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Datum:08.10.2021
Kategorie: Kreisentwicklung
Autor: Pressestelle

Wirtschaftsdialog stellt die Personalgewinnung in den Fokus

Landrat Frank Kilian beim Wirtschaftsdialog zum Thema Personalgewinnung und Arbeitsmarktstrategie in der Silberbachhalle in Taunusstein-Wehen.

Der Rheingau-Taunus-Kreis hat regionale Unternehmen zum Thema „Personalgewinnung und Arbeitsmarktstrategie“ eingeladen

Der Wirtschaftsdialog des Rheingau-Taunus-Kreises ist eine Veranstaltungsreihe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die hiesigen Unternehmen und Handwerksbetriebe zusammenzubringen, sie besser untereinander zu vernetzen und mit Vertretern der Kammern, der Verbände und Institutionen über aktuelle Brennpunkte auf dem Arbeitsmarkt ins Gespräch zu kommen. So stand bei der dritten Veranstaltungsreihe, die in der Silberbachhalle in Taunusstein-Wehen stattgefunden hat, das Thema Personalgewinnung und Arbeitsmarktstrategie im Vordergrund.

Gerade die Suche nach geeignetem Personal und dessen Bindung an das Unternehmen ist von existentieller Bedeutung für viele Arbeitgeber quer durch sämtliche Branchen, deren Problemlage sich im Zuge der Corona-Pandemie noch zusätzlich verschärft hat. Auch wenn die Arbeitslosenquote des Rheingau-Taunus-Kreises mit Stand von September 2021 exakt 4,0 Prozent beträgt und damit weit unter den Quoten von Land und Bund liegt, haben auch die Unternehmen in der Region mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. „Daher ist es unser Bestreben, den Wirtschaftsstandort Rheingau-Taunus noch attraktiver zu machen – sowohl für Arbeitgeber als auch für die Menschen hier vor Ort“, betont Frank Kilian, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises. „Die im Vergleich relativ geringe Anzahl an Arbeitslosen in der Region bedeutet aber auch, dass nur eine überschaubare Anzahl an Arbeitskräften auf dem freien Markt zur Verfügung steht und nicht alle davon besitzen die gewünschten Qualifikationen“, erklärt Landrat Kilian. Stellt sich die Frage, wie geeignetes Personal auf dem Markt gefunden werden kann und wie attraktive Arbeitgeber für Bewerberinnen und Bewerber überhaupt sichtbar werden?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat der von der Stabsstelle Kreisentwicklung des Rheingau-Taunus-Kreises organisierte Wirtschaftsdialog Referenten auf die Bühne gebeten. Dr. Christa Larsen, Geschäftsführerin des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt (IWAK), hat die Erstellung einer Arbeitsmarktstrategie wissenschaftlich begleitet und befasst sich mit den Perspektiven der Personalgewinnung. Sie macht deutlich, dass junge Arbeitskräfte heute ganz andere Anforderungen an ihren Arbeitsplatz stellen als früher, dass geeignete Kandidatinnen und Kandidaten nicht mit einem flotten Dienstwagen zu gewinnen sind, sondern sich am meisten freuen über eine ausgewogene Work-Life-Balance und möglichst wenig Pendler-Kilometer. Das bedeutet auch, dass Bewerbende immer häufiger ganz gezielt nach einem Arbeitsplatz in ihrer Region suchen – ein Trend, den die Corona-Pandemie und das vermehrte Homeoffice-Angebot forciert hat.

Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hat die STaTa GmbH in Taunusstein ein breit gefächertes Service-Angebot rund um die Themen Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung auf die Beine gestellt. Dazu gehört ein Online-Portal, das Stellenangebote ausschließlich aus der Region Untertaunus bereitstellt und somit die Personalgewinnung hiesiger Unternehmen für Arbeitssuchende aus der Region vereinfacht. „Wir haben im Untertaunus circa 55.000 sozialversicherungspflichtige Angestellte, davon müssen 44.000 auspendeln“, erklärt Robert Rustler von der STaTa. „Wir wollen mit unserem regionalen Arbeitgeber-Portal die Suche nach Arbeitsplätzen in der Region vereinfachen, attraktive Arbeitgeber sichtbar machen und den Unternehmen zur Seite stehen, um auch weiterhin für ihre Arbeitskräfte attraktiv zu bleiben. Dazu gehört zum Beispiel auch ein Angebot von Seminaren, Fachveranstaltungen und Workshops, die die Unternehmen für ihre Fachkräfte hier vor Ort buchen können.“

Um in der heutigen angespannten Arbeitsmarktsituation geeignetes Personal zu finden, müssten Unternehmen auch abseits des Mainstreams auf Suche gehen. „Kreativ sein in der Personalbeschaffung“, nennt dies Personalmanagementberaterin Ursula Dökel und meint damit, auch in Randbereichen des Arbeitsmarktes nach potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten Ausschau zu halten. „Quereinsteigende können für einen Betrieb aufgrund ihrer Erfahrung sehr nützlich sein“, betont Dökel auch in Hinblick auf die durch Corona frei gewordenen Arbeitskräfte und ergänzt: „Bewerbern mit Handicap oder Bewerbern 50+ wird oftmals nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt – zu unrecht. Auch Studierende, die mit ihrem Studium unzufrieden sind, sich aber ohne Abschluss nicht in eine Bewerbung trauen, können geeignete Kandidatinnen oder Kandidaten sein – man muss sie nur finden.“
Weitere Infos und die Agenda des Wirtschaftsdialoges finden Interessierte unter www.zusammen-zukunft.de.

Foto: Landrat Frank Kilian beim Wirtschaftsdialog zum Thema Personalgewinnung und Arbeitsmarktstrategie in der Silberbachhalle in Taunusstein-Wehen.

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