„Kinderschutz in der Medizin“ - Fortbildung im Kreishaus des RTK fördert Zusammenarbeit und Fachwissen

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Projekt Frühe Hilfen

Fokus auf Früherkennung von Kindeswohlgefährdung und konkrete Handlungssicherheit / Gesundheitsförderung auch bei den Kleinsten ist Schwerpunktthema unserer Arbeit / Medizin, Jugendhilfe und weitere Fachabteilungen kooperieren eng miteinander

 

Im Kreishaus in Bad Schwalbach hat am 11. März die Fortbildung „Kinderschutz in der Medizin“ stattgefunden. 15 Ärztinnen und Ärzte, Hebammen sowie weitere Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen im Bereich Kinderschutz zu vertiefen und sich fachlich auszutauschen. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus, insbesondere die praxisnahen Inhalte und der direkte Bezug zum Arbeitsalltag wurden hervorgehoben.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Fachdienst Gesundheitsförderung, Familie und Gleichstellung des RTK. Ziel war es, medizinisches Fachpersonal für Anzeichen von Kindeswohlgefährdung zu sensibilisieren und konkrete Handlungssicherheit im Umgang mit Verdachtsfällen zu vermitteln.

Einen zentralen fachlichen Impuls lieferte Prof. Dr. Marco Baz Bartels, der die Arbeit der Medizinischen Kinderschutzambulanz sowie des Childhood-Haus Frankfurt vorstellte und Zugangswege für betroffene Kinder und Jugendliche aufzeigte. Darüber hinaus wurden typische Verletzungsmuster bei körperlicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und Vernachlässigung thematisiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorstellung der Arbeit des Kinderschutzdienstes des Jugendamtes sowie der Beratung nach §8a durch den Rheingau-Taunus-Kreis. Der intensive Austausch machte deutlich, wie wichtig eine enge und gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal, Jugendhilfe und weiteren Fachstellen ist, um Kinder frühzeitig zu schützen und Familien gezielt zu unterstützen.

Der Rheingau-Taunus-Kreis plant, solche Fortbildungsangebote künftig regelmäßig anzubieten. Neben der fachlichen Qualifizierung bieten sie den Teilnehmenden auch die Möglichkeit, Weiterbildungspunkte zu erwerben und ihr berufliches Netzwerk weiter auszubauen.

Weitere Infos finden Sie in unserem Gesundheitsportal: Gut Versorgt