur wenige Schritte vom Festgelände entfernt einen Beachvolleyballplatz gebaut hat. Die Übergabe der Urkunden erfolgte durch den Verein Regionalentwicklung Taunus e. V. und wird aus Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023–2027 gefördert. 

Insgesamt belief sich die Fördersumme des Tages auf nahezu 650.000 Euro.