Aktuelle Informationen der Pressestelle
 
Gesundheitsschutz geht vor Kapazitätsauslastung
Landrat Burkhard Albers traf sich mit dem Fraport-Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Schulte / Die Lärmbelastung endlich senken

"Der Gesundheitsschutz der Menschen in unserer Region muss eindeutig Priorität vor den Zielen der Fraport AG nach Kapazitätsauslastung für den Flughafen Frankfurt haben", betonte Landrat Burkhard Albers in einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte. Bei dem Treffen wies Landrat Albers auf die Auswirkungen des Fluglärms für die Menschen im Rheingau-Taunus-Kreis hin und erläuterte den Katalog von Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung. "Ich habe Dr. Schulte darauf hingewiesen, dass der Kreis bereits jetzt zu denen von Lärm am meisten belasteten Regionen in Deutschland gehört." Seit fast einem Jahr komme nun noch durch die geänderten Routen der Fluglärm hinzu.

Albers: "Wer sich dieser Beschallung von der Seite - etwa durch die Bahn - und aus der Luft durch Flugzeuge tagtäglich ausgesetzt sieht, nimmt Schaden an seiner Gesundheit; das ist unausweichlich und wissenschaftlich erwiesen." Deshalb müsse die Fraport auf die Forderungen aus der Region reagieren. "Wir wissen alle um die Bedeutung des Flughafens als Job-Maschine der Region", so Albers und weiter: "Und deshalb gilt es gerade auch die Forderungen der Menschen in der Region zu akzeptieren." Wo möglich soll aus diesem Grund der Fluglärm reduziert werden.

Der Landrat: "Dazu zählt selbstverständlich die Einhaltung des Nachtflugverbotes, denn die Menschen brauchen ihre Nachtruhe." Gerade die Fraport als Arbeitgeber müsse doch - auch aus Eigeninteresse - einsehen, dass nur ausgeruhte Menschen Leistungen erbringen können. Es dürfe nicht weiter an der "Lärm-Spirale" gedreht werden, denn sonst hänge die gesamte Region "schon bald am Tropf" mit fatalen Folgen. "Wir setzen auf den Dialog, um Lösungen zu finden, die sich als sinnvoller Ausgleich von Gesundheitsschutz, Ökologie und Ökonomie verstehen."

So bat Landrat Albers den Vorstandsvorsitzenden darum, sich für die Anhebung der An- und Abflugrouten über dem Kreisgebiet auf 8.000 Fuß zu verwenden. Es gehe weiter darum, die risikobehafteten Kreuzungsbereiche der An- und Abflugrouten über Taunusstein und Eltville durch eine Verschiebung zu entschärfen. "Diese Kreuzungsbereich enthalten Gefahrenpotentiale, weil sich Flugzeuge sehr nah kommen können", so der Landrat. Weiterhin sieht Albers noch deutliche Korrekturmöglichkeiten bei den An- und Abflugwinkeln.

Landrat Albers unterstützte ausdrücklich auch noch einmal den interessanten Vorschlag von IHK-Präsident Dr. Gerd Eckelmann, wonach die von der Fraport AG gezahlte Gewerbesteuer auf die gesamte Region verteilt werden soll, die vom Fluglärm betroffen ist. Durch die Mittel könnten vor Ort Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmquellen ergriffen werden. Landrat Albers abschließend: "Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, die wahrlich kein Hexenwerk sind, könnte eine langfristige Lärmentlastung der Region erfolgen - das muss unser Ziel bleiben."
3. Feb. 2012, Pressestelle

 
Wenn Schriftzüge in fremder Sprache zum Hindernis werden...

BildungsForum "Kulturelle Vielfalt - Vor(ur)teile im Miteinander": Integrationslotsinnen des Kreises präsentieren kulturelle Vielfalt

Während am 31. Januar in der Bundeshauptstadt der fünfte Berliner Integrationsgipfel tagte, trafen im Rheingau-Taunus-Kreis ebenfalls etwa 120 interessierte Fachleute zusammen, die sich mit Bildung und Integration beschäftigen. Im BildungsForum "Kulturelle Vielfalt - Vor(ur)teile im Miteinander" informierten sie sich über die Chancen und Möglichkeiten der kulturellen Vielfalt, diskutierten darüber und definierten erforderliche Handlungsfelder.

