Ein „FachWerk-Löwe“ wird zukünftig den Eingangsbereich des Kreishauses zieren

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Kultur

Künstlerisch gestaltete Löwenskulptur vom Rheingau-Taunus-Kulturfonds mit Kulturpreis ausgezeichnet / Im Entwurf wird das traditionelle Fachwerk der Region aufgegriffen / Realisierung und Enthüllung der Figur zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen

 

Der Kulturpreis Spezial 2025 „Kunst am Bau“ des Rheingau-Taunus Kulturfonds e. V. geht an den Grazer Künstler Maximilian Schwarzlmüller für seinen Entwurf „Der FachWerk-Löwe“. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury eine künstlerische Arbeit, die künftig als Kunst-am-Bau-Objekt am Kreishaus des Rheingau-Taunus-Kreises realisiert werden soll.

Die Kulturbeauftragte des Rheingau-Taunus-Kreises, Sabine Stemmler-Heß, betonte anlässlich der Preisverleihung in der Kreisverwaltung in Bad Schwalbach die besondere Bedeutung des Entwurfs: „Mit dem ,FachWerk-Löwen‘ erhält unser Kreishaus ein markantes Kunstwerk, das regionale Identität, architektonische Tradition und zeitgemäße Gestaltung auf überzeugende Weise miteinander verbindet. Der Entwurf zeigt, wie Kunst, Verwaltung und Öffentlichkeit miteinander in Dialog treten können und macht das Kreishaus zu einem Ort, an dem Kultur sichtbar und erlebbar wird.“

Mit dem prämierten Entwurf überführt der Künstler Maximilian Schwarzlmüller die zweidimensionale Silhouette des Kreiswappens in eine zeitgemäße, plastische Skulptur. Überzeugt zeigte sich die Jury insbesondere von der klaren Formensprache sowie der gelungenen Verbindung von Regionalität und zeitgenössischer Gestaltung. In der Jurybegründung heißt es:

„Es liegt ein schöner, markanter Entwurf im repräsentativen Format und in angemessener Größe vor. Durch den hohen Abstraktionsgrad der Figur wird dem Betrachter ein Interpretationsraum eröffnet. In der vorgeschlagenen schrägen Positionierung lädt der Löwe die Besucherinnen und Besucher des Kreishauses zum Eintritt ein.“

Die Skulptur greift mit ihrer offenen, linearen Struktur das traditionelle Fachwerk der Region auf und nimmt zugleich mit ihrer Materialität die Farbwirkung des heimischen Schiefers auf. Auf diese Weise verbindet das Werk Architekturzitat, Identitätssymbol und moderne Kunst. Das Preisgeld wird vom Rheingau-Taunus Kulturfonds e. V. gestiftet, der auch die Preisverleihung organisiert hat. Die Enthüllung der realisierten Skulptur ist zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Mit dem Kulturpreis Spezial 2025 knüpft der Rheingau-Taunus Kulturfonds an die pandemiebedingt unterbrochene Tradition der Preisvergabe an. Die Sparte „Kunst am Bau“ markiert bewusst den Wiedereinstieg und soll den kulturellen Dialog im Landkreis erneut beleben. Erstmals wurde der Preis an einen Künstler mit Wohnsitz außerhalb des Rheingau-Taunus-Kreises vergeben. Da aus dem Landkreis selbst keine Einreichungen vorlagen, entschied sich die Jury einstimmig für den Entwurf des Grazer Künstlers.