Der Gebück-Wanderweg beginnt in Niederwalluf
und endet nach etwa 42 km in Lorch. Um den Besuchern aus Richtung
Wiesbaden einen „Einstieg“ in den Wanderweg zu ermöglichen,
wurden zwei „Zubringerwege“ von Schierstein sowie
von Frauenstein ausgeschildert. Der Weg ist in fünf Wanderabschnitte
unterteilt, um auch den Ansprüchen der Kurzwanderer entgegen
zu kommen. Dem Grundsatz der stillen und naturnahen Erholung
folgend, ist fast jeder Ausgangs- und Endpunkt mit öffentlichen
Verkehrsmitteln zu erreichen. Für Gruppen bietet der Naturpark
Rhein-Taunus qualifizierte Führungen an.
Von Niederwalluf nach Martinsthal
Ausgangspunkt des ersten Abschnittes des Gebück-Wanderweges
ist Niederwalluf. Von hier aus geht es bis Martinsthal zum Wildsauplatz.
Historisch ist dieser Streckenabschnitt von großer Bedeutung,
da diese sanft zum Rhein abfallende Ebene für Angreifer
die wenigsten natürlichen Hindernisse boten. Obwohl dieser
Abschnitt des Gebücks besonders sorgfältig angelegt
wurde, gelang es schwedischen Soldaten in der Nacht des 4. Dezember
1631 in Martinsthal in den Rheingau einzudringen. Angeblich hatten
die Gebückwächter dem schon damals guten Rheingauer
Wein zu reichlich zugesprochen.
Die Streckenführung:
Der Gebück-Wanderweg beginnt am Parkplatz in der Haselnußgasse
vor dem Eisenbahnviadukt; von hier über die Bundesstraße
und durch die Kirchgasse zum Rheinufer hinunter; dort nach links
bis zur Johannisbrunnenstraße. Diese gehen hinauf zur Rheinstraße
(Fußgängerampel).
Über die Hauptstraße, ein Stück die Neustraße
entlang und links die Adelheidstraße hinauf; an der Einmündung
in die Bahnhofstraße links und dann wieder rechts in die
Mühlstraße. Dieser folgen bis zum Fußweg, der
links zur Kindertagesstätte führt. Auf diesem an der
Tagesstätte vorbei bis zur Walluf.
Dann zurück zur Mühlstraße und diese weiter
hinauf bis zum neuen Wallufer Rathaus. Dahinter links über
den Hof der Feuerwehrwache, rechts um diese herum und zur Wadlufbrücke
hinter der Feuerwache. Über die Brücke und nach rechts
weiter.
Auf dem Fußweg weiter über eine Wiese und dann auf
der Paradiesstraße Richtung Oberwalluf bis zur Hauptstraße
im alten Ortskern.
Nun rechts die Hauptstraße hinunter, an der Firma Brockhues
vorbei und über die Walluf. Auf unbefestigtem Weg im Walluftal
weiter aufwärts, unter der Straßenbrücke hindurch
und auf ansteigendem Weg Richtung Martinsthal. Der Weg setzt
sich im Ortsbereich in der Wiesenstraße fort. Dieser immer
folgen bis sie auf die Hauptstraße (B 260) mündet.
Nun ein kurzes Stück die Hauptstraße entlang bis zur
Wallufbrücke und auf dieser nach links über die Walluf.
Ein
Stück in den Ort hinein bis zum kleinen Platz und rechts
hinter dem historischen Weinhaus Krone in die Hauptstraße.
Diese immer entlang bis zum Wildsauplatz mit dem
bronzenen Denkmal der Martinsthaler Wildsau und ihren Frischlingen.
Von Martinsthal nach Schlangenbad
Der zweite Streckenabschnitt verläuft von Martinsthal bis
zum Parkplatz hinter dem Kurhaus in Schlangenbad. Über das
Kloster Tiefenthal führt der Weg nach Rauenthal zur St.
Antonius Pfarrkirche. Über die Große Straße
gelangt man zum ehemaligen Standort der Klingenforte. Von dort
wandert man über den parallel zum Hang verlaufenden Weg
nach Schlangenbad, das seinen Namen nach der im östlichen
und mittleren Rheingau vorkommenden ungiftigen Äskulapnatter
erhielt. Mit etwas Glück kann man die bis zu zwei Meter
lange Schlange beim Sonnenbad in einer Wiese oder sogar auf dem
Weg beobachten.
Die Streckenführung:
Ab dem Wildsauplatz verläuft der Weg zunächst
unterhalb vom Friedhof entlang der Bundesstraße Richtung
Schlangenbad. Kurz nach dem Friedhof links in die Straße,
die nach Rauenthal hinauf führt. In der ersten Kurve die
Straße überqueren und auf der alten Straße weiter
in den Ort hinauf und zur Pfarrkirche.
Hinter der Kirche bzw. dem alten Rathaus rechts und immer die
Hauptstraße in nördli-cher Richtung entlang bis zu
ihrer Rechtsbiegung. Dort geradeaus die Große Straße hinauf
Richtung Friedhof und Sportplatz.
