FAMILIENFEST 2010

Diese Bündnisse sind eine riesige Bewegung für mehr Familienfreundlichkeit

Landrat Burkhard Albers zog eine positive Bilanz des zweiten Familienfestes / Wichtige Plattform / www.shortkut.de ging online

Eine durchweg positive Bilanz zog Landrat Burkhard Albers am Samstag nach dem zweiten Familienfest, das in der Eltviller Freiherr-vom-Stein-Schule stattfand. Das Familienfest hat sich als Plattform für informelle Gespräche, zum Meinungsaustausch und zur Kontaktaufnahme etabliert, zeigte sich Albers über die positive Resonanz erfreut. Rund 50 Aktive aus Vereinen, Verbänden und Organisationen funktionierten das Fest, das vom Lokalen Bündnis für Familie im Rheingau-Taunus-Kreis organisiert wurde, mit ihren Angeboten zu einer interessanten und vielschichtigen Infobörse um, bei der für alle Generationen etwas geboten wurde. Hier entstehen ganz zwanglose Gespräche zwischen den einzelnen Initiativen, die für die weitere Arbeit wichtig sind, hieß es aus Reihen der Teilnehmer.

Ich war überrascht, welche Projekte es im Kreis gibt, die ich zuvor gar nicht wahrgenommen habe. Während des Familienfestes konnten wir uns gegenseitig kennenlernen, erklärte eine weitere Teilnehmerin. Es gibt im Kreis viele Angebote und Einrichtungen, die sich mit Familie vom Baby bis zu den Senioren beschäftigten, deren Arbeit aber noch mehr in die Öffentlichkeit getragen werden muss. Das übernimmt das Fest, so Landrat Albers. Das Ziel des Familienfestes, Öffentlichkeit für die Initiativen und Einrichtungen zu schaffen, ist damit erreicht.

So warnte Albers auch davor, den Internationalen Tag der Familie, den 15. Mai, nur als Gedenktag zu sehen. Es reicht nicht, wenn wir nur ein Mal im Jahr an Familie denken. Gerade auch die Politik müsse ihren Fokus auf die Familien legen und die Interessen von Familien verstärkt vertreten. Albers zeigte sich zudem erfreut, dass es mittlerweile 600 Lokale Bündnisse für Familien in Deutschland gibt. Diese Bündnisse sind eine riesige Bewegung für mehr Familienfreundlichkeit und ein engmaschiges Netzwerk, betonte der Landrat, der nach seiner Ansprache den Startschuss für das zweite Familienfest gab.

Bei seinem Rundgang entlang der Stände ließ er es sich nehmen, auch aktiv bei den Angeboten mitzumachen. Und das Angebot war vielfältig. So gab es einen Bewegungsparcours für Ein- bis Dreijährige, die aktiv gefordert wurden, sich zu bewegen und nicht nur vom Kinderwagen aus das Geschehen zu verfolgen. Bei den Kunstrad-Vorführungen durften die Gäste sich auch selbst versuchen. Umlagert war auch der stand der Phenokids, denn dort konnten Kinder und Jugendliche naturwissenschaftliche Experimente durchführen.

Auch das Programm auf der Hauptbühne, das von Moderatorin Anke Seeling mit viel Esprit präsentiert wurde, bot Abwechslung. Ob die Jugendgruppe des Rheingauer Mundartvereins, die Seniorentanzgruppe im Rheingau-Taunus-Kreis oder die Darbietungen der Tanzschulen aus Eltville  die Zuschauer gingen begeistert mit. Viel Applaus gab es zudem für The Snakes, das junge Bandprojekt aus Bärstadt. Die ganz jungen Musiker ließen sich nach ihren Songs von den Erwachsenen feiern. Und zum krönenden Abschluss entführte die Voltigiergruppe des RFV Oestrich-Winkel die Zuschauer in Peter Pans Nimmerland.

Während des Familienfestes wies Landrat Albers darauf hin, dass er auch weiterhin an seinem Ziel festhalte, den Rheingau-Taunus-Kreis zu dem familienfreundlichsten Kreis in Deutschland weiterzuentwickeln. Um diese Vorgabe zu erreichen, hat das Lokale Bündnis für Familie im Rheingau-Taunus-Kreis unter der Leitung der Koordinatorin Dr. Karin Becker und in enger Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlichen Helfern einige Projekte bereits umgesetzt. Nach dem Familienwegweiser und dem Begrüßungspaket für Neugeborene nun ein weiteres Projekt präsentiert werden. In Beisein von Kreisjugendpfleger Andreas Butzbach und Christopher Guckes von Gulit Webstyle ging die neue Jugendplattform des Kreises im Internet online. Unter www.shortkut.de können nun Jugendliche aus dem Rheingau-Taunus-Kreis vielfältige Informationen abrufen.

