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Datum:19.06.2017
Kategorie: Verkehr (allgemein)
Autor: Pressestelle

„Wir können den Qualitäts­standard weiter leicht verbessern“

Landrat Albers: RTV schließt Ausschreibung für vier Linienbündel im Kreis mit Vertragsunterzeichnung ab / Kostensteigerung hält sich im Rahmen / Derzeit noch keine Elektro-Busse

Die Verträge mit den drei Busunternehmen, die bei der europaweiten Ausschreibung für vier Linienbündel im Rheingau-Taunus-Kreis die wirtschaftlich besten Angebote abgegeben haben, sind von den Beteiligten unterschrieben, zeigen sich der Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, Landrat Burkhard Albers und die beiden Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV), Roland Buitkamp und Thomas Brunke, zufrieden. Nun können die Firmen zum obligatorischen Fahrplanwechsel Mitte Dezember an den Start gehen. Die Kostensteigerung hält sich im Vergleich zum aktuellen Aufwand und zum bezifferten Erwartungswert im Rahmen, betont Buitkamp. Derzeit zahlt die RTV für die Leistung zirka 5,4 Millionen Euro; ab Dezember dann etwa 5,86 Millionen Euro. Der Erwartungswert lag bei knapp 5,8 Millionen Euro. „Die Zahlen sprechen eine Sprache; wichtig ist aber auch, dass wir unseren Qualitätsstandard an einigen Stellen leicht verbessern konnten“, so die Geschäftsführer.

Die Ausschreibung beinhaltete vier Lose für das Linienbündel Eltville/Walluf/Schlangenbad, für das Linienbündel Taunusstein, für das Linienbündel Bad Schwalbach und für das Linienbündel Aar/Rufbus. Für den Bereich Eltville bekam die Martin Becker GmbH aus Altenkirch, die zur Rhenus Veniro GmbH & Co. KG gehört, den Zuschlag, die Bereiche Taunusstein und Bad Schwalbach gingen an die in Heidenrod-Kemel ansässige Engelhardt Omnibusbetrieb GmbH und Los 4 an die FahrPlan Verkehrsgesellschaft in Idstein, erläutert die RTV-Geschäftsleitung. Die Laufzeit der bestehenden Verkehrsverträge aus der Ausschreibung von 2009 endet zum 9. Dezember 2017.

„Wir haben Anpassungen bei Linien-Führungen in einzelnen Bereichen vorgenommen, auf die teilweise erheblichen Fahrgaststeigerungen auf einzelnen Bus-Linien reagiert und dort wo eine verstärkte Nachfrage erkennbar war, das Angebot an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen verbessert“, fassen Thomas Brunke und Roland Buitkamp das Ergebnis der Ausschreibung zusammen. So gibt es deutliche Fahrgaststeigerungen seit der letzten Erhebung im Jahr 2010. „Gerade die Linie 270 von Idstein über Hünstetten und Taunusstein nach Wiesbaden verzeichnet in den vergangenen fünf Jahren eine fast 100-prozentige Steigerung bei den Fahrgastzahlen“, weiß RTV-Verkehrsplaner Alexander Gruber zu berichten.

Gestiegene Fahrgastzahlen sind auch aus dem Bereich Eltville-Kiedrich zu vermelden. „Wir haben auf die Zuwächse reagiert und bieten jetzt einen 30-Minuten-Takt in den Spitzenzeiten zwischen den beiden Kommunen an“, so Thomas Brunke. Im Rheingau wird zudem aus der Linie 170, die von Rauenthal, Martinsthal über Walluf nach Wiesbaden führt, die Linie 5, die weiterhin von ESWE angeboten wird. Auf der Linie 270, Hahn nach Idstein, gibt es zusätzliche Fahrten an Samstagen. Die Linie 207(Bad Schwalbach – Born – Breithardt – Adolfseck – Bad Schwalbach) bindet nun auch den Hohensteiner Ortsteil Born mit ein, was vor allem für die Schüler auf dem Weg in die Nikolaus- August-Otto-Schule in Bad Schwalbach von Vorteil ist.

Bei der Linie 173 (Eltville – Schlangenbad – Bärstadt – Niedergladbach) gibt es zusätzliche Fahrten an Sams-, Sonn- und Feiertagen. Zudem entfällt der „Umsteige-Zwang“ in Wambach oder Schlangenbad, so Roland Buitkamp. Laut der Geschäftsführung der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft ging in die europaweite Ausschreibung als zusätzliches Angebot die Rufbus-Leistungen für den Bereich Aar ein. Dieses dient der Optimierung des ÖPNV-Angebotes in nachfrageschwachen Zeiten und Bereichen.

Wie Thomas Brunke weiter berichtet, werden nur noch Niederflurbusse eingesetzt, um Fahrgästen mit Kinderwagen oder Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen, den Einstieg zu erleichtern. Die erforderlichen Kapazitäten sind berechnet und müssten ausreichen. „Wenn wir auf einer Linie eine verstärkte Nachfrage erkennen, können wir als RTV nachjustieren“, sagt Geschäftsführer Brunke. In den Bussen gibt es eine Videoüberwachung aus Sicherheitsgründen und Klimaanlagen, wie Alexander Gruber versichert.

Der Einstieg in die E-Mobilität war derzeit noch kein Bestandteil der Ausschreibung. Da die RTV selbst keinen Fuhrpark an Bussen hat, muss sie auf das Angebot der Unternehmen eingehen. „Elektro-Busse sind für uns eine Thema, dass für uns derzeit aber noch nicht darstellbar ist“, so Brunke. Zumal die Infrastruktur fehle. Das beginne bei den Tankstellen. Bisher gibt es auch noch keine E-Busse „von der Stange“. „Solche Busse werden in Kleinststückzahlen derzeit noch produziert, was sich wiederum auf die Preise auswirkt“, berichtet Gruber. Pro E-Bus werden heute noch deutliche höhere Preise aufgerufen wie für einen „Benziner“. „Wir werden den Markt bei den Elekro-Bussen genau beobachten und natürlich auch den Fuhrpark der Busunternehmen“, betont Roland Buitkamp abschließend. Den Blick richtet die RTV-Führung aber zunächst auf den Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017: „Der soll – gemeinsam mit den beauftragten Busunternehmen – dann reibungslos über die Bühne gehen.“

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