Eingeladen in die Stadthalle Bad Schwalbach hatten die für Bildung im Rheingau-Taunus-Kreis verantwortlichen Fachstellen vhs, Lernen vor Ort (LvO), Regionales Übergangsmanagement Schule-Beruf (RÜM) und das Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten. Zwischen 30.000 und 40.000 Menschen aus zirka 50 verschiedenen Kulturkreisen leben im Kreis. Von der kulturellen Vielfalt im Rheingau-Taunus-Kreis konnte man sich bereits bei der Ankunft in der Stadthalle überzeugen. In mehr als zehn unterschiedlichen Sprachen wurden die Gäste von Integrationslotsinnen und -lotsen begrüßt. Unbekannte Bezeichnungen in für Deutsche fremder Schriftzügen zeigten den Weg zur Garderobe, zum Aufzug oder auch zu den Toiletten. Für manchen Gast war dies ein beeindruckendes Erlebnis: So fühlt es sich an, wenn man sich in einer Umgebung nicht auskennt, sich nicht verständigen kann und wichtige und hilfreiche Schilder nicht lesen kann.

"Ich bin Integrationslotsin geworden, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie es sich anfühlt, wenn man nach Deutschland kommt und nicht deutsch spricht", so Integrationslotsin Shehide Selmani. Dass das Beherrschen der Sprache unabdingbare Voraussetzung für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit ist, unterstrich auch Landrat Burkhard Albers in seiner Begrüßung. Deshalb werde im Kreis bereits im Kindergarten mit Sprachförderung begonnen, um gute Voraussetzungen und damit gleiche Bildungschancen zu schaffen. Ziel ist es, die Jugendarbeitslosigkeit im Kreis, die aktuell mit 9,8 Prozent unter dem hessischen Durchschnitt liegt, auf 0 Prozent zu reduzieren.

"Wir alle haben diesen jungen Menschen gegenüber eine soziale und ökonomische Verpflichtung", so Albers weiter. Mit der Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren und einen Arbeitsplatz zu finden könne eine finanzielle Unabhängigkeit erreicht werden. Damit sei die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben möglich, eine Grundlage für eine erfolgreiche Integration geschaffen.

Christine Knapp-Aschberger informierte über das von "Lernen vor Ort" initiierte Projekt der Integrationslotsinnen und -lotsen, in dem inzwischen 40 Männer und Frauen ausgebildet wurden. Zwei ehrenamtliche Integrationslotsinnen und ein Lotse schilderten ihre Motivation, die überwiegend aus persönlichen Erfahrungen resultiert, sich ausbilden zu lassen. Sie bieten Hilfe und Unterstützung in vielen Sprachen, beispielsweise bei Übersetzungen und Schriftverkehr, Behördengängen oder auch Begleitung zu Elterngesprächen in Kindergarten oder Schule. Das Angebot steht in Idstein, Aarbergen, Eltville, Oestrich-Winkel, Geisenheim, Rüdesheim und Lorch zur Verfügung. Über die Unterstützungsmöglichkeiten, die Jugendliche bei der Vermittlung in Ausbildungsstellen über "RÜM" erhalten, berichtete Projektleiterin Susanne Schneider.

Das Beherrschen der Sprache war an diesem Nachmittag bei allen Programmpunkten zentrales Thema. So auch im Impulsreferat von Dr. Mohammad Heidari vom WAIK-Institut Köln. WAIK steht für "Wege aus der interkulturellen und interethnischen Konfrontation". Heidari, geboren im Iran, deutscher Staatsbürger, machte deutlich, dass ausreichende Sprachkenntnisse helfen können, Konflikte zu vermeiden. "Konflikte stören den sozialen Frieden. Aber nur 20 Prozent der Migranten haben Konflikte - 80 Prozent kommen klar", so Heidari weiter. Dabei seien nicht immer unvermeidliche Konflikte das Problem sondern der Umgang mit ihnen. Und nicht immer sei es ein Sprachproblem sondern in vielen Fällen ein Kommunikationsproblem. Umfassende Präventions- und Aufklärungsarbeit, die der Rheingau-Taunus-Kreis durch zahlreiche Projekte bereits umsetze, sei notwendig. Der Mehrwert, den Deutschland durch 16 Millionen Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund und über 250 verschiedene Ethnien erhalte, müsse erkannt und genutzt werden.

