CORONA-FAQ

Wie kann ich meine Hilfe anbieten?
In der Corona-Krise möchten viele helfen. Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die die Ausbreitung der Corona-Pandemie eindämmen sollen. Auf der anderen Seite sind Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung auf unsere Hilfe angewiesen. Kranke, besonders gefährdete Gruppen, aber auch Menschen, die sich in Quarantäne befinden.
Mit der Plattform www.hessen-helfen.de wollen wir dazu beitragen, dass sich Menschen, die helfen wollen und Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, finden. Von Nachbarschaftshilfe bis zur Unterstützung der Landwirtschaft. Machen Sie mit!

Wie kann ich für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen?
Das Corona-Virus macht auch vor der Bürotür nicht halt. Dabei stehen auch am Arbeitsplatz Sicherheit und Gesundheitsschutz an oberster Stelle. Wie man die Vorgaben des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards rechtssicher umsetzt, erklärt die Homepage infektionsschutzhelfer.de. Dort können Sie sich kostenlos und mit nur wenig Aufwand zum/r Infektionsschutzhelfer*in per Online-Schulung ausbilden lassen. Mit dem anschließenden Konzept tragen Sie zur Vermeidung von Infektionsherden am Arbeitsplatz bei.

Was wird unternommen?

Die Strategie besteht noch darin, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit über die Zeit für die schwer erkrankten Patienten genügend Kapazitäten im Gesundheitswesen und speziell in den Kliniken bereitgestellt werden können.


Was kann ich tun, um die Ausbreitung zu verlangsamen?

  • Schränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf das Nötigste ein!
  • Achten Sie auf persönliche Hygiene!
  • Halten Sie sich nicht an öffentlichen Plätzen oder in Menschenansammlungen auf!
  • Schützen Sie ältere Mitmenschen, indem Sie Besuche vermeiden!
  • Beachten Sie die Husten-Niesen-Etikette!

Ein einfacher Mundschutz gibt nur einen vermeintlichen Schutz vor einer Infektion. Das Tragen eines Mundschutzes kann bei eigener Erkältung aber Menschen in der Umgebung vor einer Infektion schützen. Wichtig ist, sich häufig gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen, insbesondere beim Nach-Hause-Kommen, vor der Zubereitung von Mahlzeiten und vor dem Essen. Außerdem sollte man ganz bewusst vermeiden, sich mit den Händen im Gesicht zu berühren. Räume sollten immer gut gelüftet werden.


+++ Hier geht es zu den FAQ des RKI. +++

 


GESELLSCHAFTLICHES LEBEN

Wie ist der Stand zum gesellschaftlichen Leben?
Unter www.bundesregierung.de finden Sie die Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland.  Bundesweit sind alle Großveranstaltungen bis 31. Oktober 2020 untersagt. Die Teilnehmeranzahl für Veranstaltungen, die nicht von den Behörden besonders genehmigt und überwacht werden müssen, liegt bei 250 Personen. Es dürfen sich Gruppen von maximal 10 Personen im öffentlichen Raum treffen – unerheblich, aus wie vielen verschiedenen Hausständen sie stammen, oder wie bisher die Angehörigen zweier Hausstände. Die Wahrnehmung von Kultur- und Bildungsangeboten sowie Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind jedoch unter Beachtung der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene weitestgehend erlaubt. Bei privaten Zusammenkünften unterhalb der Veranstaltungsschwelle entfällt die bisherige Begrenzung auf einen engen privaten Kreis. Die Bürgerinnen und Bürger bleiben gleichwohl aufgerufen, auch im häuslichen Bereich eigenverantwortlich auf eine Begrenzung ihrer persönlichen Kontakte zu achten. In Geschäften, Gottesdiensten, Kultureinrichtungen, Veranstaltungsräumen, Gaststätten muss sichergestellt werden, dass der gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Eine Übersicht, was aktuell erlaubt ist und was nicht, finden Sie unter www.wirtschaft.hessen.de.


