PRESSEMITTEILUNGEN   (Detailansicht)

Datum:30.11.2017
Kategorie: Büro für Gleichstellungsfragen
Autor: Pressestelle

„Ein Schnitt in die Seele!“

Vortrag in Oestrich-Winkel über weibliche Genitalverstümmelung / 58.000 betroffene Frauen in Deutschland

„Genitalverstümmelungen bei Mädchen und Frauen gehören zu den größten Menschenrechtsverletzungen weltweit. 200 Millionen Frauen sind davon betroffen und alle acht Minuten wird auf der Welt ein Mädchen beschnitten“, beschreibt Rita Czymai, Gleichstellungsbeauftragte des Rheingau-Taunus-Kreises, die Ausmaße des Problems. „Auch in Deutschland leben 58.000 betroffene Frauen und weitere 13.000 Mädchen sind gefährdet. Das sind erschreckende Zahlen“, so Czymai.

Anlässlich des internationalen Gedenktages „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November findet am 7. Dezember 2017, von 17:00 bis 18:30 Uhr, in Oestrich-Winkel im Bürgersaal im Bürgerzentrum, Paul-Gerhardt-Weg 1, eine Veranstaltung zum Thema „Weibliche Genitalverstümmelung“ statt. Die Referentin Irma Bergknecht wird in einem Vortrag die Problemlagen fundiert darstellen. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich mit der Expertin auszutauschen und zu diskutieren. Irma Bergknecht engagiert sich bei „Terre des Femmes“ für die Menschenrechte der Frauen und ist Koordinatorin der internationalen Partnerorganisation „Bangr Nooma“ – gegen weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso.

„Genitalverstümmelungen sind ein Schnitt in die Seele der Betroffenen! Über diese menschenverachtende Praxis aufzuklären, ist heute wichtiger denn je“, betont Rita Czymai. Czymai und Ilse Gießer, Leiterin des Frauenhauses Bad Schwalbach und der Beratungs- und Interventionsstelle veranstalten den Vortrag. Durch die gestiegene Migration aus Ländern, in denen Frauen besonders gefährdet sind, steigt die Zahl der betroffenen Frauen in unserer Region an. „Darum ist es so wichtig, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen und die Menschen zu informieren“, so Czymai.

Das EU-Parlament schätzt, dass in der Europäischen Union rund 500.000 von Genitalverstümmelung betroffene sowie 180.000 gefährdete Mädchen und Frauen leben. Aus diesem Grund hat „Terre des Femmes“ das europaweite Aufklärungsprojekt „Change“ mit ins Leben gerufen. Die diesjährige Fahnenaktion steht unter dem Motto „Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden“. Auch der vom Arbeitskreis Häusliche Gewalt des Rheingau-Taunus-Kreises in Kooperation mit der Stadt Oestrich-Winkel veranstaltete Vortrag steht unter diesem Motto und richtet sich an alle an dem Thema Interessierten.

Bei Fragen zur Veranstaltung geben Rita Czymai (rita.czymai@rheingau-taunus.de, Tel. 06124 510-289) oder Uta Bigus (presse@oestrich-winkel.de, Tel. 06723 992-150) Auskunft.

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