Ebenso bunt wie die Tische waren die Arbeitsgruppen, die sich unter dem Titel "Miteinander reden - Voneinander wissen - Miteinander und voneinander Lernen" zusammenfanden. Menschen aus drei verschiedene Herkunftskulturen, höchstens eine Person je Institution oder Fachgebiet, je vier bis fünf Frauen und Männer pro Tisch diskutierten lebhaft über Integrationsvoraussetzungen und entwickelten Ideen dazu. Familiensprachkurse, Kindergartenpatenschaften, Kurse für Eltern, die diese nicht nur fördern sondern auch fordern sowie spezielle Angebote für Ältere waren einige der genannten Themen, die bearbeitet werden sollen. Auch eine angemessene Bezahlung der momentan noch ehrenamtlich tätigen Integrationslotsinnen und -lotsen, die wertvolle und zeitintensive Arbeit leisten, wurde als Anliegen definiert.

Zum Abschluss der Veranstaltung versprach Christine Knapp-Aschberger: "Wir werden diese Themen mitnehmen und sie als Experten an die zuständigen Stellen weitertragen."
3. Feb. 2012, Pressestelle

 
Abfallkalender nicht aufzufinden?

Verbesserung des Serviceangebots des EAW im Internet

Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (EAW) möchte allen Bürgern, die von der zuständigen Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung keinen Abfallkalender erhalten oder diesen zwischen den Jahren verlegt haben, auf das neue Serviceangebot im Internet hinweisen. "Der EAW hat seit Anfang Januar auf seiner Webseite( www.eaw-rtk.de) eine Kalenderfunktion integriert, die es möglich macht, die nächsten Abfuhrtermine der Müllabfuhr straßengenau abzurufen", berichtet EAW- Betriebsleiter Horst-Dieter Reuther. Es können sowohl ein RSS-Feed abonniert, als auch die Termine über I-Cal in den persönlichen Terminkalender überführt werden. Dabei werden auch die nächsten Sonderabfalltermine und auch die Änderungsdiensttermine im Kalender angezeigt. Diese Zusatzfunktionen sind auch mobil, mit dem Handy abrufbar.

Fragen zum Thema beantwortet gerne die Abfallberatung des EAW unter der Telefonnummer 06124-510-493 oder -495.
2. Feb. 2012, Pressestelle

 
"Wir werden mit dem ohrenbetäubenden Bahnlärm (fast) alleine gelassen"

Landrat Albers weist auf die Veranstaltung mit Innenminister Roger Lewentz (Rheinland-Pfalz) am 6. Februar in Eltville hin / Druck erhöhen

"Wir müssen den politischen Druck erhöhen und so auf die gesundheitsgefährdete und inhumane Lärmbelastung durch Güterzüge im Rheingau und im Rheintal aufmerksam machen - dies ist die Konsequenz, die wir aus den Aussagen des Bundesverkehrsministeriums der vergangenen beiden Wochen ziehen müssen", betont Landrat Burkhard Albers im Vorfeld der Veranstaltung mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz am Montag, 6. Februar 2012, 19.00 Uhr, im Hotel Frankenbach - Mainzer Hof in Eltville. Zuvor, von 18.00 Uhr an, wird der Aufsehen erregende Doku-Film "DurchZug - Lärmterror im Rheintal" von Christoph Würzburger gezeigt, der ein realistisches Bild von einer lärmgeplagten Region zeichnet. Nicht ohne Hintergrund wird das Mittelrheintal als die lauteste Region in ganz Deutschland gesehen. Albers: "Ein Ruhm, auf den wir gerne verzichten können!"