Darf ich im Auto eine Maske tragen?
Das Gesicht eines Fahrers darf nicht so verhüllt oder verdeckt sein, dass er nicht mehr erkennbar ist. Das gilt auch während der durch die Corona-Pandemie verordneten Maskenpflicht. Wenn das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes aber die Augen- und Stirnpartie sowie Ohren und Haare gut erkennen lässt (keine Sonnenbrille, keine Baseballkappe), dann ist die Identitätsfeststellung des Fahrers gewährleistet, so dass zur jetzigen Lage von einer Kontrolle bzw. Ahndung in der Regel abgesehen wird. Die Polizei hält sich aber die Prüfung im Einzelfall vor. Der Beifahrer darf einen Mund- und Nasenschutz tragen.


Welche Geschäfte bleiben offen und welche geschlossen?
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen veröffentlicht auf seiner Homepage, was in der Corona-Krise erlaubt ist und was nicht (Stand 30. Juli 2020). Dort finden Sie alle Beschlüsse zu Geschäften, Dienstleistungen, Kulturangeboten, Bildungsangeboten, Gaststätten und Übernachtungsbetrieben sowie die Regelungen zu Versammlungen und zum Sportbetrieb.


Darf ich mit meinem Chor proben?
Unter Beachtung der geltenden Hygienebestimmungen können Chöre und Orchester zu Proben und Aufführungen zusammenkommen. Beachten Sie: Aktivitäten wie Sprechen und Singen spielen beim Infektionsgeschehen eine besondere Rolle. Lautes Sprechen und Singen sollte aufgrund der verstärkten Tröpfchenbildung, die auch über größere Distanzen verbreitet werden können, vermieden werden. Den Beteiligten sollte also bewusst sein, dass das potentielle Verbreitungsrisiko gerade in dem Kontext besonders hoch sein kann.


Darf ich Flüchtlingsunterkünfte betreten?
Unter Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen (z.B. Anmeldung, Hinterlegen der Kontaktdaten) ist der Besuch in Gemeinschaftsunterkünften gestattet.


Darf ich Pflegeeinrichtungen betreten?

Es gibt ab dem 29. September 2020 keine verbindlichen Vorgaben mehr zu Dauer und Anzahl der Besuche in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Stattdessen sind die in den Einrichtungen individuell ausgearbeiteten Schutzkonzepte und Hygienepläne für die Regelungen der Besuche unter Einhaltung der allgemeinen Corona-Regeln maßgeblich.

 

 


PRIVATES LEBEN

Wohin kann ich mich bei Problemen wenden, die in meinem häuslichen Umfeld auftreten könnten?
Sie können sich an dieCaritas Beratungs- und Interventionsstelle wenden unter Tel. 06124 729229, E-Mail: interventionsstelle@caritas-wirt.de.

Auch  das Angebot der Erziehungsberatungstelle für Eltern und Jugendliche im Rheingau-Taunus-Kreis steht unter Tel. RÜD 06722 407-9143, Tel. IDS 06126 95957-7921 von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr und Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Zudem bündelt die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAGE) auf der Homepage www.offeneohren-hessen.de eine Liste mit Telefonangeboten. Dort finden Bürgerinnen und Bürger Ansprechpartner aus allen Lebensbereichen wie beispielsweise Kinderschutz, Beratung bei psychischen Problemen oder Hilfe mit pflegebedürftigen Angehörigen.

Wer eine Serviceseite rund um das Thema Familien in Corona-Zeiten sucht, ist auf der zentralen Website der Lokalen Bündnisse genau richtig. Ob finanzielle Unterstützung, Arbeiten von Zuhause aus oder Kinderbetreuung – die Seite gibt wertvolle Tipps für zahlreiche Herausforderungen im alltäglichen Umgang mit der Corona-Pandemie. Schauen Sie vorbei unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de.


Wie ist der Umgangskontakt bei Kindern von getrenntlebenden Eltern?

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an unser Umgang&Sorge-Team unter Tel. 06124 510-583.


