Bürgerinformation: Zweimotoriges Flugzeug startet wieder Messflüge im Rhein-Main-Gebiet

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Energie

Nach witterungsbedingter Pause wird Forschungsprojekt zum Thema Energiegewinnung fortgesetzt / Ziel ist es, geologischen Untergrund zu erforschen und neue Daten für Energiewende zu gewinnen / Flugzeit ist von 23 bis 5 Uhr, Flughöhe liegt bei 300 bis 600 Meter

Die Messflüge, mit denen der Forschungsverbund GeoProH einen wissenschaftlichen Blick unter die Erdoberfläche werfen will, werden nach einer witterungsbedingten Pause fortgesetzt. Ab dieser Woche nimmt das speziell ausgerüstete Messflugzeug wieder seine Arbeit auf und wird voraussichtlich bis Ende Mai 2026 die Datenaufnahme abschließen.  Auch der RTK wird dabei überflogen, allerdings nur in Randgebieten des Idsteiner Lands. Das Land Hessen unterstützt die Umsetzung dieser flugzeuggestützten geophysikalischen Forschung, die perspektivisch der langfristigen Energieversorgung der Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen der betroffenen Kommunen im Untersuchungsgebiet dienen kann.

Worum geht es in dem Projekt?

Gemessen wird das natürliche Schwere- und Magnetfeld der Erde. Mit den Daten kann man unterscheiden, wie durchlässig Gestein ist oder wo sich Gesteinsarten, wie beispielweise Vulkangestein befinden. So lässt sich herausfinden, wo Erdwärme besonders gut genutzt werden kann. GeoProH untersucht dazu den Untergrund des Oberrheingrabens, um ein genaueres Bild der dortigen geologischen Strukturen zu erhalten. Wichtig: Die Messungen erfassen ausschließlich passive Daten und können so weder Menschen noch Tieren oder der Umwelt in irgendeiner Weise schaden.

Wie wird gemessen?

Die Messungen erfolgen mit einer speziell ausgerüsteten zweimotorigen DC-3, die den Untersuchungsbereich in einem engmaschigen Raster überfliegt:

  • Höhe der Flüge: ca. 300 bis 600 Meter
  • Abstand der Fluglinien: rund 500 Meter
  • Messgebiet: von Bad Nauheim bis Lampertheim
  • Messzeiten in Hessen: nächtlich von 23:00 bis 05:00 Uhr (bedingt durch den Flugbetrieb am Rhein-Main-Airport)
  • Die Durchführung der Messflüge ist stark von den aktuellen Wetterbedingungen abhängig.

Während der nächtlichen Flüge kann gelegentlich ein leises Brummen der DC-3 zu hören sein, da es sich um eine Propellermaschine handelt. Das Projektteam bittet dafür um Verständnis. Diese für die Energieversorgung der Zukunft sehr wichtigen Daten lassen sich nur mit diesen Messflügen gewinnen.

Wer steckt hinter GeoProH?

Hinter dem Projekt steht ein Verbund aus Vulcan Energy, OMV, Eavor GmbH, der Stadt Frankfurt am Main sowie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Wo gibt es weitere Informationen? 

Den aktuellen Stand der Untersuchungen sowie weitere Hintergrundinformationen finden Sie auf der Projektseite von Vulcan Energy „Natürlich Hessen“ sowie auf der Website der LandesEnergieAgentur Hessen GmbH “Geothermie“.