Lewentz wird an diesem Abend das Konzept der rheinland-pfälzischen Landesregierung für eine Alternativtrasse für den Güterverkehr durch den Hunsrück erläutern. "Wie wir jetzt wissen, will das Bundesverkehrsministerium sich still und leise aus dem Projekt ‚Bahntunnel Rüdesheim' verabschieden und auch bei der Umrüstung der lauten und teilweise ‚antiken' Güterwaggons gibt es nur Vertröstungen", ergänzt der für das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal zuständige Kreisbeigeordnete Karl Ottes. Und so steht für Albers und Ottes fest: "Wir werden mit dem ohrenbetäubenden Bahnlärm (fast) alleine gelassen, denn alleine die Landesregierung in Rheinland-Pfalz stellt sich der Verantwortung gegenüber den lärmgeplagten Bürgerinnen und Bürgern."

So steht für beide Politiker fest, dass die Region sich nicht vertrösten lassen und vor allem nicht resignieren darf. "Wir dürfen uns nicht mit dem Bahnlärm abfinden, sondern müssen immer wieder auf diese besondere Lage hinweisen, die sich ab 2015/16 noch deutlich verschlimmern wird", so Landrat Albers. Deshalb fordert er noch einmal die Menschen im Rheingau dazu auf, die Veranstaltung zu besuchen, um erneut ein eindeutiges Signal nach Berlin zu senden und die Forderung zu unterstützen: "Alternativtrasse jetzt!"

Albers: "Uns ist bewusst, dass der Spatenstich für diese Trasse nicht morgen oder übermorgen erfolgen wird." Aber wenn nicht jetzt die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, wird kostbare Zeit verschwendet. "Die Bahn AG und die Bundesregierung dürfen sich nicht aus ihrer Verantwortung stehlen und nur noch Prestigeobjekte wie den unterirdischen Stuttgarter Hauptbahnhof weiter verfolgen." Es ginge jetzt darum, dass sich die Region als eine Einheit präsentiert und gemeinsam die Forderung nach einer Alternativtrasse verfolgt. "Wir sind deshalb auch dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz dankbar, dass er sich an unsere Seite stellt", so Landrat Albers.
31. Jan. 2012, Pressestelle

 
Beim Kurs "Elterntraining" sind noch einige wenige Plätze frei

Beim Kurs "Elterntraining" sind noch einige wenige Plätze frei. Wie die Jugend- und Familienberatungsstelle Idstein mitteilt, ist der Elterntrainingskurs für Eltern von Kindern im Alter von zirka zwei bis zwölf Jahren geeignet. Auf der Grundlage verschiedener Trainingskonzepte und Lerntheorien werden elterliche Kompetenzen gestärkt. Dies geschieht sowohl durch theoretische Vermittlung als auch durch praxisorientierte Begleitung und Unterstützung. Es besteht ausreichend Gelegenheit zum Austausch der Eltern untereinander.

Der Trainingskurs wird von dem Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut sowie Paar- und Familientherapeut, Seebens, und der Diplom-Pädagogin, systemische Familien- und Paartherapeutin, Wölfel, geleitet. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung für alle Termine, damit ein effektiver und kontinuierlicher Prozess gewährleistet ist. Der Kurs findet in der Beratungsstelle Idstein, Veitenmühlweg 5 und zwar jeweils an den Dienstag am 14. und 28. Februar, am 13. Und 27. März 2012, jeweils von 20.00 bis 22.00 Uhr. Der Trainingskurs ist unentgeltlich.
30. Jan. 2012, Pressestelle

 
Landrat Albers fordert von Land angewiesenen Betrag umgehend zurück

Rüdesheimer Bahntunnel: Ergebnis der Kosten-Nutzen-Analyse liegt weiterhin nicht vor / Kritik an Informationspolitik

Landrat Burkhard Albers fordert vom Land Hessen die vom Kreis bezahlten, anteiligen Planungskosten für den Bahntunnel in Rüdesheim zurück. Am 28. Dezember 2011 wurden 81.000 Euro als Kreisanteil für die Planungskosten von der zuständigen Landesbehörde angefordert und am 10. Januar 2012 zur Auszahlung angeordnet. Landrat Albers: "Hätte es das Verkehrsministerium in Berlin und namentlich der zuständige Staatssekretär für nötig erachtet, auch den Landkreis rechtzeitig darüber zu informieren, dass seitens des Bundes die Realisierung des Tunnels nicht mehr verfolgt wird, wären dem Kreis diese Kosten erspart geblieben."