Ist mein Haustier ein Überträger des Virus?
Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Zwar gibt es aus verschiedenen Ländern Nachweise, dass sich Katzen und marderartige Tiere wie Frettchen mit dem Virus infiziert hatten und teilweise Symptome zeigten, doch gibt es bislang keinen Hinweis, dass Haustiere Menschen angesteckt haben. Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung. Achten Sie trotzdem auch im Umgang mit Ihrem Tier auf eine ausreichende Hygiene. Hat sich Ihr Tier mit dem Coronavirus angesteckt besteht kein Grund, dieses einzuschläfern oder im Tierheim abzugeben.


Darf ich zu einer Bestattung oder Trauung gehen?

Die Regelungen hierzu sind Angelegenheit der Gemeinden. Wenden Sie sich bitte an Ihre Gemeindevertretung.


Muss ich zu Hause Händedesinfektionsmittel benutzen?
Nein, gründliches Händewaschen ist ausreichend, besonders wenn man nach Hause kommt, vor dem Zubereiten von Speisen und vor dem Essen.


Brauche ich zu Hause spezielle Putzmittel?

Nein, normale Haushaltsreiniger sind ausreichend.

 


RISIKOGRUPPEN UND SYMPTOME

Welche Personen gehören zur Risikogruppe?

Folgende Personen gehören aktuell zu den Risikogruppen:

  • Herzerkrankungen: z.B. koronarer Herzkrankheit, Herzkranzgefäßverengung, Kardiomyopathie, Herzinsuffizienz, Herzfehler
  • Bluthochdruck, wenn dieser zu Folgeerkrankungen geführt hat, wie z.B. Gefäßverkalkungen an den Herzkranzgefäßen oder den gehirnversorgenden Blutgefäßen. Ein gut eingestellter Blutdruck ohne Folgeerkrankungen bedeutet nach jetzigem Kenntnisstand kein erhöhtes Risiko.
  • Diabetes mellitus, wenn dieser schlecht eingestellt ist oder wenn bereits Folgeerkrankungen (Gefäßverkalkungen, Nervenschädigungen) bestehen
  • Erkrankungen der Atemwege: z. B. COPD, Asthma bronchiale.
  • Erkrankungen der Leber: z.B. Leberzirrhose, Entzündungen der Leber, chronische Hepatitis. Gallensteine ohne Funktionsstörung der Leber erhöhen das Risiko nach jetzigem Kenntnisstand nicht.
  • Erkrankungen der Niere: z. B. Niereninsuffizienz, Dialysebehandlung, chronische Nierenbecken- oder Nierengewebeentzündung (Pyelonephritis oder Glomerulonephritis)
  • Krebserkrankungen während der chemotherapeutischen Behandlung oder Strahlentherapie. Manche Krebsbehandlungen verursachen auch nach Abschluss eine dauerhafte Schwächung des Immunsystems. Hierüber kann der behandelnde Arzt Auskunft geben. Eine abgeschlossene Krebsbehandlung, z.B. nach der Entfernung einer bösartigen Geschwulst der Haut ohne weitere Nachbehandlung, verursacht nicht automatisch ein erhöhtes Risiko.
  • Unterdrücktes Immunsystem: z. B. durch Cortisonbehandlung (bei Rheuma, Schuppenflechte) oder Einnahme anderer Immunsuppressiva (u.a. bei Rheuma).
  • Raucher: haben auf jeden Fall ein Risiko, wenn Folgen bestehen wie chronische Bronchitis oder COPD. Ob auch geringer Nikotinkonsum ein Risiko bedeutet, kann nicht ausgeschlossen werden.
  • Höheres Lebensalter, unabhängig von anderen Risikofaktoren. Kommen aber noch weitere Risikofaktoren dazu, erhöht sich das Risiko weiter. Das Risiko steigt ab einem Alter von 50-60 Jahre an und steigert sich mit zunehmendem Alter.


Wie äußern sich die Symptome, die auf Corona hinweisen?

Aktuell sind die bekannten Symptome Husten, Fieber und allgemeine Erkältungssymptome.


Ich habe Symptome, an wen kann ich mich wenden?
Wer Symptome entwickelt, die auf das Coronavirus hinweisen, sollte zunächst den Hausarzt telefonisch kontaktieren und unter Hinweis auf eine mögliche Infektion einen Termin vereinbaren. Wenn der Hausarzt wegen einer notwendigen Diagnostik nicht verfügbar ist, hilft die Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116117 (www.116117.de).


