8. FORUM ERNEUERBARE ENERGIEN

Wie kann der Rheingau-Taunus-Kreis die Energiewende gestalten?

Unter dieser Fragestellung fand das 8. Fachforum Erneuerbare Energien am 14. September 2014 statt. Nach Eröffnung durch die stellv. Vorsitzende des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien, Ingrid Reichbauer, und Begrüßung durch den Geschäftsführer des Kee, Dipl-Ing. Manfred Vogel, wurden sieben Fachvorträge zu unterschiedlichen Themenstellungen der Energiewende angeboten. Über die Ergebnisse des Masterplans Erneuerbare Energien des Rheingau-Taunus-Kreises berichtete Dipl.Ing. Michael Münch von der Transferstelle Bingen. Diese war mit der Erstellung des Masterplans beauftragt und wird auch die Umsetzungsschritte wissenschaftlich begleiten.
Wesentliche Erkenntnisse des Masterplans: Ein riesiges Betätigungsfeld im Kreis liegt im Einsparpotential im Bereich Wärme in den Privathaushalten. Hier ist eine Ausweitung der Information für die Bürgerinnen und Bürger absolut notwendig. Aber auch der Kreis kann bei Einsparungsmaßnahmen für seine eigenen Gebäude durch Energiemanagement und Contracting noch besser werden. Der Masterplan enthält eine ganze Reihe konkreter Umsetzungsmaßnahmen. Ganz deutlich wird im Masterplan Erneuerbare Energien: Ohne Windkraft wird eine 100%ige Versorgung des Rheingau-Taunus-Kreises mit Strom aus Erneuerbaren Energien bis 2020 nicht zu erreichen sein. Der Kreis hat keine Vorrangflächen. Inwieweit die Energiewende im Rheingau-Taunus-Kreis gelingen wird, hängt auch von den Entscheidungen der Kommunen ab. Eine enge Kooperation ist deshalb notwendig. Dipl-Ing. Oliver Bieber von der Firma ABO Wind, die Projektentwickler für die geplanten acht Windräder in Geisenheim ist, stellte das  Konzept von ABO Wind für den Rheingau vor.
Was Privatpersonen zur energetischen Ertüchtigung ihres Hauses und zur Schonung ihres Geldbeutels tun können, machten drei Vorträge zu verschiedenen Themen deutlich: Über Sonnenenergie vom eigenen Dach berichtete Herr Kai Janßen von der Solartechnik Janßen GmbH, über staatliche Förderung auch bei denkmalgeschützten Gebäuden berichtete Dipl.-Ing. Melanie Gehm vom Ingenieurbüro Gehm. Der dritte Vortrag von Dipl.-Ing. Klaus Großmann zeigte Vorteile von sog. Energieplus-Häusern auf. Zwei Vorträge von Dr. Jürgen Hoffmann zu den Themenkomplexen Energie speichern und regeln sowie von Prof. Dr. Jens Strüker zu datenbasierten Geschäftsmodellen in intelligenten Netzen rundeten die Fachvorträge ab.
Infostände gab es von Abo-Wind, dem Energie-Dienstleistungs-Zentrum Rheingau-Taunus, der Pro Regionale, der Initiative Stromboje Mittelrhein. Eine Ausstellung des Bayrischen Landesamtes für Umwelt zur „Energiewende“ wurde ebenfalls gezeigt.  

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kee-rtk.de.

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