Darüber hinaus erneuert der Landrat seine Kritik am Vorgehen des Ministeriums: "Dass weder der Rüdesheimer Bürgermeister, noch der Landrat als Vertragspartner über die Ergebnisse und die Methodik der Nutzen-Kosten-Analyse informiert wurden, ist ein unglaublicher Vorgang und eine Verhöhnung der vom Bahnlärm betroffenen Menschen." Landrat Albers mahnt nun dringend die angekündigte Konsultation und Mitsprache der Vertragspartner an. So habe er auch bis heute keine Reaktion auf sein Schreiben an den Bundesverkehrsminister. "Das genaue Gegenteil von dem derzeitigen Vorgehen hatten wir gemeinsam im Dezember 2007 verabredet. Wir waren uns einig darüber, dass die Stadt, der Kreis und das Land in die Erarbeitung der Nutzen-Kosten-Analyse einbezogen werden. Auf meinem Tisch liegt auch noch kein Blatt der Nutzen-Kosten- Analyse, deren Ergebnisse seit Tagen in den Zeitungen stehen", so Albers weiter.

Das nun vom Verkehrsministerium gewählte Vorgehen einer Informationsweitergabe nach Parteibuch zwischen Staatssekretär und Bundestagsabgeordneten, ist nach Ansicht des Landrats unfassbar: "Was denkt sich die Leitung einer staatlichen Behörde eigentlich, wenn sie den vorgeschriebenen Weg missachtet und denkt ein 250 Millionen € Projekt durch eine E-Mail an einen Bundestagsabgeordneten beerdigen zu können?" Der Landrat fordert nun die Planungskosten des Kreises zurück.

Landrat Burkhard Albers betont, dass die 81.000 € für ihn keine "Peanuts" sind, sondern mit diesem Geld zum Beispiel zwei neue Stellen in der Jugendhilfe für ein Jahr finanziert werden könnten: "Da wäre das Geld auch weitaus besser aufgehoben!" Das Bundesverkehrsministerium sieht der Landrat nun in der Pflicht, Alternativvorschläge für die von Lärm und Erschütterungen geplagten Menschen im Rheintal zu erarbeiten: "In diesem Zusammenhang wäre es hilfreich, wenn sich das Land Hessen endlich der Forderung des Landes Rheinland-Pfalz nach einer Alternativstrecke für den Güterverkehr anschließt anstatt den Menschen im Rheintal lediglich mitzuteilen, was alles nicht geht."
26. Jan. 2012, Pressestelle

 
"Dinge verwandeln in meine phantastische, verschobene Wirklichkeit"

Ausstellung "Wandel" von Gabriele Volz ab 2. Februar im Kreishaus in Bad Schwalbach

"Wandlung" heißt die neue Ausstellung mit Bildern der Künstlerin Gabriele Volz, die ab dem 2. Februar 2012 im Kreishaus in Bad Schwalbach zu sehen ist. Die Motivwahl und die Maltechnik der Künstlerin aus Wörsdorf haben sich in den letzten Jahren ständig verändert. "Der Umzug aus dem städtisch geprägten Liederbach in den eher dörflichen Idsteiner Stadtteil Wörsdorf haben einen weiteren Wandel in meinem Leben bedeutet, der sich auch in meinen Werken ausdrückt", sagt die Malerin selbst. Inspiration erfährt sie überall, ob in der Stadt oder der Natur, auf Reisen, beim Wandern.

Gabriele Volz: "Ich bin immer auf der Suche nach neuen Eindrücken und Blickpunkten, die mich herausfordern, sie bildlich zu verarbeiten. Dabei darf die Musik nicht fehlen, sie hat nach wie vor großen Einfluss bei der Entstehung der

Bilder." So verwandeln sich die Motive in ihrer Ausführung durchaus in phantastische, märchenhafte, verwunschene Objekte. Dabei entstehen die Bilder in ihrer "persönlichen Idsteiner Märchenwelt". Am liebsten male Gabriele Volz mit Aquarell, weil diese Technik viel Spontanität und Phantasie fordert, aber auch Disziplin, den Farbverlauf abzuwarten.

