KLIMASCHUTZTEILKONZEPT

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt und Reaktorsicherheit werden Fördermittel für die Erstellung von Klimaschutzkonzepten bereitgestellt. Für die Erstellung eines Klimaschutzteilkonzepts für die öffentlichen Liegenschaften des Rheingau-Taunus-Kreises erhält der Rheingau-Taunus-Kreis jetzt einen Zuschuss in Höhe von 70% der Gesamtkosten, das entspricht 38.360,00 Euro der Konzeptkosten, die sich insgesamt auf rund 54.800 Euro belaufen werden. Der Zuwendungsbescheid FKZ 03K02334 gilt für den Zeitraum vom 01. September 2015 bis 31. August 2016.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausemmissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzinitiativen ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Der Rheingau-Taunus-Kreis und das Energie-Dienstleistungs-Zentrum Rheingau-Taunus GmbH (edz) verstehen sich als Vorbild und Impulsgeber für die Entwicklung und Umsetzung konkreter Klimaschutzmaßnahmen im Kreis.
Deshalb soll ein Klimaschutzteilkonzept für 102 kreiseigenen Liegenschaften erstellt werden. Das Klimaschutzteilkonzept ist eine wichtige Grundlage zum Aufbau eines Energiemanagements für die kreiseigenen Liegenschaften, das im „Masterplan Energie Rheingau-Taunus-Kreis“ (Abschlussbericht 01.04.2014, Transferstelle Bingen –TSB-) als eine Maßnahme mit einer hohen Priorität identifiziert und dargestellt wird.
In einem 1. Baustein soll für 102 Gebäude des Kreises ein Klimaschutzmanagement aufgebaut werden. Dieses soll als Planungsgrundlage und Steuerungs-instrument für die dauerhafte Senkung der Treibhausemissionen und Energiekosten der kreiseigenen Liegenschaften dienen. Für das Klimaschutzmanagement gibt es drei Arbeitsschritte:

  1. die Bewertung der Basisdaten
  2. die Entwicklung eines Organisationskonzepts
  3. die Erstellung eines Controllingkonzepts.

Im 2. Baustein erfolgte die detaillierte Gebäudebewertung von 11 Gebäuden. Sie gibt Überblick über den energetischen Zustand der Gebäude, stellt Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen dar, die hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Kriterien bewertet sowie in einer Prioritätenliste sortiert werden. Die entstehenden Investitionskosten für die Umsetzung der Maßnahmen werden abgeschätzt.
Da Energieeinsparung nicht nur durch neue Anlagentechnik oder Sanierung erreicht werden kann, nimmt auch die Erstellung eines Konzepts zum Thema Öffentlichkeitsarbeit breiten Raum ein.

An dieser Stelle werden während der Projektbearbeitung bis September 2016 regelmäßig aktuelle Informationen zum Projektstand und Ergebnissen veröffentlicht.

Am 9. Dezember 2015 wurde der Projektträger Jülich von der Kreisverwaltung, Fachdienst Kreisentwicklung, über den Sachstand des Projekts informiert.
Die Mitteilung lautet: Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass die Erstellung des KSI: Klimaschutzteilkonzeptes „Klimaschutz in den eigenen Liegenschaften“ für den Rheingau-Taunus-Kreis auf der Grundlage der Ergebnisse einer „Beschränkten Ausschreibung“ mit vorgeschaltetem Interessenbekundungsverfahren am 16.11.2015 an die Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen (TSB) vergeben wurde. Die Bekanntmachung des Interessenbekundungsverfahrens „formloser Teilnahmewettbewerb vor Beschränkten Ausschreibungen und Freihändigen Vergaben oder sonstigen Verfahren“ wurde am 21.08.2015 in der Hessischen Ausschreibungsdatenbank (HAD) mit der HAD-Referenz-Nr. 5413/5 veröffentlicht.


