PRESSEMITTEILUNGEN   (Detailansicht)

Datum:09.11.2020
Kategorie: Kreisentwicklung
Autor: Pressestelle

„Die CityBahn ist Geschichte“

Landrat Frank Kilian in der Pressekonferenz zur CityBahn.

Kreis wie Städte Taunusstein und Bad Schwalbach treten für Reaktivierung der Aartalbahnstrecke ein / Region benötigt eine attraktive, umweltfreundliche und moderne Schienenverbindung ins Rhein-Main-Gebiet

„Die CityBahn ist Geschichte. Wir schauen nun proaktiv nach vorne.“ Mit diesen Worten erklärte Landrat Frank Kilian in einer Pressekonferenz gemeinsam mit ÖPNV-Dezernent Günter F. Döring und den Bürgermeistern von Taunusstein, Sandro Zehner, und Bad Schwalbach, Markus Oberndörfer, das Kapitel „CityBahn“ für erledigt, um dann den Blick in die Zukunft zu richten. „Die Region benötigt eine attraktive, umweltfreundliche und vor allem moderne Schienenverbindung in das Rhein-Main-Gebiet“, betonte Bürgermeister Sandro Zehner. Deshalb soll nach der Empfehlung von Kilian, Döring, Zehner und Oberndörfer die Aartalbahnstrecke möglichst von Limburg/Diez über Bad Schwalbach und Taunusstein an den Hauptbahnhof in Wiesbaden sowie über den vorhandenen Abzweig zum Haltepunkt Wiesbaden-Ost reaktiviert werden. Der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, ^Gert-Uwe Mende, sei über die ersten Ideen des Kreises und der Städte informiert, so Landrat Kilian.

Für Kilian geht es darum, die Verbindungsstraßen von Taunusstein und Bad Schwalbach nach Wiesbaden, wie die vielbefahrenen Straßen in der Landeshauptstadt - auch aus Gründen des Umweltschutzes und einer sauberen Luft - zu entlasten. „Wir wollen die Pendler von der Straße locken. So sieht unser Vorschlag aus“, berichtet Frank Kilian. Alle Anwesenden waren sich einig, dass eine solche Lösung nur gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden und ihren Bürgern realisiert werden kann.

Die Politik müsse aber auch die wirtschaftliche Entwicklung des Untertaunus im Blick behalten. „Ansiedlungen von Unternehmen entscheiden sich gerade auch an der Frage, ob es eine attraktive Schienenanbindung gibt“, sagte der Landrat. Zudem entstehen in Taunusstein neue Wohngebiete. Durch den angedachten Haltepunkt im Wiesbadener Hauptbahnhof geben es zudem eine direkte Umsteigemöglichkeit zur Ländchesbahn, die durch das geplante Neubaugebiet Ostfeld und  die östlichen Vororte von Wiesbaden, wie Erbenheim, und Igstadt, nach Niedernhausen fährt, erläuterte Döring. Der ÖPNV-Dezernent erinnerte zudem daran, dass derzeit eine Machbarkeitsstudie der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz erstellt wird, die die Reaktivierung der gesamten Strecke prüft.

Kilian und Döring sprachen dann auch von vom Plan Aar-Taunus-Ringbahn. Weiterhin verdeutlichten Kilian wie Zehner, dass dies erste Ideen seien. Um das Projekt umzusetzen, sind ganz enge Abstimmungen mit den Projektpartnern Wiesbaden, Bad Schwalbach, Taunusstein und dem SPNV-Nord für den Streckenabschnitt in Rheinland-Pfalz sowie dem RMV und dem Land Hessen angezeigt. Auch die Frage, ob Fördermittel von Bund und Land fließen können, gilt es zeitnah zu klären. Landrat Kilian: „Die Realisierung der Idee ist ohne die Mitwirkung der Landeshauptstadt Wiesbaden nicht möglich, die aber von diesem Vorschlag profitieren wird.“ Zehner verwies zudem auf eine Studie, die die Stadt Anfang 2020 vorstellte, bei der das Potential einer Reaktivierung der Aartalbahn untersucht wurde.

Kilian und Zehner betonten, dass die angedachte Schienenverbindung „keine Einbahnstraße“ nur in die Richtung Wiesbaden sein soll: „Damit bietet sich den Wiesbadener die große Chance, den Taunus als Erholungsgebiet mit ÖPNV kennen und schätzen zu lernen.“

Die Vorteile einer solchen Lösung liegen für die vier Politiker auf der Hand. Ein Betrieb in Normalspurbreite von 1,435 Meter mit einer schnellen und modernen Wagentechnik (Wasserstoff / Brennstoffzellen) auf der bestehenden Trasse käme ohne hohe Kosten für eine Elektrifizierung aus. Es hat bereits Gespräche mit der Hochschule Rhein-Main zur Nutzung von Wasserstoff und zum Aufbau von Wasserstofftankstellen im Kreis gegeben. „Durch die Führung auf vorhandenen Trassenabschnitten entfällt der Eingriff in das Wiesbadener Straßensystem und damit Kosten für einen großflächigen Umbau“, so Zehner. Weiterhin könnte auf einen kostspieligeren Umbau des Areals am Bahnhof Bad Schwalbach mit dem Abzweig Richtung Schmidtbergplatz verzichtet werden. Zudem kann man die vorhandenen Untersuchungen und Gutachten nutzen.

„Mit dieser attraktiven Schienenverbindung können wir viele Menschen ‚von der Straße auf die Schiene‘ holen“, sind sich Landrat, Dezernent und die Bürgermeister einig. Zudem könnten die vielbefahrenen Straßen in Wiesbaden entlastet werden. Sie hoffen nun auf Zustimmung der Projektpartner. Der nächste Schritt wäre dann, zu prüfen, ob eine Schienenverbindung von Diez bis Wiesbaden einen Nutzen-Kosten-Quotienten von mehr als 1 erreichen kann. Dann könnten Fördermittel abgerufen werden.

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