Wie die Malerin aus Wörsdorf erzählt, verlegte sie vor neun Jahren ihren musischen Schwerpunkt auf die Malerei. Mit den Bildern nahm sie an verschiedenen Ausstellungen im Rhein-Main- Gebiet (Hofheim, Kelkheim, Liederbach) und in Idstein teil. Zu ihrer Ausstellung mit dem Titel "Wandlung" erläutert die Malerin, dass sie damit ihre Wendung von der Musik hin zur Malerei nachvollzieht, die auch eine persönliche Wandlung ist. Für Gabriele Volz heißt Wandlung, die Zeiten zu haben, sich zu wandeln. "Wir können malen, uns ausdrücken, wie es uns gefällt, wir sind frei, dies tun zu können, ohne dafür abgeurteilt zu werden oder gar vernichtet zu werden", so die Malerin.

Für Gabriele Volz heißt Wandlung aber auch, "ich kann reale Gegebenheiten, Dinge verwandeln in meine phantastische, verschobene Wirklichkeit". Der Pinsel ist für sie das Werkzeug, "mit dem ich Gefühle sichtbar machen kann, er ist der verlängerte Arm vom Herzen zur Leinwand". Und weiter: "Malen ist Schöpfung, Begegnung mit sich selbst, ist Komponieren mit Farbe, etwas ganz eigenes schaffen." Die Vernissage zur Ausstellung findet am Donnerstag 2. Februar, ab 18 Uhr, im Kreishaus in Bad Schwalbach statt.
26. Jan. 2012, Pressestelle

 
Fahrt zum 10. Deutschen Seniorentag

"JA zum Alter" - unter diesem Motto steht der 10. Deutsche Seniorentag in Hamburg. Die Seniorenberatung des Rheingau-Taunus-Kreises bietet daher vom 2. bis 6. Mai 2012 eine Fahrt nach Hamburg an. Neben dem Besuch der Eröffnungsveranstaltung mit Bundespräsident Christian Wulff und Bundesministerin Kristina Schröder und der Teilnahmemöglichkeit an ganztägigen Foren zu den Themen Gesundheit, Wohnen, Lebenslanges Lernen, Engagement, Alterssicherheit etc. kann man sich in Workshops und Informationsständen über die vielseitigen Möglichkeiten im Alter informieren. Stadt- und Barkassenrundfahrten in Hamburg, Kutschfahrten in Lüneburg und eine Rundfahrt durch das "Alte Land" ergänzen das Besuchsprogramm. Die Unterbringung erfolgt im Park Inn by Radisson Nord Hotel.

Nähere Informationen erhalten Interessierte von Frau Grella, Tel. 06124-510532, e-mail: heidemarie.grella@rheingau-taunus.de, Frau Schmelzer, Tel. 06123-62216, e-mail: schmelzererika@aol.com.
25. Jan. 2012, Pressestelle

 
Ein Affront gegen die vom Bahnlärm geplagten Menschen im Rheintal

Rüdesheimer Bahntunnel: Landrat Albers fordert von Verkehrsminister Dr. Ramsauer umfassende Aufklärung / "Kein guter Stil"

Mit Unverständnis und Enttäuschung reagierte Landrat Burkhard Albers auf die Nachricht aus Berlin, dass sich das Bundesverkehrsministerium nun faktisch gegen eine baldige Realisierung des Rüdesheimer Eisenbahntunnels ausspricht. Seinen Unmut über diese Entscheidung und die Art der gewählten Informationspolitik über die Medien hat Landrat Albers in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer formuliert. "Wir hätten erwartet, dass der Minister zunächst einmal die fünf Beteiligten an der Rahmenvereinbarung über das Ergebnis der Kosten-Nutzen-Berechnung informiert und uns Zeit für eine Stellungnahme gibt. So wurden wir durch die Berichterstattung in den Medien vor vollendete Tatsachen gestellt; das ist kein guter Stil", so Landrat Burkhard Albers, der diese Vorgehensweise als Affront gegen die vom Bahnlärm und der Verkehrssituation betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Rheintal bewertet.