Hinter dem Sportplatz rechts auf abfallendem Waldweg Richtung
Schlangenbad. (Nach etwa dreihundert Metern (vor dem Wasserwerk),
Abzweig rechts hinunter zur Klingenpforte und zum Weg durch
das Rechtebachtal.) Geradeaus am Wasserwerk vorbei führt
der Weg weiter nach Schlangenbad (auf dem Waldweg immer parallel
zum Hang weiter bis zum Ortsanfang).
Vor dem Waldparkplatz besteht die Möglichkeit, über
diesen in den Ort hinunter zu gehen.
Ansonsten den Waldweg weiter links ein Stück hinauf und
weiter zum Freibad. Unmittelbar vor dem Bad über Treppen
hinunter und vor der letzten Treppe links in die Nassauer
Allee. Nach der Allee rechts hinunter zum Teich und zum
Parkplatz.
Von Schlangenbad zur Mapper Schanze
Das dritte Teilstück des Gebück-Wanderweges führt
uns von Schlangenbad zur Mapper Schanze. Am Waldlehrpfad und
der Felsgruppe der Wilden Frau entlang geht die Wanderung zu
den Resten der Schanze am Sauerwasserpfad. Der Sauerwasserpfad
erhielt seinen Namen, weil auf ihm im 18. und 19. Jahrhundert
das Bad Schwalbacher Mineralwasser nach Eltville transportiert
wurde. Weiter geht es über den Parkplatz Bittereiche zur
Philipps-Ruh. Von hier führt ein Stichweg zu dem letzten
noch vorhandenen Bestand von Gebückbäumen. Am Mapper
Hof vorbei gelangen wir zum einzig noch erhaltenen Rest eines
Gebück-Bollwerkes, der Mapper Schanze. Unmittelbar daneben
befindet sich die Rekonstruktion eines kleinen Teilstücks
des ursprünglichen Gebücks.
Die Streckenführung:
Vom Parkplatz
zum Waldlehrpfad (Gebückbaum!) und weiter
den Fußweg am Bach hinauf. Ein Stück links hinauf
befindet sich die Felsgruppe der Wilden Frau. Auf
dem Wanderweg rechts über den Bach, gleich wieder links,
auf ansteigendem Weg und über eine zweite Brücke weiter
bis zum Wegekreuz, dort rechts aufwärts bis zum breiteren
Forstweg. Dann ein Stück über den Forstweg hinauf,
nächsten Weg rechts über den Bach und dann weiter den
nächsten Weg links dem Talzug folgend hinauf.
Am nächsten größeren Weg rechts zum Waldrand
und dann links am Waldrand entlang bis zur Landstraße.
Dort wieder links auf breitem Weg in den Wald und den zweiten
Waldweg rechts; nach ca. 100 m sieht man links im Wald die Reste
der Schanze am Sauerwasserpfad.
Den größeren Forstweg (Sauerwasserpfad) überqueren
und in den breiten Weg in Richtung Hausen v. d. Höhe. Dem
Weg über die flache Kuppe folgen und dann links in den abwärts
führenden kleineren Waldweg abbiegen. Immer auf diesem weiter
bis zum Ortsrand von Hausen.
Am Ortsrand von Hausen am Waldrand bleiben (Waldstraße)
und weiter zur Landstraße Richtung Kiedrich. Die Straße
nach links überqueren und am Waldrand links auf einem schmalen
Fußweg zum Parkplatz an der Förster Bitter
Eiche.
Vom Parkplatz aus ein Stück auf der asphaltierten Hinterlandswaldstraße
entlang Richtung Westen. Nach ca. 1300 m führt an der Phillips-Ruh ein
Stichweg zu den Gebückbäumen am Wolfsrück. Anschließend
diesen Pfad wieder zurück auf den Hauptweg und weiter bis
zur Wegkreuzung am Bosenhahn (Ruh Platz).
An der Kreuzung weiter auf breitem Forstweg halblinks. Auf diesem
gut ausgebauten Weg nun immer weiter. Nach ca. 1,5 km rechts
in den Feldern der Mapper Hof. Ein Stück weiter erreicht
man die Mapper Schanze.
Von Mappen zur Kammerburg
Von der Mapper Schanze
verläuft der vierte Abschnitt des
Wanderweges ins Wispertal zur Kammerburg. Über die Sieben
Wegweiser und das Bordekreuz gelangt man zum Weißen Thurm.
Der interessierte Wanderer kann auf dem weiteren Weg zur Kammerburg
noch zahlreiche alte Köhlerplätze erkennen, die Hinweis
dafür sein könnten, was hier mit den Gebückbäumen
geschah. Die Kammerburg entstand wahrscheinlich im Zusammenhang
mit einer Belagerung der nahen Burg Rheinberg im Jahre 1301.
Die Streckenführung:
Von der Mapper
Schanze immer weiter nach Westen auf breitem Forstweg bis zu
den Sieben Wegweisern (Von hier
aus kann, wer einkehren will, direkt nach Stephanshausen hinuntergehen).
