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Datum:30.11.2017
Kategorie: Feuerwehr, Brandschutz
Autor: Pressestelle

„Weihnachts­bäume stehen explosionsartig in Flammen“

Tipps der Feuerwehr für eine sichere Weihnachtszeit / Rauchmelder können Leben retten

Die Adventszeit ist für viele eine Zeit der Besinnlichkeit: Wer freut sich nicht auf gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein? Damit diese schönen Stunden nicht durch Brände überschattet werden, die durch Unachtsamkeit ausgelöst werden, weist Kreisbrandinspektor Joachim Dreier auf einen sorgsamen Umgang mit Kerzen hin: „Vielen ist leider nicht bewusst, was auch die kleine Flamme einer Kerze anrichten kann. Es ist daher Vorsicht geboten, damit das Weihnachtsfest nicht zur Katastrophe wird.“

Laut einer Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist die Anzahl der Feuerschäden in der Adventszeit um rund 35 Prozent höher als in den übrigen Wintermonaten. „Vor allem, wenn der Weihnachtsbaum nach einiger Zeit trocken ist, gilt erhöhte Brandgefahr. Solche Brandfälle kommen immer wieder vor“, so Dreier. Das kann auch Stefan Krebs, Fachbereichsleiter der Ordnungsverwaltung beim Rheingau-Taunus-Kreis, bestätigen: „Trockene Weihnachtsbäume brennen wirklich explosionsartig ab. Nach wenigen Sekunden steht der Baum vollständig in Flammen.“

Die einfachste Möglichkeit, um solche Brände zu verhindern, ist der Verzicht auf echte Kerzen: „Grundsätzlich hat sich die elektrische Beleuchtung am Weihnachtsbaum bewährt und ist zu empfehlen. Wer echte Kerzen am Baum aufhängt, muss diese theoretisch dauerhaft beaufsichtigen“, erklärt Joachim Dreier. An den Adventskränzen seien echte Kerzen aber immer noch sehr beliebt und stellen eine Gefahr dar. Neun einfache Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern. „Wenn sich alle an diese Ratschläge halten, könnten zahlreiche Feuerwehreinsätze in der dunklen Jahreszeit vermieden werden“, betont der Kreisbrandinspektor.

Kerzen sollen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft aufgestellt werden. Die Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können, und sie sollten nicht unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder oder Haustiere in der Nähe sind. „Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins“, warnt Dreier. Auch wenn man Streichhölzer und Feuerzeuge häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte, sollten sie an einem kindersicheren Platz aufbewahrt werden.

Die Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig löschen, bevor sie runtergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr. Bei elektrischen Lichterketten immer darauf achten, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht. Wer echte Kerzen entzündet, sollte ein Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereitstellen.

„Wenn es dann doch mal brennt, gilt die Regel: Nur dann die Flammen löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist“, sagt der Kreisbrandinspektor. Wenn nicht, dann heißt das Gebot: Möglichst die Tür zum Brandraum schließen und mit der Familie die Wohnung verlassen. Und nicht die Alarmierung der Feuerwehr mit dem Notruf 112 vergessen.

Zudem verringern Rauchwarnmelder in der Wohnung das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. „Die Warnmelder reagieren nämlich empfindlicher als die menschliche Nase. Sie schützen auch davor, unbemerkt im Schlaf durch die Rauchgase geschädigt zu werden“, so Dreier. Schließlich sterben laut Schätzungen zirka 500 Menschen pro Jahr bei Feuern; über 70 Prozent von diesen werden nachts im Schlaf vom Feuer getötet. Kreisbrandinspektor Dreier: „Während des Schlafes ist der Geruchssinn beim Menschen nicht aktiv, das Gehör aber schon, weshalb Rauchmelder so wichtig sind. Die kleinen Geräte können zum Lebensretter werden.“ Besonders wirksam seien die Melder, wenn sie miteinander vernetzt werden, so der Experte.

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