Gemeinsames Statement der "Arbeitsgruppe Ultranet" zum Baubeginn der Ultranettrasse durch Amprion

|

Energie

Die Arbeitsgruppe Ultranet (dazu gehören die Hochschulstadt Idstein, die Gemeinden Niedernhausen und Hünstetten, die Kreisstadt Hofheim und der Rheingau-Taunus-Kreis) sehen den von der Amprion GmbH angekündigten Baubeginn der Ultranet-Trasse äußerst kritisch und mit großer Sorge. Die Arbeitsgruppe bewertet diesen Schritt als weiteren Beleg dafür, dass der Schutz der Menschen in der Region bei der Umsetzung der Gleichstromtrasse nicht im Vordergrund steht.

Der Verein Umweltschutz Taunus e.V. (UTeV) hatte im Dezember fristgerecht Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss der Bundesnetzagentur eingereicht und wird dabei von den betroffenen Kommunen und Landkreisen unterstützt. Wir möchten uns für diesen fortlaufenden Einsatz der Bürgerinitiative herzlich bedanken. Das jetzige Vorgehen von Amprion zeigt, dass selbst laufende Klagen nicht zum Umdenken führen und Gesundheitsrisiken, bürgerorientierter Dialog und ein konstruktives Miteinander weiterhin ignoriert werden.

Gelegenheit zum Dialog wurde durch die Arbeitsgruppe und die Bürgerinitiativen immer wieder geboten. In zahlreichen Gesprächen wurden der Bundesnetzagentur und Amprion mehr als zehn Trassenalternativen vorgeschlagen, die dann ohne weitere Rücksprache ausnahmslos verworfen wurden – entgegen einiger Signale, die im Austausch mit der BNetzA und Amprion zuvor an uns gesandt wurden.

Als kommunale Ebene stehen die Städte, Gemeinden und Landkreise weiterhin konsequent und entschlossen für die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger ein. Gesundheit, Naturschutz und Lebensqualität dürfen bei Planung und Durchführung einer solchen Ausbaumaßnahme nicht vernachlässigt werden, sondern müssen aus unserer Sicht immer an erster Stelle stehen.