In seinem Schreiben an den Bundesminister stellt Albers klar, dass es eine Rahmenvereinbarung gibt, in der die Kostenaufteilung zwischen Bund, Land, Stadt Rüdesheim, dem Rheingau-Taunus-Kreis und der Bahn AG vereinbart wurde. Mit den Aussagen aus Berlin werde die Vereinbarung nun einseitig aufgekündigt; zum Schaden der Stadt und der Region. "Noch vor kurzem wurde aus meinem Haus ein Planungskostenanteil für die Realisierung des Bauprojektes von 80.000 Euro - nach besten Wissen und Gewissen - angeordnet; das ist jetzt alles Makulatur", so der Landrat.

Vollkommen unverständlich ist Landrat Albers auch die Entscheidung des Bundesministers in der Sache. Zwar habe Minister Dr. Ramsauer im vergangenen Jahr Assmannshausen besucht, um sich über den Bahnlärm zu informieren. Doch sei zu dieser Zeit überraschenderweise kein einziger Güterzug durch den Rheingau gerollt. Auch habe der Bundesverkehrsminister nicht zu Kenntnis genommen, dass durch die absehbare Zunahme des Güterverkehrs auf der Transversale Genua-Rotterdam die Schranken in Rüdesheim dauerhaft geschlossen bleiben. Albers: "Dies stellt für den Tourismusstandort Rüdesheim einen immensen wirtschaftlichen Schaden dar und beeinträchtigt die Lebensqualität der Bevölkerung in einem nicht hinnehmbaren Ausmaß." Zudem könne auch die Aufwertung der Rheinpromenade in Rüdesheim nicht erfolgen.

Unklar ist dem Landrat zudem, wie die Gutachter auf einen Kosten-Nutzen-Faktor von 0,2 kommen. "Dies bedeutet nämlich, dass die Realisierbarkeit dieses Projektes bereits zu einem Zeitpunkt vom Bundesverkehrsminister als illusorisch betrachtet wurde, zu dem Dr. Ramsauer öffentlich erklärte, dass er es für realisierbar hielt", betont Landrat Burkhard Albers. Zudem weist Landrat Albers in seinem Schreiben auf die Rahmenvereinbarung vom 14. September 1998 und vom 20. Dezember 2007 hin. "Diese Vereinbarung wird von uns nicht gebrochen." Deshalb fordert der Landrat nun den Bundesverkehrsminister gemeinsam mit dem hessischen Verkehrsministerium und der Bahn AG auf, öffentlich darzulegen, "wie sie als Verantwortliche für die Zustände in und um Rüdesheim in der Sache weiter vorzugehen gedenken".

Landrat Albers weiter: "Insbesondere sehe ich nunmehr das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht, geeignete Vorschläge zur Verlagerung des Güterverkehrs aus dem Rheintal, wie von der Landesregierung Rheinland-Pfalz vorgestellt, auch im Bundesverkehrswegeplan endlich zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang weist Landrat Albers erneut auf die Veranstaltung mit dem Landesminister aus Rheinland-Pfalz Roger Lewentz, am Montag, 6. Februar 2012, ab 18.00 Uhr, ins Hotel Frankenbach - Mainzer Hof in Eltville hin. Lewentz wird das Konzept des Landes Rheinland-Pfalz für eine Alternativstrecke für den Güterverkehr erläutern. Zu Beginn um 18.00 Uhr zeigt der Journalist Christoph Würzburger seinen Film "DurchZug - Lärmterror im Rheintal" und gibt dazu einige Erläuterungen.

Abschließend zeigte sich Landrat Albers auch verwundert darüber, dass der Rheingau-Taunus-Kreis keine Bundesmittel für dringend benötigte Straßenprojekte und keine Mittel für die Entlastung der Menschen vor den Folgen des zunehmenden Güterverkehrs erhalten soll. Albers: "Dies ist eine in keiner Weise akzeptable Zukunftsperspektive für den Rheingau-Taunus-Kreis." Landrat Albers wird nun versuchen, einen Gesprächstermin bei Verkehrsminister Ramsauer zu erhalten.
24. Jan. 2012, Pressestelle

 
Sprachdefizite gilt es frühzeitig zu erkennen

29 Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet erhalten KiSS-Siegel / "Kinder vertrauen Ihnen"

Insgesamt 29 Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet erhielten aus den Händen von der Staatssekretärin im hessischen Sozialministerium, Petra Müller Klepper, und der Jugendhilfedezernentin im Rheingau-Taunus-Kreis, Monika Merkert, das KiSS-Siegel. Dieses Zeichen - angebracht im Eingangsbereich der Kindertagesstätte - weist die Einrichtung als Teilnehmerin am Kindersprachscreening (KiSS) aus und besagt, dass die Erzieherinnen sich innerhalb des KiSS-Verfahrens qualifiziert haben.