Dort rechts bis zu einem weiteren Wegekreuz und hier links und
immer am Waldrand entlang bis zur Landstraße von Stephanshausen
nach Presberg (Bordekreuz).
Nun immer parallel zur Landstraße nach Norden (zuletzt
ein kurzes Stück auf der Straße - Vorsicht!) bis
zum Weißen Thurm.
Von dort in Richtung Presberg und den ersten größeren
Wirtschaftsweg nach Norden über die Felder Richtung Hengstküppel.
Immer auf dem Weg bleiben und diesem durch den Wald folgen zum
Mühlberg oberhalb der Kammerburg. Auf steilem Pfad hinunter
zur Wisperstraße und nach links zur Kammerburg (Wirtshaus).
Von der Kammerburg nach Lorch
Der fünfte und letzte Abschnitt führt den Wanderer
durch das enge Werkerbachtal bis zur Burg Rheinberg und den Resten
der kleinen Burg Bildeneck. Von hier aus geht es nach Ransel,
wo einzelne noch mit Schiefer verkleidete Hausfassaden vom ehemalige
Schieferbergbau in dieser Gegend zeugen. Über den kleinen
Ort Sauerthal mit seiner schlichten Barockkapelle, an den beschauliche
Weinort Lorchhausen vorbei führt uns der Weg zum Endpunkt
unserer Wanderung nach Lorch. Hier begann einst der Rheingauer
Rennpfad, über den laufende Boten oder Reiter im Schutze
des Gebücks in wenigen Stunden Eltville oder Walluf am
anderen Ende des Rheingaus erreichen konnten.
Die Streckenführung:
Beim Gasthaus
Kammerburg die Wisperstraße überqueren
und der kleinen Landstraße (Vorsicht - Autoverkehr!) Richtung
Wollmerschied ins Werkerbachtal folgen.
Dem Tal einen knappen Kilometer aufwärts folgen, dann links
in das Dolsitbachtal einbiegen; auf breitem Forstweg ein Stück
am Bach hinauf und dann den ersten nach links ansteigenden Weg
nehmen. Auf diesem nun immer aufwärts durch eine Fläche,
in der der Hochwald im Jahr 1990 einem Sturm zum Opfer fiel und
erst allmählich wieder nachwächst. Nach dem Windbruch,
kleinen Pfad durch den Hochwald im Steilhang bis zum Graben der
Burg Rheinberg.
Im Halsgraben der Burg überquert der Weg den Höhenrücken,
biegt unmittelbar danach rechts ab und führt am anderen
Hang als leicht ansteigender Pfad weiter in Richtung Norden.
Bald erklimmt der Weg den Höhenrücken und steigt nun
in einem steilen Bogen hinauf zu den Resten der kleinen Burg
Blideneck. Jenseits der Burg weiter auf dem linken Forstweg bis
zum Waldrand und dort über den Feldweg zur Höhe hinauf
und in den Ort Ransel; links an der Kirche vorbei und zur Hauptstraße,
auf dieser nach links weiter.
Auf der Hauptstraße zum südlichen Ortsende und dann
beim Gasthaus Rheingauer Berghof nach rechts ins Tal hinunter
Richtung Sauerthal absteigen.
Auf Forstwegen geht es nun immer hinab bis nach Sauerthal und
auf der Hauptstraße gerade durch den Ort hinunter bis zum
Friedhof.
Am unteren Ende vom Sauerthaler Friedhof den ansteigenden Waldweg
hinauf und nach wenigen Metern nach rechts in ein schluchtartiges
Tal abbiegen. Auf einem steilen Waldweg nun das romantische Tal
hinaufsteigen bis zu einem größeren Forstweg. Auf
diesem dem Tal weiter aufwärts folgen. Wo der Forstweg nach
links schwenkt, auf einem kleineren Waldweg gerade weiter dem
Talzug folgend hinauf. Schließlich erreicht der Weg die
Höhe und einen quer verlaufenden Forstweg, der in seinem
Verlauf der mittelalterlichen Weiseler Straße folgt.
Nach rechts in den Forstweg (die alte Straße), diesem
aber nur ein kurzes Stück folgen und dann links in die freie
Fläche auf einem Höhenweg einschwenken, der über
einen breiten Höhenrücken Richtung Lorchhausen führt.
Auf dem leicht fallenden Weg an der Silbergrube (Wirtshaus) vorbei
zum Hof Kleiner Hahn.
Dem Fahrweg weiter folgen und dann in Kurven hinunter ins Retzbachtal
(auf der Höhe geradeaus kommt man zum Naturschutzgebiet
Engweger Kopf mit seltener Tier- und Pflanzenwelt trockenwarmer
Standorte). Ein Stück talwärts und dann links in einen
Weg zur Kapelle oberhalb Lorchhausen. Durch die Lorchhäuser
und Lorcher Weinberge nun auf leicht fallendem Weg hinunter nach
Lorch und zum Parkplatz an der Wispermündung.
Weitere Informationen durch:
Naturpark Rhein-Taunus
-Geschäftsführung-
Escher Straße 12
65510 Idstein
Tel. 06126 - 4379
Fax 06126 - 955955
|