WORKSHOP 2009

Am 11. Februar 2009 fand ein Demografie-Workshop statt, in dem unter reger Bürgerbeteiligung Themenschwerpunkte erarbeitet und Projektgruppen gebildet wurden. Aus den ursprünglich während des Demografie-Dialoges erarbeitenden drei Leitgedanken

  • Ausbau der Infrastruktur - den Tourismusstandort stärken und die sozialen Lebensbedingungen vor Ort verbessern
  • Attraktivitätssteigerung der Dörfer - die Zersiedelung stoppen und regionale Besonderheiten pflegen
  • Verbesserung von Bildungsmöglichkeiten - Schaffung neuer und Erhalt bestehender Arbeitsplätze

sind nachfolgende Projekte entstanden:

  • Wissen, was weiterbringt - Zukunftsorientierte Bildung für neue Arbeit
  • Attraktive Dörfer - regionale Vielfalt und neues Wohnen
  • Infrastruktur - für Tourismus und bessere Lebensbedingungen:
    Diese Gruppe hat sich während der Veranstaltung aufgeteilt in:
    1. Selbstbestimmtes Leben solange wie möglich
    2. Vernetzung und Ausbau von Tourismusangeboten

In der Gruppe Attraktive Dörfer wurde die Priorität auf die Themen Dorf der Begegnungen und Dorf neu erLeben gelegt. Unter dem Titel Dorf der Begegnungen wurde der Schwerpunkt Nachbarschaftshäuser ausgewählt, da eine Vielzahl unserer Dörfer mit den Problemen des Leerstandes, der Vereinsamung von Menschen, mit fehlenden Begegnungsstätten und fehlenden Einkaufsmöglichkeiten zu kämpfen haben.

Eine Form der Begegnungsstätte können in Zukunft sogenannte Nachbarschaftshäuser werden. Gebäude, die neben Räumen für Vereine und Feiern, Räumlichkeiten vorsehen für sog. Dorfläden, Kaffees, Post- und Bankangebote, Internetplätze und vieles mehr.

Da es im Kreisgebiet Orte gibt, in denen solche Projekte bereits umgesetzt sind, wurden alle Ortsbeiräte des Rheingau-Taunus-Kreises angeschrieben. Soweit es keine Ortsbeiräte gibt, wurde der jeweilige Magistrat bzw. Gemeindevorstand kontaktiert und die Bürgermeister jeweils informiert. Darüber hinaus sucht die Projektgruppe in einem Orts- bzw. Stadtteil im Rheingau-Taunus-Kreis ein Gebäude, welches sich für die Umgestaltung in ein solches Nachbarschaftshaus eignet. Die Gruppe würde gerne gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern des jeweiligen Orts- bzw. Stadtteils diesen Umgestaltungsprozess begleiten und Fördergeldermöglichkeiten ausloten. Des Weiteren sucht die Gruppe aktive Menschen aus dem jeweiligen Dorfgeschehen, um diese als Mitstreiter für die Projektgruppe zu gewinnen. Die Ortsbeiräte wurden hierfür um Rückmeldungen, Mithilfe und Unterstützung gebeten.

Unter dem Titel Dorf neu erLeben wird die Frage diskutiert, was gebraucht wird, damit ein Dorf wieder attraktiv wird. Die Ergebnisse wurden für das Fachforum am 10. September 2009 aufbereitet und dort präsentiert.

In der Gruppe Wissen und Bildung wurden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Transparenz (bestehender Bildung) - wissen was es bereits gibt!: Ziel ist die Sammlung der Bildungs- und Beratungsangebote unter dem Titel "Wissensnavigator"
  • Potentiale (Talentförderung) - erkennen, benennen und fördern:.
  • Lernorte (attraktive) entwickeln - wissen, wo man sich entwickeln kann
  • Generationenübergreifend - tätig werden.

Für die Gestaltung des Wissensnavigators wurden Vorschläge erarbeitet, denen Herr Landrat Albers zwischenzeitlich zugestimmt hat. Die Gruppe wird an der Umsetzung dieser Idee weiterarbeiten und die bis zum Fachforum im September vorliegenden Ergebnisse dort präsentieren.

Die Gruppe Selbstbestimmtes Leben diskutiert und sammelt Ideen, um ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben im häuslichen Bereich zu gewährleisten. Betrachtungen zum Thema Barrierefreiheit im häuslichen und öffentlichen Bereich wurden angestellt, ebenso unter dem Gesichtspunkt der Benutzerfreundlichkeit. Prioritäten wurden in der Gruppe auf die Themen

  • Wir wollen für die Zukunft planen und nicht für das Jetzt
  • Wir wollen präventive Lösungsansätze finden und keine Akutbehandlung
  • Zielgruppe sind die fitten Senioren (Alter: ab 60 Jahren) gelegt. Schwerpunkte sollen hier die Bereiche soziale Vernetzung, Versorgung vor Ort und die Benutzerfreundlichkeit sein.

Die Gruppe Tourismus stellt derzeit Kontakte zu anderen bereist bestehenden Akteuren / Gruppen / Vereinen her um Überschneidungen zu vermeiden und um eine Übersicht über die Themenvielfalt zu gewinnen.

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