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Datum:26.09.2017
Kategorie: Jugendhilfe, Jugendförderung
Autor: Pressestelle

„Ich fühle mich, wie nach Hause gekommen zu sein“

Stellvertreter Erich Blaes unterstützt die neue Leiterin des Fachdienstes Jugendhilfe bei der Einarbeitung in ihr Amt.

Liane Schmidt ist neue Leiterin des Fachdienstes „Jugendhilfe“ in der Kreisverwaltung / Blick wieder mehr auf die Situation von Jugendlichen richten

„Ich fühle mich, wie nach Hause gekommen zu sein“, betont Liane Schmidt mit Blick auf ihren beruflichen Werdegang und wirkt dabei rundum zufrieden. Die 45-jährige, verheiratete Mutter von zwei Kindern ist seit 1. August die neue Leiterin des Fachdienstes „Jugendhilfe“ in der Kreisverwaltung und damit die Nachfolgerin von Ewald Pätzold. „Jugendhilfe“ sieht sie als spannenden Fachdienst mit vielen Facetten an, der die aktuelle gesellschaftliche Situation am Ehesten und Deutlichsten widerspiegelt. „Bei der täglichen Arbeit erkennen wir sehr schnell, wie die Gesellschaft, wie Eltern mit ihren Kindern und wir alle mit den Jugendlichen umgehen“, sagt Liane Schmidt, die sich derzeit in die verschiedenen Themenfelder des Fachdienstes einarbeitet. Eine erste Bilanz wagt sie aber schon: „Der Kreis ist sehr gut aufgestellt, kann stolz auf das Geleistete sein.“ Als Beispiele nennt die Fachdienstleiterin die Schulsozialarbeit in den weiterführenden Schulen und Berufsschulen und das Netzwerk Frühe Hilfen.

Ihre berufliche Laufbahn startete die 45-jährige Diplom Pädagogin im Jugendamt in Mühlheim an der Ruhr, weshalb sie auch mit Blick auf ihre neue Stelle von einem „Zurück-zu-den-Wurzeln“ spricht. Es folgte die Station bei der Lebenshilfe Wetzlar / Weilburg und eine Phase, in der sie als Selbstständige Seminare zum Thema „Kinder mit Behinderung“ durchführte. Anschließend wechselte sie zum Kinderschutzbund, Kreisverband Limburg-Weilburg, wo Liane Schmidt 2009 Geschäftsführerin wurde. „Mit 45 überlegt man dann schon, wie es beruflich weitergeht. Ich hatte dann den Wunsch wieder in einem Jugendamt zuarbeiten“, sagt sie.

Der Wunsch ging in Erfüllung. Wo sieht sie nun den Schwerpunkt ihrer zukünftigen Arbeit? „Ein Gebot der Stunde ist es sicherlich, den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung intensiv voranzutreiben, um beiden Elternteilen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, um aber auch unseren Kindern eine frühestmögliche Förderung angedeihen zu lassen.“ Dazu werde sie Gespräche mit den 17 Kommunen des Kreises führen. Liane Schmidt nennt aber auch die Stichworte „Tagespflege“ und „Pflegefamilien“. In beiden Bereichen sieht sie noch nicht alle Potentiale ausgeschöpft. „Wir wollen neue Familien finden, die Pflegekinder aufnehmen.“ Auch das Angebot der tagespflege sei ausbaufähig.

Den Fokus will sie aber auch verstärkt auf Kinder und vor allem Jugendliche richten. Liane Schmidt. „In den vergangenen Jahren hat die Gesellschaft insgesamt unsere Jugendlichen aus dem Blickfeld verloren.“ Was wollen Jugendliche heute? Wie stellt sich deren Situation dar? „Es geht dabei nicht alleine darum, Probleme der Jugendliche aufzuarbeiten. Dafür sind wir mit der Schulsozialarbeit gut aufgestellt. Es geht mir verstärkt darum, dass sich Jugendliche wieder frühzeitig und umfassend am gesellschaftlichen Leben beteiligen und sich einbinden, auf ihre Sicht der Dinge hinweisen.“ Das könnte beispielsweise über Jugendparlamente vor Ort geschehen. „Wir wollen bei Jugendlichen Interesse für ihr Umfeld wecken.“ Dies könne aber nur im Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Jugendpflegern gelingen.

Wenn der Blick auf Jugendliche gerichtet wird, spiele natürlich auch das Thema „Prävention“ eine wichtige Rolle. „Ich weiß, dass es in diesem Bereich gute Ansätze gab“, betont Liane Schmidt und meint damit etwa das Projekt „Hart am Limit“, kurz „HaLt“ genannt, das sich mit der Problematik Jugendliche und extensiver Alkoholkonsum auseinandersetzt. Auch in den Schulen werde mit Hilfe der Schulsozialarbeit eine wichtige Arbeit geleistet. Liane Schmidt will jedoch dazu beitragen, dass die Jugendlichen sich ehrenamtlich engagieren, für ihre Wünsche und Ziele selbst eintreten und sie gegenüber den Erwachsenen vertreten.

Beeindruckt zeigt sich die neue Jugendamtsleiterin zudem von Netzwerk Frühe Hilfen und Kooperation im Kinderschutz, das sich in den drei Kreisteilen Rheingau, Idsteiner Land und Aar-Kommunen in einer hervorragenden Art etabliert habe. Im Rahmen der Frühen Hilfen können junge Eltern bei Fragen rund um die Geburt ihres Kindes Unterstützung erhalten. Die Angebote „Früher Hilfen“ basieren auf den Schwerpunkten Stärkung der Elternkompetenz, präventiver Schutz der Entwicklung von Kindern und der Vernetzung der Angebote und Akteure.

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