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Datum:27.03.2017
Kategorie:Jugendhilfe, Jugendförderung
Autor: Pressestelle

Wie gelingt die nachhaltige Stärkung von Pflege­kindern

Traditionelles Wochenendseminar für Pflege- und Adoptiveltern des Fachdienstes Jugendhilfe in Hübingen

Im Mittelpunkt des traditionellen Wochenendseminars für Pflege- und Adoptivfamilien des Fachdienstes Jugendhilfe in Hübingen stand diesmal ein Referat von Dr. Klaus Wolf, Erziehungswissenschaftler an der Universität Siegen. Dr. Wolf ist der Einzige, der in Deutschland im universitären Bereich zum Thema Pflegekinder forscht, weshalb sein Vortrag „Wie können Pflegeeltern ihr Pflegekind nachhaltig stärken?“ mit großem Interesse von den 77 Eltern und Betreuern sowie 43 Kindern verfolgt wurde. Dr. Wolf hat zu diesem Thema unter anderem mit Hilfe von Interviews mit Pflegekindern und Pflegeeltern geforscht.

Bereits am Freitag hatten die Pflegeltern die Möglichkeit, im Rahmen von sogenannten „Talk-Tischen“ zu den unterschiedlichen Themen, wie Umgang mit der Herkunftsfamilie, Besuchskontakte, Pflegekinder in der Schule und familiäres Leben in der Pflegefamilie, gemeinsam mit den Mitarbeitern der Jugendamtes Erfahrungen auszutauschen. Am Samstagmorgen fand durch den Referenten ein ausführliches und anspruchsvolles Referat zu dem Thema „Wie können Pflegeeltern ihr Pflegekind nachhaltig stärken?“ statt. Beeindruckend waren die wörtlichen Zitate insbesondere von ehemaligen Pflegekindern, die sehr konkret auch ihre Forderungen nach intensiver, persönlicher Betreuung formulierten.

Zwischendrin wurde der Vortrag durch die Pflegeeltern in Kleingruppen, verbunden mit Erfahrungsaustausch, aufgelockert. Im Seminar gab es eine hohe Arbeitsbereitschaft der Teilnehmer und ein, nicht zuletzt durch das gute Wetter begünstigte, positives Arbeitsklima. Besonders erfreulich war, dass neben erfahrenen Pflegeeltern auch Teilnehmer des aktuell laufenden Vorbereitungsseminars teilgenommen haben, die sich sofort gut aufgenommen und  integriert fühlten. Sie konnten von dem reichen, praktischen Erfahrungsschatz der erfahreneren Pflegeeltern profitieren.

Dr. Wolf war in der Lage, den betroffenen Pflegeeltern aus seinem Erfahrungsschatz heraus viele Erklärungen und Empfehlungen zu geben. Im Vordergrund des Seminars standen die Erfahrungen und Berichte ehemaliger Pflegekinder und deren Aussagen, die für alle Beteiligten sehr beeindruckend waren. Nachdem es ein Lagerfeuer mit Stockbrot am Abend für die Kinder gegeben hatte, fand anschließend ein gemeinsames Fest statt. Höhepunkt des Festes war der Auftritt einer Band ehemaliger Pflegekinder. Danach fand auch noch im privaten Rahmen ein gemeinsamer Gedankenaustausch vielfach auch zum Thema Zusammenleben mit Pflegekindern statt.

Die Kinder wurden während der Seminarzeit von dem eingespielten Betreuerteam, in dem sich mittlerweile schon viele ältere Pflegekinder befinden, zur großen Zufriedenheit der Eltern betreut. Für die Pflegekinder ist es wichtig zu erleben, dass sie in ihrer Situation mit ihrem Schicksal nicht alleine sind und im Laufe der Jahre haben sich viele Freundschaften unter den Pflegekindern aber auch zu den leiblichen Kindern der Pflegeeltern entwickelt. Manche leibliche Pflegekindergeschwister, die in unterschiedlichen Pflegefamilien leben, können die Möglichkeit nutzen den geschwisterlichen Kontakt aufrecht zu erhalten, so die Mitarbeiter des Fachdienstes Jugendhilfe.

Von den Mitarbeitern gab es auch schon einen Ausblick auf die weiteren Aktivitäten. Das nächste Wochenendseminar wird wieder im zweiten Märzwochenende des nächsten Jahres in Hübingen stattfinden. Des Weiteren gibt es am 2. Juni ein Sommerfest sowie im Herbst ein Tagesseminar zum Thema Bindung und zum Abschluss des Jahres eine gemeinsame Weihnachtsfeier.

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