KIEDRICH

Erstmals wurde Kiedrich im Jahre 954 urkundlich erwähnt, weshalb der Ort auch den Beinamen „gotisches Weindorf“ trägt. Dem Betrachter bietet sich Kiedrich als Kleinod im oberen Rheingau dar. Die Weinbaugemeinde hatte das Glück, nie durch Krieg und eine Feuersbrunst zerstört zu werden, so dass vor allem der historische Ortskern um den Marktplatz erhalten blieb. Kiedrich war vor einigen Jahren Modellgemeinde Hessens in Sachen Dorferneuerung, weshalb Denkmalpflege in dem zirka 4000 Einwohner zählenden Ort groß geschrieben wird.

Rathaus und St. Valentinuskirche

Bild Kiedrich

Zu den Sehenswürdigkeiten im Ortskern zählen das Rathaus aus dem Jahre 1585 mit den Renaissance-Erkern sowie die ehrwürdigen St. Valentinuskirche. Diese, benannt nach dem Kirchenpatron St. Valentin, wurde 1300 erbaut und von 1480 bis 1493 erweitert. Das Inventar aus der Zeit um 1500 wurde fast vollständig erhalten, weshalb Kiedrich stolz das Prädikat „Schatzkästlein der Gotik“ trägt. In der St. Valentinuskirche befindet sich die älteste, noch spielbare Orgel Deutschlands (um 1500) mit ihren zirka 960 Pfeifen. Auch die Kiedricher Madonna (um 1330/50) und das handgeschnitzte Gestühl aus dem 16. Jahrhundert sowie die Altäre und die gemalten Fenster gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Kirche. Sonntags um 9.30 Uhr findet nach alter Tradition das Choralhochamt mit den Kiedricher Chorbuben statt.

Gegenüber der St. Valentinuskirche befindet sich die St. Michaelskapelle, die 1440/44 als Totenkapelle am Kirchhof mit Beinhaus (Karner) erbaut wurde. Die Kapelle zählt zu den berühmtesten spätgotischen Kirchenbauten am Mittelrhein. Neben dem sehenswerten Chörlein (Oststeite außen) befindet sich in der Kapelle eine doppelseitige Kronleuchtermadonna von 1520.

Burgruine Scharfenstein

Bild Kiedrich - Ruine Scharfenstein

Hoch über Kiedrich erhebt sich das Wahrzeichen der Gemeinde: die Burgruine Scharfenstein. Diese spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte des Ortes. Siegel und Wappen der Gemeinde sind identisch und zeigen neben dem Mainzer Doppelrad den Bergfried der Burg Scharfenstein. Dieses Wappenemblem wurde zirka 1420 als Gerichtssiegel benutzt. Der Erzbischof von Mainz ließ die Burg vor 1215 zum Schutz der Straße von Eltville über die Höhe erbauen. Zeitweise residierten die Erzbischöfe dort und stellten Urkunden aus. Die Burg Scharfenstein erlebte bis zum 17. Jahrhundert eine bewegte Geschichte.

Weinberg der Ehe

Bild Kiedrich - Weinberg der Ehe

In unmittelbarer Nähe der Burgruine Scharfenstein befindet sich der weit über die Region hinaus bekannte und beliebte „Weinberg der Ehe“. Alle Ehepaare, die vor dem Standesamt Kiedrich die Ehe schließen, erhalten eine Urkunde, in der symbolisch ein Rebstock aus diesem Weinberg überreicht wird. Dies gilt als originelles und einmaliges Geschenk des Weinortes an alle Ehepaare, die in Kiedrich heiraten.

Der Ehe-Weinberg wurde inmitten der Riesling-Reben-Landschaft 1975 angelegt und 1976 feierlich eingeweiht. Das erste Paar war die frühere Kiedricher und Rheingauer Weinkönigin sowie Deutsche Weinprinzessin Jutta Staab. Über 3000 Rebstöcke sind seitdem vergeben worden. Alle zwei Jahre werden alle Ehepaare aus dem In- und Ausland zum Kiedricher Rieslingfest eingeladen. Dann trinken die Ehepaare Wein aus dem eigenen Weinberg.

Weitere Auskünfte:
Städtisches Fremdenverkehrsamt
Marktstraße 27
65399 Kiedrich

Tel. 06123  905011
Fax 06123  701 120

info@kiedrich.de

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