Herdenschutz & Wolfspopulation: Landschaftspflegeverband RTK bietet Online-Infoveranstaltungen im Februar und März an

|

Naturschutz, Landschaftsschutz, Gewässerschutz

Referentinnen und Referenten geben Praxistipps zum Herdenschutz / Förderung des Landes Hessen bei Bau und Unterhaltung von Zäunen auch im Fokus / Info-Veranstaltungen sind kostenlos und finden online statt

 

Der Landschaftspflegeverband Rheingau-Taunus möchte Weidetierhaltende unterstützen, ihre Tiere vor Wolfsübergriffen zu schützen und bietet mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege, dem Wolfszentrum Hessen und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) die Online-Infoveranstaltungen „Aktuelles zur Wolfspopulation in Hessen und den Herdenschutzmaßnahmen“ sowie „Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in Hessen“ an. 

Veranstaltung 1:

„Aktuelles zur Wolfspopulation in Hessen und den Herdenschutzmaßnahmen“ am 25. Februar von 18:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr

Luisa Traut vom Wolfszentrum Hessen (WZH) stellt die aktuellen Ergebnisse des wissenschaftlichen Wolfsmonitorings vor. Seit 2010 liefern hauptamtliche und ehrenamtliche Wolfsberater, aber auch Jäger und Bürger Fotos, Videos und Spuren an das Wolfszentrum. Dort werden sie von den erfahrenen Mitarbeitern des WZH überprüft, klassifiziert nach ihrer Güte und dann in das Monitoring aufgenommen. In den letzten zwei Jahren kam es zu einem deutlichen Rückgang der Wolfspopulation in Hessen, wie das Monitoring zuverlässig zeigt. 

Wölfe suchen sich einen geeigneten Lebensraum und verlassen ihr Territorium nur, wenn sie es müssen. Ihr territoriales Verhalten erleichtert das Monitoring, da sie in diesem Gebiet durch Fotofallen-Aufnahmen, Kot oder Risse sicher nachgewiesen werden können. Auf der Suche nach einem geeigneten Territorium können Wölfe mehrere 100 Kilometer wandern. Vor diesem Hintergrund ist der Schutz von Weidetieren auch außerhalb von Wolfsterritorien wichtig.

Wie lassen sich Weidetiere gegen Wolfsübergriffe schützen? Alexander Henz, Herdenschutzberater des LLH, erklärt, wie mit Elektrozäunen (hohe Schlagkraft durch gute Erdung und starke Batterie) Schafe und Ziegen geschützt werden können. Wenn Wölfe Nutztiere reißen, sind es fast zu 90% Schafe und Ziegen. Für den Schutz der gefährdeten kleinen Weidetiere gibt es in Hessen durch die Weidetierrichtlinie Fördermittel für Landwirte und auch für private Tierhalter von kleinen Herden ab zehn Tieren. 

Nicht nur Netzzäune schützen Schafe und Ziegen, auch Herdenschutzhunde, zusätzliche stromführende Litzen, ein Untergrabeschutz, Litzen mit Flatterband, eine sichere Unterbringung ab der Dämmerung z.B. in Nachtpferchen oder die Anwesenheit von Menschen oder Hirten senken das Risiko eines Übergriffes. Alexander Henz erläutert, wie diese Herdenschutzmaßnahmen in der Praxis für die Weidetierhaltenden aussehen und in den Alltag integriert werden können. 

Veranstaltung 2:

„Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in Hessen“ am 05. März von 18:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr

Eine zweite Online-Veranstaltung am 05. März zeigt die Fördermöglichkeiten für den Herdenschutz in Hessen über die Richtlinie Weidetierschutz und das Hessische Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Programm (HALM 2) auf. 

Jonathan Scharf vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt stellt die Antragstellung und die förderfähigen Maßnahmen vor. Nicht nur Material wie Zaun oder Batterie können gefördert werden, sondern auch der Unterhalt der Weidezäune und Herdenschutzhunde. Alexander Henz, Herdenschutzberater des LLH, wird die praktische Umsetzung der Herdenschutzmaßnahmen angepasst an verschiedene Weidetierarten erklären.

Die Referentinnen und Referenten beantworten im Anschluss an ihre Vorträge Fragen, die von den Teilnehmenden im Chat gestellt werden. Die Moderation übernimmt der DVL Hessen und der LPV Rheingau-Taunus e.V.

Die Veranstaltungen richten sich insbesondere an Weidetierhaltende; alle mit dem Thema Wolf und Weidetierhaltung befassten Akteure sind herzlich willkommen. Die Veranstaltungen sind kostenlos und finden als Webex-Videokonferenz statt.

Weitere Informationen und Beratung: Landschaftspflegeverband Rheingau-Taunus e.V.:

Maja Becker, Tel. 06124 / 510 301, E-Mail: info@lpv-rtk.de

Anmeldung bis zum 24.02.2026 für 

„Aktuelles zur Wolfspopulation in Hessen und den Herdenschutzmaßnahmen“ am 25.02.2026 von 18:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr

https://www.hessen.dvl.org/aktuelles/veranstaltungsdetails/onlineveranstaltung-aktuelles-zur-wolfspopulation-in-hessen

Anmeldung bis zum 04.03.2026 für 

„Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in Hessen“ am 05.03.2026 von 18:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr

https://www.hessen.dvl.org/aktuelles/veranstaltungen