Erfolge feiern und Ehrenamt sichtbar machen: RTK und Sportkreis feiern die Sportlerehrung 2026 im Kloster Eberbach

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Sport

57 Einzelsportlerinnen und -sportler sowie 6 Mannschaften ausgezeichnet / 18 Ehrennadeln für mindestens zehn Jahre Arbeit im Verein / Landrat Zehner und Sportkreisvorsitzender Jestaedt danken Trainerinnen, Trainern und Vorständen

Mit einer feierlichen Sportlerehrung im Laiendormitorium des Klosters Eberbach hat der Rheingau-Taunus-Kreis gemeinsam mit dem Sportkreis Rheingau-Taunus seine erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet – und die Menschen, ohne die es diese Erfolge gar nicht gäbe: die Ehrenamtlichen in den Vereinen.

Geehrt wurden 57 Einzelsportlerinnen und -sportler sowie sechs Mannschaften für herausragende Leistungen in einer beeindruckenden Bandbreite an Sportarten – von Hessen- über Deutsche bis hin zu Europameistertiteln. In nahezu jeder Sportart und in jeder Altersklasse wurde in diesem Jahr auf hohem Niveau trainiert und gewonnen.

Nach der Begrüßung durch Markus Jestaedt und Landrat Sandro Zehner folgten Grußworte der Hessischen Sportbeauftragten Ann Kathrin Linsenhoff und vom Vorstandsmitglied der Stiftung Kloster Eberbach, Sebastian Macho. Dann wurden zunächst die Einzelsportlerinnen und -sportler geehrt. Für Sport „live“ bei der Sportlerehrung sorgten der Reit- und Voltigierverein Idstein sowie die Tänzerin Lina Lehmann, bevor im Anschluss die Ehrennadeln, die Sportabzeichen und schließlich die Mannschaften ausgezeichnet wurden.

Genauso im Mittelpunkt stand die Arbeit hinter den Kulissen. 18 Ehrennadeln gingen an Menschen, die seit Jahren Vorstands-, Abteilungs- oder Übungsleiterarbeit leisten. Die Sport-Ehrennadel des Rheingau-Taunus-Kreises setzt mindestens zehn Jahre Tätigkeit in einem Verein voraus – hinter den 18 Auszeichnungen dieses Abends stehen damit mindestens 180 Jahre ehrenamtliche Arbeit. Hinzu kamen 16 Auszeichnungen rund um das Deutsche Sportabzeichen, je acht für Schulen und für Vereine.

Vereinssport ist für den gesamten Rheingau-Taunus-Kreis ein großes Thema: Rund 41 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner des RTK sind Mitglied in einem Sportverein. Der Sportkreis Rheingau-Taunus betreut rund 270 Vereine in allen 17 Städten und Gemeinden zwischen Rheingau und Untertaunus. Getragen wird dieses Angebot fast vollständig von Ehrenamtlichen: von den Trainerinnen und Trainern an der Seitenlinie über die Schieds- und Kampfrichter bis zu den Vorständen, die Hallenzeiten planen, Zuschüsse beantragen und Vereinsfeste auf die Beine stellen.

Landrat Sandro Zehner erklärt: „Im Sport und im Ehrenamt gibt es nie die eine perfekte Lösung, aber es gibt immer Menschen, die alles möglich machen. Genau die sitzen heute Abend hier: die Übungsleiterin, die dienstags um fünf die Halle aufschließt, der Kassenwart, der abends Belege sortiert, der Trainer, der am Wochenende sein Auto vollpackt und die Mannschaft zum Auswärtsspiel 

fährt. Ohne sie gäbe es keine einzige Medaille, keinen Titel und keine Platzierung. Vier von zehn Menschen bei uns sind Mitglied in einem Sportverein und wir verstehen uns als Partner der Vereine: Wir unterstützen die Übungsleiterinnen und Übungsleiter und wir fördern den vereinseigenen Sportstättenbau. Was diese Sportfamilie leistet, geht weit über den „Sport“ hinaus. Hier entstehen Zusammenhalt und Teamplay, wie nebenbei läuft hier Gesundheitsförderung und Prävention. Das hält unsere Gesellschaft zusammen und stärkt sie – im Rheingau, im Untertaunus und weit über unsere Kreisgrenzen hinaus.“

Sportkreisvorsitzender Markus Jestaedt: „Mich beeindruckt jedes Jahr aufs Neue, mit welcher Bandbreite an Sportarten und mit welchem Einsatz unsere Sportlerinnen und Sportler bei uns im Kreis unterwegs sind. Der Applaus gehört an diesem Abend aber genauso denen, die sonst selten im Rampenlicht stehen. In unseren Vereinen wird Woche für Woche trainiert, organisiert, gepfiffen, gerechnet und aufgeräumt – freiwillig, neben Beruf und Familie. Ein Selbstläufer ist das nicht: Viele Vorstände suchen Nachfolgerinnen und Nachfolger, viele Abteilungen suchen Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Wer sich fragt, wo man bei uns im Kreis wirklich etwas bewegen kann – hier kann man es. Und man bekommt mehr zurück, als man hineingibt.“

RTK-Sportdezernent Hans Rodius ergänzt: „Es ist für mich unglaublich wichtig, den Blick auf den Sport direkt vor Ort zu lenken. Daran sieht man auch, wie aus Breitensport ganz schnell Spitzensport werden kann. Die Leistungen in manchen weniger bekannten Sportarten sind absolut beachtlich und ich finde es wunderbar, das hier alle Sportarten im Blickpunkt stehen. Denn das haben die Sportlerinnen und Sportler und die Vereine mehr als verdient.“

Für die Vereine geht die Arbeit nach dieser Sportlerehrung unmittelbar weiter – und mit ihr die Unterstützung durch den Kreis. Der Rheingau-Taunus-Kreis bezuschusst die Beschäftigung ausgebildeter Übungsleiterinnen und Übungsleiter, fördert den vereinseigenen Sportstättenbau und die Anschaffung langlebiger Sportgeräte. Über den Wettbewerb „Zukunft Sportvereinsarbeit“ können Vereine weitere Zuschüsse für innovative Vereinsarbeit, für die Digitalisierung und für neue Wege der Mitgliedergewinnung erhalten. Und wer sich mehr als fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich engagiert, kann die Ehrenamts-Card des Landes Hessen beantragen, die im Kreis und hessenweit Vergünstigungen bietet.

 

Mehr Informationen zur Sportlerehrung des Rheingau-Taunus-Kreises:

www.rheingau-taunus.de/informieren-beantragen/tourismus-kultur-sport/sport/sportlerehrung/

Mehr Informationen zur Sportförderung des Rheingau-Taunus-Kreises:

www.rheingau-taunus.de/informieren-beantragen/tourismus-kultur-sport/sport/sportfoerderung/

Mehr Informationen zum Ehrenamt und zur Ehrenamts-Card im Rheingau-Taunus-Kreis:

www.rheingau-taunus.de/aktuelles/karriere-beim-rtk/ehrenamt-und-vereine/

 

Sportlerehrung 2026 im Kloster Eberbach.

Sportlerehrung 2026 im Kloster Eberbach.