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Datum:18.07.2021
Kategorie: Katastrophenschutz
Autor: Pressestelle

Eine drei Meter hohe Flutwelle ist durch Stolberg geschossen

Einsatzkäfte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis sind zurück. Herzlicher Empfang am Feuerwehrstützpunkt in IdsteinEinsatzkäfte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis sind zurück. Herzlicher Empfang am Feuerwehrstützpunkt in IdsteinEinsatzkäfte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis sind zurück. Herzlicher Empfang am Feuerwehrstützpunkt in Idstein

Einsatzkräfte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis sind zurück / Herzlicher Empfang am Feuerwehrstützpunkt in Idstein
 
„Eine drei Meter hohe Flutwelle schoss in der Nacht zum Donnerstag durch Stolberg und hat fast alles mitgerissen, was im Weg stand. Eine Spur der Verwüstung zieht sich durch die Kommune“, erzählt Kreisbrandmeister Reiner Oswald, Einsatzleiter der Rettungskräfte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, den Landkreisen Limburg-Weilburg und Gießen sowie von Feuerwehren der Landeshauptstadt Wiesbaden. „Die Region um Aachen und Stolberg gleich einem Katastrophengebiet“, so die Erkenntnis. Oswald: „Wir haben gesehen, welche Kräfte Wassermassen entfalten können. Dramatisch!"
 
Die insgesamt 160 Kräfte – davon 40 aus dem Kreis – waren vom Land Hessen am Donnerstag ins Katastrophengebiet in Nordrhein-Westfalen beordert worden. Am Sonntag kehrten sie ins Kreisgebiet zurück. Landrat Frank Kilian, die Bürgermeister Christian Herfurth, Markus Oberndörfer, Kay Tenge und Sandro Zehner und Vertreter von weiteren Kommunen sowie Familienangehörige und Mitglieder der Feuerwehren und Rettungsdienste bereiteten den Einsatzkräften am Feuerwehrstützpunkt in Idstein einen herzlichen Empfang.
 
Es habe sich ein Bild der Verwüstung geboten, als die Kräfte in Stolberg bei Aachen am Einsatzort ankamen. Oswald: „Die Infrastruktur ist vollkommen zerstört. Es gibt aufgerissene Straßen, Brücken wurden einfach weggespült, als wären sie aus Streichhölzern, Autos hängen an Bäumen. Ein Fahrzeug wurde bis in die nächste Ortschaft geschwemmt. Zahlreiche Häuser sind beschädigt und einsturzgefährdet.“ So etwas habe er zuvor nie gesehen, betont der Kreisbrandmeister, der sichtlich noch unter den unfassbaren Eindrücken des Erlebten der vergangenen Tage steht. An 70 Stellen in Stolberg waren die Einsatzkräfte eingesetzt. Sie pumpten Keller leer und halfen bei den Aufräumarbeiten.
 
„Als wir anrückten, standen die Einwohner – viele davon weinend – am Straßenrand und haben uns zugewinkt. Das war bewegend“, berichtet Reiner Oswald. „Die Menschen stehen dort vor dem nichts!“ Aber gleichzeitig stellte sich eine Welle der Hilfsbereitschaft ein. „Menschen aus dem Umland, die von dem Unwetter nicht so stark betroffen waren, kommen mit Schaufeln und Gerätschaften, um zu helfen.“ Einige Bewohner lieferten Bratwürste für die Rettungskräfte. „Die Solidarität ist sehr, sehr groß“, so der Einsatzleiter: „Wir wurden nun von Kräften aus Niedersachsen abgelöst und vom Land zurückbeordert.“
 
Landrat Frank Kilian dankte den Einsatzkräften von den Freiwilligen Feuerwehren Oestrich-Winkel, Idstein, Taunusstein, Rüdesheim am Rhein, Bad Schwalbach und Eltville sowie einem Rettungswagen des DRK Idstein. „Wir sind froh, dass sie wohlbehalten vom Einsatz zurückkehrt sind“, betonte Kilian. Schließlich habe es sich um einen Einsatz unter Lebensgefahr gehandelt, den die Kräfte mit Bravour meisterten. „Jetzt gilt es die Eindrücke zu verarbeiten. Wer von den Einsatzkräften dafür professionelle Hilfe benötigt, soll sich beim Rheingau-Taunus-Kreis melden“, erklärte Frank Kilian. Er sagte jegliche Unterstützung zu.
 
Nachdem Einsatz müsse eine Bilanz gezogen werden, in die die Eindrücke und die Erkenntnisse der Einsatzkräfte mit eingehen. „Wir müssen natürlich schauen, ob wir optimal für solche Katastropheneinsätze ausgestattet sind“, betonte Kilian. Wo es Lücken gibt, müssen diesen behoben werden. „Jeder Euro, der in die Ausrüstung unserer Freiwilligen Feuerwehr fließt, ist gut investiert“, betonte Land rat Frank Kilian. Kreisbrandinspektor Christian Rossel würdigte ebenfalls den Einsatz: „Sie haben den Rheingau-Taunus-Kreis würdig vertreten Viel Dank dafür. Ihr wart Super!.“

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