Ich fühle mich krank, habe aber keine der bekannten Symptome. Was mache ich?
Bitte rufen Sie den Hausarzt an und beschreiben Sie, dass Sie ernsthaft krank ist (mehr als bei sonstigen Erkältungen) und ein Untersuchungstermin gewünscht ist.


Sollte ich bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und nach einem Test fragen, auch wenn die Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?

Ja, insbesondere wenn:

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde
  • Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.


Wie kann ich unterscheiden, ob ich Heuschnupfen habe oder mit dem Coronavirus infiziert bin?

Die häufigsten Beschwerden von Heuschnupfen und einer Erkrankung durch das Coronavirus unterscheiden sich deutlich. Aber bei beiden Erkrankungen können auch immer wieder Beschwerden auftreten, die sich ähneln. Der klarste Unterschied: Bei Heuschnupfen steht allergischer Schnupfen (Niesen und laufende Nase) sowie Augenjucken im Vordergrund. Bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus sind es Husten und Fieber.
Zunächst sollte man sich fragen, wie typisch die Beschwerden sind: Sind sie anders als sonst während einer Pollensaison? Beschwerden wie Niesreiz und Augenjucken sprechen sehr für eine Allergie. Heuschnupfen kann aber auch zu asthmatischen Beschwerden wie Husten oder Kurzatmigkeit führen – diese können bei COVID-19 ebenfalls auftreten.
Ein Heuschnupfen und eine Infektion mit dem Coronavirus sind zudem gleichzeitig möglich. Kommen zu allergischen Symptomen ein ungewöhnlicher Husten und Fieber hinzu, spricht dies für eine (zusätzliche) Atemwegsinfektion. Wenn man sich unsicher ist, ist es sinnvoll, sich zur Frage eines Tests auf eine Corona-Infektion beraten zu lassen.


Ist ein Test bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?
Eine Labordiagnostik sollte in der Regel nur bei Krankheitszeichen zur Klärung der Ursache durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf SARS-CoV-2 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann.

 


QUARANTÄNE

Wer wird getestet?
Es werden ausschließlich Personen getestet, welche die aktuellen Fallkriterien des RKI erfüllen.


Ich komme aus dem Ausland zurück. Muss ich in Quarantäne?

Personen, die aus dem Ausland in das Land Hessen einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern; dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Der unter Quarantäne stehenden Person ist es in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Außerdem sind Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet verpflichtet, unverzüglich das für den Ort ihrer eigenen Häuslichkeit oder der anderen geeigneten Unterkunft zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren. Dort müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten auch verpflichtend melden, wenn Symptome für eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der jeweiligen Kriterien des Robert Koch-Instituts auftreten. Bis zum 1. Oktober 2020 gilt eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, ab dem 1. Oktober 2020 müssen sich Reiserückkehrer zunächst in Quarantäne begeben. Die Quarantäne darf frühestes am fünften Quarantäne-Tag durch einen negativen Corona-Test beendet werden.

Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für den oder die zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus besteht. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht. Informationen finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html


Wie kann es sein, dass jemand aus meiner Familie unter Quarantäne steht und alle anderen sich frei bewegen dürfen?
Das Gesundheitsamt stellt Menschen, die positiv auf das neue Corona-Virus getestet sind, unter häusliche Quarantäne. In diesem Fall werden auch die engen Haushaltskontakte, in der Regel die Familie, mit unter Quarantäne gestellt, weil diese sich ggf. schon angesteckt haben könnten, auch wenn sie selbst noch nicht erkrankt sind.
Anders sieht der Fall aus, wenn ein Familienmitglied außerhalb der Familie Kontakt zu einem positiv getesteten Mensch hatte. Hier wird tatsächlich nur diese Kontaktperson unter Quarantäne gestellt. Alle anderen Familienmitglieder dürfen sich frei bewegen. Solange die Kontaktperson keine Symptome entwickelt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie ansteckend sein könnte.
Anders sieht es aus, wenn die Kontaktperson Symptome bekommt. Jetzt sollte bei der Kontaktperson ein Test auf das neue Corona-Virus erfolgen und die Familienmitglieder zur Sicherheit nun auch zu Hause bleiben, bis das Testergebnis vorliegt.
Beachten Sie: Symptomfreie Menschen zu testen, vermittelt nur eine Scheinsicherheit. Die „Treffsicherheit“ auf das neue Corona-Virus ist bei Menschen mit Symptomen deutlich besser. So kann ein zunächst negativer Test bei einer symptomfreien Person einige Tage später mit dem Auftreten von Symptomen doch positiv ausfallen kann. Deshalb wird in Deutschland auch die Strategie verfolgt, positiv getestete Personen und alle engen Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne zu nehmen.

