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Datum:25.07.2022
Kategorie: Integration
Autor: Pressestelle

Sprache ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe

Die Kursteilnehmerinnen mit Dozentin Manuela Szender.Die Kursteilnehmerinnen mit Dozentin Manuela Szender.

WIR-Koordination weist auf neues Angebot hin / Sprachcafé „Deutsch 4U“ im Familienzentrum MüZe in Taunusstein

„Sprache ist der Schlüssel zu Teilhabe beruflich wie privat, um andere verstehen, aber sich auch selbst verständigen zu können“, betont die WIR-Koordinatorin Christine Knapp-Aschberger. Durch die gemeinsame Sprache fühlt sich jeder verstanden. „Das Erlernen der Sprache des Landes, in dem man lebt, ist somit essenziell“, so die WIR-Koordinatorin, die gemeinsam mit Landrat Frank Kilian auf ein neues Angebot verweist: Seit dem 20. Juni 2022 gibt es das Sprachcafé für Frauen im MüZe - Familien- und Mütterzentrum in Taunusstein.  Das Angebot ist eine Kooperation der WIR-Koordination des Rheingau-Taunus-Kreises mit vhs Rheingau-Taunus e.V. und MüZe.

16 Frauen aus vielen verschiedenen Ländern lesen, schreiben, lernen Grammatik, notieren Vokabeln und „sprechen, sprechen, sprechen…“. Es ist ganz wichtig, dass die Frauen das Gelernte umsetzen und dass bedeutet, dass sie kommunizieren müssen“, berichtet Christine Knapp-Aschberger: „Die Münder stehen nicht mehr still und das ist gut so!“ Inhaltlich geht es dabei immer um die Alltagsthemen der Frauen – entlang der Themen, die die Frauen tagtäglich beschäftigen. Durch die Praxis erlernen sie die deutsche Sprache.

Was ist, wenn der Zugang zu „diesem entscheidenden Schlüssel“ fehlt, weil dies die aktuelle Lebenssituation fast unmöglich macht? Gründe für einen erschwerten Zugang zum Schlüssel „Sprache“ können ganz verschiedene sein, erläutert die WIR-Koordinatorin und weiter: „Das kann mit dem Aufenthaltstitel zu tun haben, der einen Zugang zum Integrationskurs nicht ermöglicht. Das kann die familiäre Situation sein. Da es keine Sprachkurse mit Kinderbetreuung gibt, können Frauen mit kleinen Kindern, die noch nicht in Krippe oder Kita sind, nicht am Sprachkurs teilnehmen. Auch die Bring- und Abholzeiten bei Kita und Schulbesuch der Kinder können der Teilnahme an einem regulären Kurs im Wege stehen.“
 
„Es war aber letztlich nicht schwer, die Teilnehmerinnen für das Sprachcafé zu finden“, so Christine Knapp-Aschberger, Koordinatorin im Projekt ‚Teilhabe an der Gesellschaft im Rheingau-Taunus-Kreis – Frauen im interkulturellen Kontext‘, des Rheingau-Taunus-Kreises, „die meisten Frauen sind uns aus der seit nunmehr drei Jahren bestehenden Gruppe geflüchteter Frauen in Taunusstein bekannt.“.
Über den regelmäßigen Kontakt zu den Frauen ist auch der Bedarf an einem niedrigschwelligen Sprachkursangebot für junge Mütter deutlich geworden. Daraus entwickelte sich die Idee für Sprachcafé für Frauen im MüZe - Familien- und Mütterzentrum in Taunusstein  
 
Das Teilhabeprojekt wird über das Land Hessen gefördert. Eine zweite Frauengruppe, im Rahmen dieses Projektes, gibt es in Bad Schwalbach. „Ich möchte Deutsch lernen, aber meine Tochter ist noch klein und kein Kurs passt für mich“, berichtet Saeideh Sadat, Mutter von vier Kindern, das jüngste gerade zwei Jahre alt. Sie ist 2015 aus Afghanistan gekommen. Afghanistan galt bis vor kurzem als sicheres Herkunftsland. Somit hatten die Geflüchteten von dort keinen Anspruch auf einen Integrationskurs. Das hat sich nun geändert. Allerdings gilt das immer noch nicht für diejenigen Geflüchteten, die unter das Dublin-Abkommen fallen. Knapp-Aschberger:“ Und das sind viele.“
 
Manal, 2015 mit ihrer Familie aus Syrien geflohen, stellt fest: „Ich finde es gut, dass wir hier im Sprachcafé über viele Dinge sprechen, die wir im Alltag brauchen und dazu die Vokabeln lernen. Und weil wir aus vielen verschiedenen Ländern kommen, müssen wir nur deutsch miteinander sprechen.“ Nanati, 2015 aus Äthiopien geflohen, ist alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern. Die Betreuungszeiten der Kinder haben bisher die Teilnahme an einem Sprachkurs unmöglich gemacht. Das Sprachcafé bietet ihr einen Einstieg. Sie hofft im nächsten Jahr einen Integrationskurs machen zu können.

Einmal in der Woche, Montagsvormittags, von 9 bis 12.15 Uhr, sitzen im Sprachcafé nun 16 Frauen, zwei bis drei von ihnen mit einem Baby im Kinderwagen und lernen, unter Anleitung der Dozentin Manuela Szeder Deutsch.

Foto: Die Kursteilnehmerinnen mit Dozentin Manuela Szender.

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