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Datum:09.11.2017
Kategorie: Jahrbuch
Autor: Pressestelle

Die schönsten Gärten und Parks in der Region

Landrat Frank Kilian, die Floren und die Mitglieder der Jahrbuch-Redaktionskonferenz.

Landrat Frank Kilian, die Floren und die Mitglieder der Jahrbuch-Redaktionskonferenz Claudia Niemann, Walter Hell, Kerstin Wachter, Ute Klein und Dr. Christoph Zehler präsentieren das Jahrbuch 2018 des Rheingau-Taunus-Kreises.

Präsentation des Jahrbuches 2018 des Rheingau-Taunus-Kreises / Über 20 Beiträge zum Schwerpunktthema / Chronik der Kommunen im Kreis

„Gärten und Parks machen uns Menschen glücklich. Sie sind Oasen der Ruhe und Erholung.  Mit ihrer Farbenpracht und Duftfülle sind sie außerdem eine Freude für die Sinne. Die Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises können daher froh sein, in einer Region zu leben, die von der Natur verwöhnt ist“, betont Landrat Frank Kilian anlässlich der Präsentation des aktuellen Jahrbuches 2018 des Rheingau-Taunus-Kreises im Alleesaal in Bad Schwalbach. Da die Landesgartenschau 2018 in der Kreis- und Kurstadt Bad Schwalbach als Großereignis ihre Schatten vorauswirft, hat sich die Redaktionskonferenz des Jahrbuches dazu entschlossen, das Jahrbuch 2018 den Gärten und Parks im Kreisgebiet zu widmen.

„Wir möchten im Jahrbuch die ganze Bandbreite der Grünanlagen vorstellen und die Leserinnen und Leser dazu ermuntern, die kleinen und großen grünen Schätze unserer Region kennenzulernen“, erklärt die Leiterin der Redaktionskonferenz Claudia Niemann. Die zahlreichen Beiträge der Autorinnen und Autoren beschäftigen sich sowohl mit der Geschichte der verschiedenen Anlagen als auch mit aktuellen Themen und Entwicklungen. „Die Beiträge im Jahrbuch weisen eine beeindruckende Vielfalt auf. Da ist für jeden etwas Interessantes dabei. Alle Beteiligten haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet“, freut sich Claudia Niemann.

Über 20 Artikel auf 88 Seiten widmen sich dem diesjährigen Schwerpunktthema. So stellt etwa Dr. Rolf Faber das Leben und Werk des bedeutenden hessischen Gartenkünstlers Heinrich Siesmayer (1817–1900) vor, der auch im Rheingau und im Untertaunus seine Spuren hinterließ. Er war unter anderem für die Gestaltung des Parks der ehemals Königlichen Lehranstalt für Obst- und Weinbau zu Geisenheim – heute Hochschule Geisenheim University – verantwortlich. Auch in Eltville befinden sich acht von ihm angelegte Gärten. „Obgleich sich Siesmayers Planungen in Bad Schwalbach und Schlangenbad nicht eindeutig nachweisen lassen, war er doch sicherlich mit seiner Firma in die Pflege der dortigen Kurparks eingebunden“, merkt der Landrat dazu an.

Die Entstehung und Entwicklung der Kurparks in Bad Schwalbach und Schlangenbad wird in Beiträgen von Peter Neugebauer und Sabine Bongartz genauer beleuchtet. Dabei zeigt sich auch der Einfluss des gesellschaftlichen Wandels auf die Parkanlagen. Der Kurpark Bad Schwalbach entwickelte sich beispielsweise um die Wende zum 20. Jahrhundert immer mehr zum Ort von Freizeitgestaltungen und seit den 1950er Jahren gingen durch den Neubau moderner Kliniken viele der kurorttypischen Villen des 19. Jahrhunderts verloren. „Viele der grünen Schätze in unserer Region sind den Menschen bekannt, da sie dort oft spazieren gehen und die Natur genießen. Im Jahrbuch kann man zusätzlich noch etwas über die Geschichte der Anlagen lernen“, lobt Landrat Kilian.