Die Internetseite bietet Angebote, die für Jugendliche interessant sind, erläuterte Christopher Guckes. So sind Informationen über Veranstaltungen nachzulesen. Aber es gibt auch Angebote zu Rechtsfragen, die für Jugendliche wichtig werden können. Die Jugendlichen sollten sich einfach durch die Seiten klicken, rät Andreas Butzbach.

Tüfa-Team GmbH ist der familienfreundlichste Betrieb im Rheingau-Taunus-Kreis 2010 Landrat Burkhard Albers konnte während des Familienfestes die Preisträger auszeichnen.

Die Tüfa-Team GmbH aus Niedernhausen ist der Familienfreundlichste Betrieb im Rheingau-Taunus-Kreis 2010. Den Preis konnte Tüfa-Team- Geschäftsführerin Tatjana Trömner-Gelbe während des Familienfestes 2010 in Eltville aus den Händen von Landrat Burkhard Albers und dem Referenten für Wirtschaftsförderung, Achim Staab, entgegen nehmen. Die Plätze 2 und 3 gingen an die Häusliche Krankenpflege Schwester Gudrun in Rüdesheim und an die Campus Geisenheim GmbH.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Lokalen Bündnis für Familie im Rheingau-Taunus-Kreis, Rita Czymai, Achim Staab und Beate Sudheimer, hatten gemeinsam eine Auswertung der eingegangenen Vorschläge für den Wettbewerb vorgenommen. Über die in der Ausschreibung gestellten Fragen hinaus wurden weiteren Kriterien gebildet wie etwa der Anteil der versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse im Vergleich zu 400 Euro Jobs, flexible Arbeitszeiten, die sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch den Betrieben nutzen und Familien unterstützende Maßnahmen. Danach wurden die Betriebe besucht und zusätzliche Fragen gestellt. Nach eingehender Beratung kam die Jury zu folgendem Ergebnis.

Der erste Preis geht an das Tüfa-Team, ein junges und dynamisches Team, das von der Geschäftsführerin Tatjana Trömner-Gelbe geleitet wird. Es bietet Dienstleistungen wie Kfz-Hauptuntersuchungen, Abgasuntersuchungen und Änderungsabnahmen im Namen und auf Rechnung der KÜS e.V. an. 1991 wurde das tüfa-team gegründet. Das tüfa-team startete mit einem Prüfingenieur und einer Sekretärin. 1993 wurde die erste Kfz-Prüfstelle in Niedernhausen in der Platter Straße 13b eröffnet. Mittlerweile arbeiten fünf Kfz-Prüfstellen in Niedernhausen, Wiesbaden, Kriftel, Bad Camberg-Würges und Wetter mit 160 Werkstätten zusammen. In der Firma sind insgesamt 22 Personen beschäftigt, davon sechs Frauen und 16 Männer.

Während das Fahrzeug untersucht wird, können die Kunden und Kundinnen entspannt bei einer Tasse Kaffee in der gemütlichen Kundenannahme warten. Wickeltisch und Kinderspielecke sind vorhanden. Sowohl die Prüfingenieure als auch die Mitarbeiterinnen in der Disposition können flexible Teilzeitarbeitsformen wählen. Auch auf die Urlaubsplanung bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit schulpflichtigen Kindern wird in der Arbeitsorganisation Rücksicht genommen. Die Firma zahlt grundsätzlich die Kindergartenbeiträge der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und beteiligt sich an der Altersabsicherung über die Einzahlungen in Pensionsfonds. Auch Kosten für die Kinderferienbetreuung werden gegebenenfalls übernommen.

Das tüfa-team sieht sich als große Familie und feiert jährlich ein gemeinsames Sommerfest mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Familien. Auch soziales Engagement ist ein wichtiges Anliegen der Geschäftsführerin. So werden die Einnahmen am ersten Adventssamstag jeden Jahres für ein soziales Projekt verwendet, beispielsweise für den Bau eines Schulgebäudes in Katmandu. Seit Oktober 2009 unterstützt die Geschäftsführerin als Patin die Initiative Mikrokredite für Frauen. Mikrokredite sind Kleinstkredite an Kleingewerbetreibende überwiegend in Entwicklungsländern.