Zwischenstand Erstellung eines Klimaschutzteilkonzepts „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften“ für den Rheingau-Taunus-Kreis

Im Baustein 1 wurden für 102 ausgewählte Liegenschaften im Rheingau-Taunus-Kreis die Daten erhoben und eine Gebäudedatenbank erstellt. Sie ist Grundlage für die weitere kontinuierliche Datenerfassung und Auswertung des Wärme-, Strom und Wasserverbrauchs in den Liegenschaften des Kreises. Anhand der Ergebnisse der Gebäudedatenbank und vor allem nach dem Vergleich mit Durchschnittswerten werden Auffälligkeiten sichtbar und Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs vorgeschlagen.
Im Baustein 2 wurden 9 Schulen und das Kreishaus konkret begangen und die Bausubstanz, die Wärmeerzeugung, die Wärmeverteilung, die Wärmeübergabe, die Trinkwassererwärmung sowie die Beleuchtungssituation genauer untersucht. Für diese Gebäude wurde eine Prioritätenliste mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen erstellt. Diese enthält auch eine vereinfachte Investitonskostenschätzung und ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit.

Zeitrahmen:

  • Auftakt am 07.12.2015 in der internen Arbeitsgruppe.
  • Die TSB Bingen hat vor der internen Arbeitsgruppe im Kreishaus am 21. Juli 2016 erste Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.
  • Vom Projektträger Jülich wurde eine Verlängerung des Bewilligungszeitraums bis zum 30.11.2016 mit Bescheid vom 13.07.2016 genehmigt.
  • In den Sitzungen des Kreisausschusses am 19.09.2016 und des Fachausschusses des Kreistages für Umwelt, Energie und Kreisentwicklung am 27.09.2016 erfolgte ein Sachstandsbericht mit Diskussion über das Klimaschutzteilkonzept. Zur weiteren Information wird die Präsentation als Download zur Verfügung gestellt.
  • Am 14. November 2016 wurden die Ergebnisse der Konzepterstellung dem Fachbeirat des „Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien Rheingau-Taunus e.V.“ vorgestellt und dort beraten. Die Anregungen sind in den Abschlussbericht eingeflossen.
  • Das Konzept ist im Entwurf fertiggestellt, wurde vom Kreisausschuss am 12.12.2016 zur Kenntnis genommen und wird dem Kreistag in der Sitzung am 07.02.2017 zur Beratung vorgelegt.
  • Der Kreistag hat das Klimaschutzteilkonzept in seiner Sitzung am 07.02.2017 ebenfalls zur Kenntnis genommen und erste Maßnahmen zu dessen Umsetzung beschlossen
    • Im Rahmen des Energiemanagements in den eigenen Liegenschaften werden die Gebäudedatenbank des Klimaschutzteilkonzeptes und die CO2-Bilanz fortgeschrieben sowie ein jährlicher Klimaschutzbericht zu den Liegenschaften erstellt.
    • Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen einer „Hausinternen Arbeitsgruppe“ auf der Grundlage des Controlling-Konzeptes Zielvereinbarungen als Beschlussempfehlung für die Kreisgremien vorzuschlagen, kurzfristige Maßnahmen zur energetischen Sanierung von kreiseigenen Liegenschaften zu konkretisieren und Fördermöglichkeiten des Bundes und des Landes Hessen für die finanzielle Unterstützung von kurzfristigen Maßnahmen aufzuzeigen.
    • Die Verwaltungsinterne Arbeitsgruppe soll den Kreisgremien erste Vorschläge für energetische Sanierungen spätestens zu den Haushaltsberatungen 2018 vorlegen.

 

Das „Klimaschutzteilkonzept: Klimaschutz in den eigenen Liegenschaften“ und der „Klimaschutzbericht zu den Liegenschaften des Rheingau-Taunus-Kreises 2016“ stehen unter Formulare/Publikationen zum Download zur Verfügung.

Projektträger: Projektträger Jülich

Ansprechpartner

Manfred Vogel
Geschäftsführung edz
und Projektleitung

Tel. 06722 900-213
manfred.vogel@edzgmbh.de


Ingrid Reichbauer
Stabstelle Projekt- und Energiemanagement
Erneuerbare Energien

Tel. 06722 900-212
ingrid.reichbauer@edzgmbh.de

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