Eine viel zu selten beachtete Sehenswürdigkeit ist der Osteinsche Niederwald in Rüdesheim. Kerstin Wachter zeigt in ihrem Beitrag, dass es sich lohnt, dieses Gartenkunstwerk des ausgehenden 18. Jahrhunderts mit der Familie zu besuchen. Der Osteinsche Niederwald ist ein Beispiel für die Landschaftsgärten, die zu dieser Zeit die barocke Gartenkultur ablösten. Neben den schönen Ausblicken in das Rhein- und das Nahetal begeistern hier auch die Bauwerke, die an exponierten Stellen errichtet wurden, so etwa die künstliche Ruine Rossel.

„Ein großartiges Beispiel für die gemeinschaftsstiftende Wirkung von Gärten sind die Idsteiner Kleingärten. Sie stärken das soziale Miteinander, indem sie unterschiedliche Menschen zusammenführen“, hebt Landrat Kilian hervor. Marion Diefenbach zeigt in ihrem Beitrag für das Jahrbuch, wie sich die Kleingärten zum Generationentreff entwickelt haben. Durch die vielen jungen Familien, die in den letzten Jahren Gärten übernommen haben, kamen auch immer mehr Kinder dazu, sodass der Kleingartenverein nun sogar einen Spielplatz angelegt hat.

Unter dem Motto „Mein grüner Lieblingsplatz“ stellen außerdem Redaktionsmitglieder des Jahrbuches ihre ganz persönlichen Favoriten vor. Darunter ist Manfried Weber und sein Lieblingsplatz, der Ausblick von Burg Hohenstein. „Der Fernblick lässt in mir ein Gefühl von Freiheit aufkommen. Wenn ich auf der Burg bin und in die Landschaft schaue, komme ich zur Ruhe“, erklärt er die Faszination seines Lieblingsplatzes.

Neben dem Schwerpunktthema Gärten und Parks bietet das Jahrbuch 2018 des Rheingau-Taunus-Kreises auch interessante Blicke in die Vergangenheit der Region und in ihre Kulturgeschichte. Dazu gehört das sogenannte Medizinaledikt, das im Jahre 1818 im Herzogtum Nassau erlassen wurde und mit dem sich Dr. Rolf Faber in einem Beitrag für das Jahrbuch befasst. Das Edikt garantierte die flächendeckende medizinische Versorgung der Bevölkerung und stellt somit eine herausragende Maßnahme in der Geschichte des deutschen Gesundheitswesens dar. Ein weiteres historisches Ereignis, das sich im Jahr 2018 jährt ist die Revolution von 1918/19. Walter K. Hell untersucht in seinem Beitrag, was während der Revolution in Wiesbaden und im Rheingau passierte. Claudia Niemann: „Der Beitrag ist besonders erhellend, da die Revolution im Rheingau-Taunus-Kreis wie auch insgesamt in Deutschland im öffentlichen Bewusstsein kaum noch präsent ist. Der Beitrag kann also sicher bei einigen Leserinnen und Lesern eine Wissenslücke schließen.“

Das Jahrbuch des Rheingau-Taunus-Kreises hat seit jeher auch die Funktion als Chronik des Kreises und seiner 17 Städte und Gemeinden. So findet sich auch im neuen Jahrbuch wieder alles Wichtige zu den Geschehnissen, die die Bürgerinnen und Bürger zwischen September 2016 und August 2017 bewegt haben. Enthalten sind zudem auch eine Liste mit neuen Büchern über den Kreis sowie Informationen über die Geschichts- und Heimatvereine und die Archive.

Das 320 Seiten umfassende Jahrbuch ist erhältlich im Buchhandel und bei den Städten und Gemeinden und kostet 8,50 Euro. Herausgeber ist der Kreisausschuss des Rheingau-Taunus-Kreises. Das Inhaltsverzeichnis und ein Suchregister der früheren Jahrgänge finden sich auf den Internetseiten des Landkreises unter www.rheingau-taunus.de/jahrbuch.

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