Das Tüfa-Team wird das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro für flexible Schul- und für Ferienbetreuungszeiten verwenden. Ein weiteres Vorhaben ist die Unterstützung der Notbetreuung im Krankheitsfall der Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der zweite Preis geht an die Häusliche Krankenpflege Schwester Gudrun. Wie der Name es vermuten lässt, ist Schwester Gudrun Bäumler die Gründerin des Pflegedienstes. Ihre Erfahrung reicht bis ins Jahr 1975 zurück, als sie ihren Dienst als einzige Gemeindeschwester von Rüdesheim aufgenommen hat. lm Jahre 1992 legte sie mit ihrer langjährigen Erfahrung den Grundstein für den heutigen Familienbetrieb. Bald schon waren ihre Dienste über die Grenzen von Rüdesheim gefragt und schnell kamen die Städte Lorch, Geisenheim und Oestrich-Winkel als Einsatzgebiete hinzu.

Unterstützung aus der Familie erhielt sie ab 1996 durch ihren Schwiegersohn Manfred Bauer (Krankenpfleger und Pflegedienstleiter). Auch ihr Ehemann Otto Bäumler und ihre Tochter Claudia Bauer sorgen im verwaltungstechnischen Bereich bzw. in der Büroorganisation für einen reibungslosen Ablauf. Dass der Pflegeberuf im Hause Bäumler offensichtlich nicht nur Beruf, sondern auch Berufung bedeutet, zeigt sich darin, dass nunmehr auch Sohn Gernot (Krankenpfleger und Pflegedienstleiter) in die Fußstapfen seiner Mutter getreten ist.

Seit der Firmengründung wird Schwester Gudrun von einem kontinuierlich wachsenden Mitarbeiterteam unterstützt. Das Team kann somit aufgrund der langjährigen Erfahrung, ständig erweitert durch neueste Erkenntnisse und Methoden, eine individuelle und optimale Pflege anbieten. Bei der Einteilung der notwendigen Wechselschichten wird auf die Bedürfnisse der familiären Bedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geachtet. Dabei ist das Ziel eine freundliche Motivation des altersgemischten Teams. Dazu gehören unter anderem attraktive jährliche Betriebsausflüge. Wunsch der Firma ist, auf mehr qualifizierte Kräfte auf dem Arbeitsmarkt zurückgreifen zu können.

Die häusliche Krankenpflege Schwester Gudrun wird das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro für einen Generationentag, als Tag der offenen Tür, verwenden und möchte die GTZ-Kosten für die Radios in den Dienst-Pkw´s bezahlen.

Der dritte Preis im Wettbewerb „Familienfreundlichster Betrieb“ geht an die Campus Geisenheim GmbH. Der Campus in Geisenheim, der die Forschungsanstalt und den Fachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain zusammenfasst, hat eine bereits über hundert Jahre alte und gewachsene Struktur, die derzeit für die zukünftigen Aufgaben in einer globalisierten Welt optimiert wird. Die Campus Geisenheim GmbH ist ein junges Unternehmen, das am renommierten Lehr- und Forschungsstandort neue Wege beschreitet und den Campus neu erleben lässt.

Das Team um die Geschäftsführerin Birgit Ritter bietet die drei Schwerpunkte Weiterbildung, Service und Marketing an. Die Organisation und Betreuung von Seminaren, Workshops, Vorträgen, Fachtagungen sind Schwerpunkte im Bereich Weiterbildung. Für den Service ist das Medien-Center mit Angeboten im Bereich Kopier-Service über Binde-Service bis hin zum Posterdruck verantwortlich. Neu im Programm sind Führungen über den Campus und Weinproben.

Das kleine Team setzt sich aus fünf Personen zusammen. Neben der Geschäftsführerin arbeiten drei Mitarbeiterinnen mit Kindern in Teilzeit. Ein weiterer Kollege kann neben der Berufsarbeit seine pflegebedürftige Mutter betreuen. Ein Zugriff über Internet und Handymails ist von Zuhause aus möglich und wird genutzt. Ferienbetreuungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studenten mit sechs bis zwölfjährigen Kindern in Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt werden finanziell unterstützt. Die Campus Geisenheim Gmbh wird das Preisgeld im Wert von 1.000 Euro für die weitere Unterstützung von Ferienangeboten zur Verfügung stellen, als auch für Coaching-Seminare und Kurse zur besseren Strukturierung der Büroorganisation.

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