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Datum:13.06.2019
Kategorie: Integration
Autor: Pressestelle

„Integration ist eine Aufgabe, die uns auch in den kom­menden Jahren beschäftigen wird!“

Drei Projekte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wurden von den Vertreterinnen und Vertretern der Träger während der Regionalkonferenz vorgestellt.

Regionalkonferenz „Integration gestalten - Strukturen erarbeiten“ des Hessischen Sozialministeriums / Drei Projekte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wurden vorgestellt

Die klare Botschaft, die von der Regionalkonferenz „Integration gestalten - Strukturen erarbeiten“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ausging, ist eindeutig: „Integration ist eine Aufgabe, die uns auch in den kommenden Jahren beschäftigen wird!“ Deshalb gewinnt die Weiterentwicklung aber auch der Aufbau von Netzwerken, die Präsentation von erfolgreichen Projekten aus den Kommunen und der Erfahrungsaustausch unter den Akteuren - etwa den WIR-Koordinatorinnen und Projektteilnehmern - an Bedeutung. „Die Regionalkonferenz mit ihrem Markt der Möglichkeiten, der Podiumsdiskussion und den Vorträgen hat als Plattform zum Austausch für jene, die in der Integrationsarbeit vor Ort tätig sind, eine wichtige Funktion“, betont Susanne Schneider von der Stabstelle „Integration und Projektakquise“ der Kreisverwaltung. „Wir hören so frühzeitig, welche Ideen und Planungen es im Ministerium gibt“, so WIR-Koordinatorin im Kreis, Christine Knapp-Aschberger.

Der Rheingau-Taunus-Kreis war bei der Konferenz in Wiesbaden gleich mit drei Projekten vertreten, wie Susanne Schneider nicht ohne Stolz verkündete: „Zwei davon sind direkt aus der Integrationsstrategie des Kreises hervorgegangen, die vor knapp drei Jahren erarbeitet wurde. Schon 2016 arbeitete die Philipp-Kraft-Stiftung an der Integrationsstrategie mit “ Das Projekt „Interkulturelle Frauenräume“ mit dem Motto „Raus aus den Unterkünften, aus der Isolation, um andere Frauen und ihre Geschichten und Probleme kennenzulernen“ wurde ebenso präsentiert wie das Projekt „Frauen kommen an“, das die Stiftung CITOYEN aus Frankfurt gemeinsam mit Jörg Weber und dem Rheingau-Taunus-Kreis entwickelt hat. Dritter Vertreter des Kreises war die Philipp-Kraft-Stiftung in Eltville mit dem „Jugendpark der Kulturen“, bei dem Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund an einem innovativen und außergewöhnlichen Jugendprojekt zur Stadtentwicklung aktiv mitwirken.

„Wir wollen unser eigenes Projekt anderen vorstellen und zur Nachahmung empfehlen und natürlich auch gleichzeitig neue Ideen mitnehmen“, berichtet Rolf Lang vom Vorstand der Philipp-Kraft-Stiftung. Und Beate Gottschall-von Plottnitz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung CITOYEN, fügt an: „Gemeinsam mit dem Rheingau-Taunus-Kreis richteten wir als Stiftung den Fokus auf geflüchteten Frauen, mit denen wir eine Kompetenzfeststellung durchführten, um ihnen ein eigenständiges Leben mit einem den individuellen Fähigkeiten entsprechenden Beruf zu ermöglichen.“ Stiftung und Kreis haben laut Beate Gottschall-von Plottnitz dabei „den richtigen Weg“ eingeschlagen. „Es ist eine positive Entwicklung erkennbar. Es geht voran“, sagt die Vorsitzende.

Mit dem Projekt „Frauen kommen an“ begeben sich Stiftung und Kreis nun quasi in eine zweite Phase. Die Projektleiterin Dr. Ildiko Szelecz erläutert dazu: „Wir unterstützen Frauen mit Flucht- und Migrations-Biografien bei ihrem Einstieg in Ausbildung und Beruf. Denn das ist ein ganz wichtiger Schritt, um Integration in der neuen Umgebung erfolgreich zu bewältigen.“ Wenn Integration gelingen soll, dann ist es wichtig, dass Frauen ihre Wohnstätte verlassen müssen, um ihren Arbeitsplatz aufzusuchen, wo sie im Kontakt mit Einheimischen besser und schneller Deutsch lernen, neue Freunde finden und den Prozess der Integration beschleunigen, so die Erfahrungen. „Es ist ein beglückendes Gefühl, Frauen helfen zu können“, betont Beate Gottschall-von Plottnitz.

Ein Gefühl, das auch Christine Knapp-Aschberger und ihre Kollegin Gabriele Schuster kennen, die beim Aufbau der „Interkulturellen Frauenräume“ in Bad Schwalbach und in Taunusstein tatkräftig mitwirkten. Den Frauen das Ankommen in der neuen Heimat zu erleichtern, die regionalen Strukturen und Abläufe zu verstehen und wichtige und hilfreiche Institutionen kennenzulernen, sind die Ziele des Angebotes. „Es fehlt noch an deutschen Frauen, die sich an dem Projekt beteiligen wollen“, sagen die beiden WIR-Koordinatorinnen und denken darüber nach, wie das Projekt weitergeführt werden kann, wenn die finanzielle Unterstützung ausläuft. Derweil hat Rolf Lang eine neue Idee aufgespürt: „2020 soll es ein ‚interkulturelles Dream-Sharing‘, ein gemeinsames Teilen von Träumen und Visionen, im Jugendpark der Kulturen in Eltville geben.“

Und wie geht es mit dem „WIR“-Projekt weiter? Laut Christine Knapp-Aschberger und Gabriele Schuster gibt es im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration neue Überlegungen, Integrationszentren aufzubauen und dafür offene Konzepte zu entwickeln. Dabei sollen eigene Strukturen vor Ort, die deshalb natürlich sehr unterschiedlich sein können, mit in das Konzept eingebunden werden. Schließlich muss sich die Integrationsarbeit neuen Aufgaben stellen, zumal sie auch in den kommenden Jahren eine wichtige Begleiterin sein wird. Es gilt Menschen mit Migrationshintergrund der zweiten, dritten, vierten Generation und die nach Deutschland Geflüchteten der vergangenen Jahre sowie EU-Bürgerinnen und -Bürger in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.

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