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Datum:17.01.2012
Kategorie: Bahnlärm
Autor: Pressestelle

Keine Ruhephasen für die Bahn AG

Landrat Albers: Region verstärkt den Kampf gegen den Bahnlärm im Mittelrheintal / Minister Roger Lewentz stellt am 6. Februar Pläne für Alternativtrasse vor

"Wir dürfen der Bahn AG keine Ruhephasen gönnen", betonte Landrat Burkhard Albers bei einem Treffen der Bahnlärm-Gegner im Rathaus von Geisenheim. Dort kamen 20 Vertreter der sechs Landkreise und Kommunen im Rheingau und im Mittelrheintal, der Bürgerinitiativen gegen den Bahnlärm sowie die Vorsitzenden des Zweckverbandes Rheingau (Bürgermeister Manfred Kohl) und des Rheingaubundes gegen den Bahnlärm (Kreisbeigeordneter Karl Ottes) zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

"Wir haben zwei Veranstaltungen ins Auge gefasst, die noch im ersten Halbjahr 2012 stattfinden werden", berichtete der Landrat. Zunächst kommt der zuständigen Minister für Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, am Montag, 6. Februar 2012, ab 18.00 Uhr, ins Hotel Frankenbach - Mainzer Hof in Eltville. Lewentz wird das Konzept des Landes Rheinland-Pfalz für eine Alternativstrecke für den Güterverkehr erläutern. Zu Beginn um 18.00 Uhr zeigt der Journalist Christoph Würzburger seinen Film "DurchZug - Lärmterror im Rheintal" und gibt dazu einige Erläuterungen.

Im Mai soll zudem eine zentrale Veranstaltung in Rüdesheim durchgeführt werden, bei der gegen den unerträglichen Bahnlärm durch Güterzüge erneut demonstriert wird. "Denn - wie die aktuelle Berichterstattung deutlich macht - es werden nur Versprechungen von der Bahn AG und dem Bundesverkehrsministerium gemacht: Umgesetzt wird überhaupt nichts", so mehrere Teilnehmer der Runde, die über diese Hinhaltetaktik der Bahn wie der Bundesverkehrsministers inzwischen verbittert sind. "Unsere Region muss den Kampf gegen den gesundheitsgefährdenden Bahnlärm noch weiter intensivieren, damit wir in Berlin Gehör finden."

Weder Bundesverkehrsminister oder der Bahn-Chef nehmen die gravierenden Auswirkungen des Bahnlärms für die Menschen im Rheingau und im Mittelrheintal wahr. Die Anwohner werden 24 Stunden lang von einem Lärmpegel bis über 104 Dezibel in der Stunde beschallt. Albers: "Da verbleibt keine Zeit für Erholung, für Ruhephasen für die Menschen an der Bahnstrecke, die diese aber dringend benötigen." Immer mehr Menschen fliehen vor diesem unerträglichen Lärm und den Erschütterungen, die von den tonnenschweren Waggons verursacht werden und die für Schäden an den Häusern sorgen. "Wir sollten Herrn Bundesverkehrsminister Dr. Ramsauer ein Haus in Lorchhausen zum Wohnen anbieten - dann erfährt er hautnah die Konsequenzen seiner Politik", so der Landrat. Ramsauer könne sich dann an der Schönheit der Landschaft ergötzen und gleichzeitig die jede Lebensqualität zerstörende Kraft der Güterzüge erleben.

Laut dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative (BI) im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn, Willi Pusch, wächst die Betroffenheit unter den Menschen entlang des 200 Kilometer langen Korridors an der Rheintalstrecke vom Rheingau bis Bonn. Im Bereich Neuwied/Königswinter sei eine BI in Gründung befindlich. "Die Menschen sind inzwischen sensibilisiert und das Problembewusstsein wächst ständig", so Pusch. Auch die ständigen Vertröstungen, die bewusste Hinhaltetaktik von Bund und Bahn trage dazu bei, dass sich immer mehr Menschen entlang der Bahnstrecke im Rheintal den Forderungen der BIs anschließen. So forderten dann auch Albers und der Welterbedezernent Karl Ottes einmütig, für eine Verlagerung des Güterverkehrs aus dem Rheintal einzutreten. "Dies ist die einzige Chance, den Bahnlärm aus dem engen Tal zu verdammen", betonte Ottes.

Die immer weiter steigende Lärmbelastung bis über 104 Dezibel, die von Güterzügen gerade nachts verursacht werden, die angekündigten Verlängerungen der Güterzüge bis auf etwa 1,5 Kilometer Länge und die immer kürzeren Intervalle zwischen den Zügen forderten nun ein entschiedenes Handeln der Region. Wenn der Gotthard-Tunnel geöffnet sei und die Güterzüge zwischen Rotterdam und Genua durch den Rheingau und das Mittelrheintal donnerten, sei es für Proteste zu spät. "Wir müssen jetzt und vor allem laut und deutlich ein Zeichen gegen den Bahnlärm setzen", so der Landrat. Deshalb müssten alle Betroffenen die Arbeit der Bürgerinitiative tatkräftig unterstützen und bei den geplanten Veranstaltungen mit ihrer Anwesenheit ein Zeichen setzen.

Das Echo der Veranstaltung müsse in Berlin bei den Verantwortlichen von der Bahn AG hörbar sein und deutlich machen, dass die Region es sich nicht länger gefallen lässt, dass Vertreter der Bahn AG und des Bundesverkehrsministeriums "schöne Sonntagsreden halten", letztendlich sich aber gar nichts tut. "Die Menschen in der Region sind der Versprechen überdrüssig."

 

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