Da derzeit sehr viele Tests durchgeführt werden, kann es durchaus mehrere Tage dauern, bis das Ergebnis vorliegt. Weil aber, wie oben beschrieben, alle Betroffenen zunächst in häuslicher Isolation bleiben, geht von ihnen keine Gefahr für andere aus.

Das Gesundheitsamt hat ein Merkblatt für die Quarantäne herausgegeben, in dem Verhaltens- und Hygieneregeln erklärt werden. Auch ein Tagebuch sollte während der Quarantäne geführt werden.


Hinterlässt eine durchgemachte Infektion eine Immunität?
Dies ist noch nicht abschließend bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass für den aktuellen Typ des SARS-CoV-2 zumindest eine temporäre Immunität besteht. Da es jedoch typisch für Viren ist, dass sie leicht mutieren können, sind auch neue Infektionen vorstellbar.


Kann ich meine Kinder zu den Großeltern geben?
Die allgemeinen Empfehlungen lauten, dass Besuche von Enkelkindern bei den Großeltern möglichst vermieden werden sollten.


Gibt es Regelungen für Saisonarbeiter?

Bereits bisher bestand eine Anzeigepflicht für Arbeitsaufnahmen bei mehr als 72 Stunden Aufenthalt in Hessen (sog. Saisonarbeiter-Regelung, § 2 Abs. 2 der 1. VO). Diese Regelung wird fortgeführt, beschränkt sich seit dem 18. Mai 2020 aber nunmehr systematisch auf Personen, die aus einem Drittstaat einreisen. Drittstaaten sind Länder, die nicht zur EU oder dem Schengen-Raum gehören.
Es wurde jedoch neu (§ 2a 1. VO) eine vergleichbare Pflicht für Personen, die zum Zweck der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit aus einem Mitgliedsstaat der EU, dem Schengen-Raum oder dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland nach Hessen einreisen, etabliert. Demnach muss eine Arbeitsaufnahme beim für die Betriebsstätte zuständigen Gesundheitsamt angezeigt werden, wenn der Aufenthalt mehr als 72 Stunden umfassen wird und eine gemeinschaftliche Unterbringung mit mehr als fünf Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, erfolgt. Hintergrund sind die – in anderen Bundesländern – zu beobachtende Bildung von „hot spots“ für Infektionen mit SARS-CoV-2 bei Personen, die sich in schwierigen Lebens-, Arbeits- und insbesondere Wohnverhältnissen befinden. Durch die Anzeigepflicht soll sichergestellt werden, dass insbesondere die Unterbringung ggf. vor Ort auf Einhaltung der Hygieneregeln (keine Überbelegung) überprüft werden kann.

 

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25.09.2020

Corona-Fälle an Schulen im Rheingau-Taunus-Kreis

Gesundheit

St. Ursula-Schule Geisenheim und Regenbogenschule in Taunusstein betroffen


25.09.2020

Gemeinsame Pressemitteilung:

Verkehr (allgemein)

Zukunft der Mobilität trifft auf Mittelalter: Autonome Fahrzeuge am Kloster Eberbach


25.09.2020

Besonderes Engagement in besonderen Zeiten

Integration

Landrat Kilian würdigt Teilnehmer und Preisträger für mehr Miteinander


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