KiSS ist ein standardisiertes systematisches Verfahren zur Überprüfung und Beobachtung des Sprachstandes der vier- und viereinhalbjährigen Kinder in Hessen. Denn immer öfter stellen Experten Sprachdefizite bei Kindern fest, betonten Petra Müller-Klepper und Monika Merkert übereinstimmend. Die Jugendhilfedezernentin: "Diese Sprachdefizite gilt es möglichst frühzeitig zu erkennen und die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen." Schließlich bestimme die Kindheit ganz entscheidend das Leben. "Und dabei ist die einwandfreie Nutzung der deutschen Sprache die wichtige Grundlage", so Müller-Klepper.

Wie Monika Merkert ausführte, ist laut wissenschaftlichen Untersuchungen jedes vierte Kind in der Sprachentwicklung verzögert. Oftmals erkennen Eltern solche Defizite nicht. Aus diesem Grund habe Hessen das Sprachscreening in den Kitas angesiedelt. Die Erzieherinnen in den Einrichtungen erlebten die Kinder im alltäglichen Leben, könnten Vergleiche ziehen und vorurteilslos Einschätzungen treffen. Hinzu komme, so Projektleiter Mertens, "die Kinder vertrauen Ihnen" (den Erzieherinnen).

Das Land Hessen steuert nun gegen. Sprachauffälligkeiten werden erkannt und die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um dem jeweiligen Kind zu helfen. So erhalten die Kinder eine angemessene Sprachförderung. Müller-Klepper, Merkert und Mertens bedankten sich ausdrücklich bei den Erzieherinnen, dass sie an der Qualifizierung teilgenommen haben. Insgesamt haben inzwischen über 60 Erzieherinnen die Kurse durchlaufen. Getestet wurden bisher knapp 300 Kinder. Der besondere Dank der Staatssekretärin auch dem Rheingau-Taunus-Kreis, der sich als einer der ersten Landkreise in Hessen bereiterklärte, das KiSS-Verfahren anzuwenden. Als erste Einrichtung wurde die Kindertagesstätte in Geisenheim-Marienthal bereits Anfang Dezember ausgezeichnet.

Das KiSS-Siegel erhielten die Kindertagesstätte Blaubauch (Geisenheim), die evangelische Kindertagesstätte Baumhäuschen (Rüdesheim), der Kindergarten in Breithardt, der Kindergarten in Holzhausen über Aar, der Gemeindekindergarten in Hohenstein-Steckenroth, der Kindergarten in Strinz-Margarethä, der Gemeindekindergarten in Hohenstein-Hennethal, die Kindertagesstätte in Bärstadt, der Kindergarten in Georgenborn, der Gemeindekindergarten in Kettenbach, der Kindergarten Kunterbund (Hünstetten-Beuerbach), der Kindergarten Regenbogen in Strinz-Trinitatis, der Kindergarten in Niederems, der Kindergarten in Steinfischbach, die Kindertagesstätte in Kemel, die Kindertagesstätte Pfiffikus in Laufenselden, die kindertagesstätte Paradies in Walluf, der Gemeindekindergarten in Rückershausen, die Kindertagesstätte in Hausen, die Kindertagesstätte in Langschied, der Kindergarten Wirbelwind in Dickschied, die Kindertagesstätte Hickelhäusje in Kiedrich, der Gemeindekindergarten in Michelbach, die städtische Kindertagesstätte Sternschnuppe in Bad Schwalbach, der städtische Kindergarten Sausewind in Bad Schwalbach, der Kindergarten Born, der Kindergarten Burg Hohenstein und die Kindertagesstätte Regenbogen in Bad Schwalbach.
24. Jan. 2012, Pressestelle

 
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