PRESSEMITTEILUNGEN   (Detailansicht)

Datum:15.03.2012
Kategorie: Bahnlärm
Autor: Pressestelle

Bahnlärm macht krank ...

... eine Region wehrt sich dagegen / Demonstration am 12. Mai in Rüdesheim

In vielen Orten entlang der Bahnstrecke im Rheingau und Mittelrheintal sind rund 50 Prozent der Einwohner auf massivste Art vom Bahnlärm betroffen. Durchschlafen ist für diese Menschen inzwischen zu einem Fremdwort geworden. Fünf, sechs oder gar sieben Mal in der Nacht schrecken sie wegen des Bahnlärms aus dem Schlaf. Wenn das markerschütternde Quietsch ertönt, schnellt der Blutdruck in die Höhe. Wenn ein Güterzug am Haus vorbeirattert, erstirbt jedes Gespräch. "Es macht einfach keinen Sinn gegen den Lärm des Zuges anzuschreien: Für Gespräche muss man die vier, fünf Minuten zwischen zwei Zügen abwarten", berichtet eine Anwohnerin über ein mittlerweile eingeübtes Ritual, das aber niemand hinnehmen will.

Weil der Lärm der Güterzüge inzwischen den Lebensrhythmus der vielen Menschen entlang der Bahnstrecke bestimmt, Lebensqualität immer mehr verloren geht, haben sich die sechs Landkreise Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn, Mayen-Koblenz, Rheingau-Taunus, Neuwied und Mainz-Bingen, die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn und Pro Rheintal sowie die Städte und Kommunen entlang der Rheinschiene zusammengetan, um ihrer Forderung nach Reduzierung des Lärms und einer Alternativtrasse für den Güterverkehr Nachdruck zu verleihen. Gemeinsam rufen sie zu einer zweiten Demonstration am Samstag, 12. Mai 2012, ab 12.00 Uhr (Treffpunkt auf dem Parkplatz an der Stadthalle) in Rüdesheim auf. "Wir müssen erneut ein eindrucksvolles Signal nach Berlin schicken, damit endlich etwas geschieht", betont Landrat Burkhard Albers.

Mit der Demonstration wollen die Organisatoren auf die unerträgliche Situation im Rheingau und im Mittelrheintal erneut aufmerksam machen. "Das Mittelrheintal ist die lauteste Region in Deutschland, dort ist es lauter als an einem Flughafen", sagt der Dezernent für das Kulturerbe, Karl Ottes Im Mittelrheintal werden Werte, die noch gesundheitsverträglich sind, um das 250-fache überschritten. Da Spitzenwerte bis 105 Dezibel erreicht werden, gelte es die Verantwortlichen in Bund und Land sowie bei der Bahn AG an ihre Versprechungen zu erinnern, ergänzt Willi Pusch von der BI. Es sollten Umrüstungen an den teilweise uralten Waggons auf die K-Sohle erfolgen. Doch es gab nur Versprechungen, wie ein Gutachten belegt, das der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz unlängst vorstellte.

Und auch der Bahnlärmindex belegt eindeutig, wie belastet die Menschen sind. Die Region muss deshalb mit Nachdruck ihre Forderung nach einer schnellstmöglichen Umrüstung der Waggons auf die K-Sohle und eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer als kurzfristige Maßnahme durchsetzen. Dies könne nur gelingen, wenn lärmabhängige Trassenpreise über einem Euro pro Achslast eingeführt werden. Langfristig sehen die Organisatoren nur eine Lösung in der Alternativstrecke.

Auf der Demonstration sollen diese Forderungen im Mittelpunkt stehen. Wir brauchen jeden Mitstreiter, um über alle Parteigrenzen hinweg deutlich zu machen, dass wir keine Verzögerungen mehr hinnehmen wollen. Die Geduld hat ein Ende. Deshalb sind auch alle Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker aufgefordert, sich an der Demonstration zu beteiligen.

 

 

 

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