PRESSEMITTEILUNGEN   (Detailansicht)

Datum:23.03.2020
Kategorie: Jugendhilfe, Jugendförderung
Autor: Pressestelle

„Alle Familienmitglieder sind derzeit sehr an die eigenen vier Wände gebunden“

Die Jugend- und Familienberatungsstellen sind auch in Zeiten von Corona erreichbar und bieten telefonische Beratung an

Die Corona-Pandemie konfrontiert die Gesellschaft mit einer schwierigen Lage – mit einer kollektiven Krise. „Die Sorgen und Ängste, die daraus resultieren, sind je nach individueller Situation, Persönlichkeit und gesundheitlicher Konstitution sehr verschieden“, betonen Landrat Frank Kilian und die Gesundheits-und Jugendhilfe-Dezernentin Monika Merkert. Die sozialen Einschränkungen gelten jedoch für alle gleichermaßen und stellen aber gerade auch Familien mit Kindern und Jugendlichen wegen der Schließung von Kindertagesstätten und Schulen vor große Herausforderungen. Monika Merkert: „Alle Familienmitglieder sind sehr an die eigenen vier Wände gebunden.“ Gleichzeitig verweisen Kilian wie Monika Merkert auf das Angebot der Jugend- und Familienberatungsstellen hin, die auch in Zeiten von Corona erreichbar sind: „Sie bieten telefonische Beratung an.“

Individuelle Auszeiten und Rückzugsmöglichkeiten werden durch die angeordnete soziale Distanzierung von der Außenwelt nicht unmöglich aber schwieriger.
Gleichzeitig muss die gemeinsame Zeit, die sich durch Schul- und Kitaschließungen, durch Home-Office-Regelungen oder Kurzarbeit sehr plötzlich und ungeplant ergibt, gestaltet werden. Hilfreich kann es hierbei sein, gemeinsam als Familie eine Tagesstruktur festzulegen, die Halt und Orientierung bietet. Fester Bestandteil der Tagesstruktur können unter anderem gemeinsame Qualitätszeiten sein, die beispielsweise mit kochen und backen, spielen (analog und digital), einem Filmabend mit Popcorn, gemeinsamer Zeit draußen (Spazieren gehen, Fahrrad fahren), gefüllt werden können.

Gerade für Kinder, die sehr verunsichert sind, kann ein festgelegter Tagesablauf eine große Entlastung sein. Manche Kinder brauchen vielleicht auch besonders viel Trost und Zuwendung, müssen beruhigt werden und können gerade jetzt - wie auch in anderen Krisensituationen - Verhaltensweisen entwickeln, die sie eigentlich bereits überwunden haben. Oder sie verhalten sich generell anders als sonst, ziehen sich beispielsweise eher zurück oder sind gereizt und aufbrausend. Darüber hinaus brauchen Kinder und Jugendliche ihrem Alter gemäße Erklärungen zur Viruserkrankung und dem Umgang damit.

Gerade für Jugendliche, die eigentlich ihrem Alter entsprechend eher damit beschäftigt sind, sich von der Familie abzugrenzen und Orientierung bei Gleichaltrigen zu suchen, kann es besonders schwer sein, die nun festgelegten Reglementierungen zu akzeptieren. Neben der Corona-Virus-Krise bestehen die individuellen Herausforderungen, die das Leben für jeden Einzelnen, für Paare, für Kinder und Jugendliche, für Familien bereithält, weiter und werden dadurch vielleicht noch verschärft. Die Jugend- und Familienberatungsstellen des Rheingau-Taunus-Kreises können momentan zwar keine Beratungen vor Ort in Idstein oder Rüdesheim anbieten, sind aber telefonisch erreichbar und können bei Problemen und Krisen unterstützen:
Jugend- und Familienberatungsstelle Rüdesheim: 06722-71019-0
Jugend- und Familienberatungsstelle Idstein: 06126-95957-0

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