Gemeinsam in die Zukunft der Gesundheitsversorgung: RTK und St. Josefs-Hospital Rheingau setzen auf stärkere Vernetzung
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Rheingau-Taunus-Kreis und St. Josefs-Hospital Rheingau starten Dialog zur Zukunft der sektorenübergreifenden Versorgungsstruktur / Fachveranstaltung bringt zentrale Akteure aus Medizin, Pflege und Verwaltung zur stärkeren Vernetzung zusammen / Ziel: bessere Zusammenarbeit, weniger Versorgungsbrüche und langfristig eine stabile, regionale Gesundheitsversorgung
Unter dem Titel „Zukunft der Versorgungsstruktur? – Regionale Unterstützung gemeinsam denken“ haben das Kompetenzzentrum Pflege des Rheingau-Taunus-Kreises und das St. Josefs-Hospital Rheingau am 18. März eine gemeinsame Fachveranstaltung durchgeführt. Ziel des Treffens war es, die Akteure des Gesundheitswesens im Landkreis stärker zu vernetzen und gemeinsam an Lösungen für die zukünftige Versorgung zu arbeiten.
Die Veranstaltung markiert den Auftakt eines langfristig angelegten Prozesses, bei dem die Zusammenarbeit zwischen Medizin, Pflege und weiteren Beteiligten im Gesundheitswesen intensiviert werden soll. Im Mittelpunkt standen dabei Lösungen und neue Wege der Zusammenarbeit, die die großen Herausforderungen der Branche erforderlich machen: demografischer Wandel, Fachkräftemangel, steigende Anforderungen und die Auswirkungen der Gesundheitsreform. Um diesen Herausforderungen zu begegnen bedarf es einer engen Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure.
Auch Priv.-Doz. Dr.med. Markus Schubert, Chefarzt der Inneren Medizin und Ärztlicher Direktor, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Wir werden heute keine allumfassende Lösung präsentieren können. Vielmehr geht es darum, Knackpunkte zu identifizieren und gemeinsam Wege zu entwickeln. Klar ist: Kein Akteur der regionalen Versorgungsstruktur kann diese Herausforderungen allein bewältigen, wir müssen zusammenarbeiten.“
Landrat Sandro Zehner hob die zentrale Rolle funktionierender Netzwerke hervor: „Wir brauchen diese Zusammenarbeit, um eine optimale Versorgung sicherzustellen. Wir müssen uns nachhaltig und resilient aufstellen und das gelingt nur gemeinsam.“
Im Rahmen der Veranstaltung wurden verschiedene Aspekte der zukünftigen Versorgungsstruktur beleuchtet, von der Krankenhausreform über die sektorenübergreifende Zusammenarbeit bis hin zu konkreten Fallbeispielen aus der Praxis. Ein besonderer Fokus lag auf der Verbesserung der Schnittstellen zwischen familiärer und professioneller Pflege, der klaren Verteilung von Verantwortung sowie einer transparenten Kommunikation zwischen allen Beteiligten.
Hintergrund der Veranstaltung ist unter anderem die bestehende Kooperation zwischen dem Kompetenzzentrum Pflege und dem Sozialdienst des St. Josefs-Hospitals Rheingau, die seit Ende 2023 insbesondere im Bereich Entlassungsmanagement und Pflegeberatung eng zusammenarbeiten. Ziel ist es, die häusliche Versorgung nach einem Krankenhausaufenthalt zu sichern und Versorgungsbrüche sowie unnötige Wiedereinweisungen zu vermeiden.
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Formate wie diese Veranstaltung eine wichtige Grundlage für ein besseres Miteinander im Gesundheitswesen bilden. Der Rheingau-Taunus-Kreis und das St. Josefs-Hospital Rheingau wollen den begonnenen Dialog fortsetzen und die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen überführen.
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